Kostenpauschale Dialyse



Durch den Ukrainekrieg, die damit verbundene Energiekrise, Lieferprobleme im Welthandel und steigende Zinsen hat sich alles um ein vielfaches verteuert. Die Preise steige  weiter. Wir merken dies beim täglichen Einkauf und bei den Heizkosten. Diese Abläufe betreffen auch die Dialyseversorgung.  Hier steigen ebenfalls die Kosten für Energie, Personal, Material sowie in der Logistik.

 

Zugleich ist die die Dialysekostenpauschale seit der Einführung vor ca. 10 Jahren nicht erhöht worden. Nicht einmal ein Inflationsausgleich wurde umgesetzt. Verbände die sich um eine Verbesserung bemühen befinden sich in einer Spirale der Ansprechpartner auf unterschiedlich Zuständigkeiten verweisen.  Die Politik zeigt auf die Zuständigkeit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung die wiederum schieben alles auf die Krankenkassen, diese wiederum weisen auf ihre Defizite. Keiner hilft und somit überlässt man die Dialysepatienten ihrem Schicksal.

 

Denn diese Verläufe tragen dazu bei, dass die Dialysepraxen enorm sparen müssen. Einige Praxen werden diesen Preisdruck auch nicht schaffen und schließen müssen. Den Praxen wird es hier nicht anders ergehen, als den Krankenhäusern, wo einige derzeit vor der Schließung stehen oder geschlossen wurden.

 

Diese Situation wird die Dialyse wie wir sie heute kennen, mit Sicherheit verändern. Das ortsnahe Behandlungsangebot verschwindet und die Behandlungsplätze verknappen sich. Leider erkennen das nur die Patienten, die sich intensiv mit der Materie auseinandersetzen. Für diese interessierten Patienten ist auch diese neue Rubrik „Kostenpauschale Dialyse“ gedacht. Hier zeige ich die Aktuelle Entwicklungen auf, gebe in Unterseiten Einblick in die Dialysekosten so wie in die Abläufe der letzten Kostenabsenkung der Pauschale 2013. Eventuell kann ich so einigen Patienten so auf Fragen Antworten vermitteln oder auf dem Weg zu Antworten ein Wegweiser darstellen.

Zitat: von Verdi: Oktober 2021

"Aus vielen Zentren des KFH wird berichtet, dass sich Beschäftigte eine andere Stelle suchen, weil der Verdienst im KfH zu gering und die Arbeitsbelastung zu groß sind. Das zeigt: Beim KfH besteht Nachholbedarf. Ein Beispiel: Eine Medizinische Fachangestellte mit »Curriculum MFA in der Dialyse« verdient beim KfH zwischen vier und sieben Prozent weniger als eine Medizinische Fachangestellte ohne Weiterbildung im öffentlichen Dienst. Auch andere Berufsgruppen beim KfH verdienen teilweise über zehn Prozent weniger als nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)."


Aktuelles zur Kostenpauschale und Energiekosten

Quelle: DN e.V.
Quelle: DN e.V.

Dialysepraxen „Es ist ein Teufelskreis“

Quelle: Medical Tribune, 27.04.2022

 

Ambulante Dialysezentren haben ein gravierendes Problem, wie das Beispiel einer Berliner Praxis zeigt. Steigende Kosten bei Material und Personal lassen sich durch die Dialysepauschalen nicht mehr ausgleichen. Die ­Politik schweigt und Konkurrenten werben Mitarbeiter ab.

 

„Durch die allgemeine Teuerungsrate sehen wir uns gezwungen, die Preise zu erhöhen“, liest die Berliner Nephrologin Dr. Erika Eger jetzt häufiger. Strom, Heizung, Wartung der Dialysemaschinen, alles wird teurer, hinzu kommen tariflich steigende Gehälter des Pflegepersonals. „Aber die Pauschalen geben es nicht her!“, klagt die Chefin von 52 Mitarbeitern, die am Tag 120 Nierenpatienten versorgen. 120.000 Euro Minus verzeichnete sie im letzten Jahr, ausgeglichen durch private Zuschüsse. „Ich habe das Zentrum wirtschaftlich korrekt geführt, aber es ist ein Teufelskreis“, sagt sie. Personal würde jetzt von den umliegenden kommerziellen Zentren mit hohem Wechselgeld abgeworben. Bei ihr seien schon fünf Dialyseschwestern bzw. -pfleger abgewandert. Sie weiß auch von sechs an Industrie und große Investoren verkaufte Dialysezentren in Berlin.

Zu hohe Energiekosten bei Dialyse und Co.: Erste Facharztpraxen müssen Versorgung einschränken

Quelle: report24.news, 14.10.2022

 

"Eine Dialysepraxis mit 24 Behandlungsplätzen lässt die Heizung abgeschaltet, da sie für Gas statt 9.000 Euro jetzt 60.000 Euro jährlich zahlen muss. Patienten sollen sich Decken und Socken mitbringen."

Gaspreiskommission schlägt Hilfsfonds für Krankenhäuser vor

Quelle: Deutsches Ärzteblatt, 10.10.2022

 

Ein Hilfsfonds für soziale Dienstleister soll künftig Einrichtungen wie Krankenhäuser oder Rehaein­richtungen vor Finanzierungsproblemen aufgrund hoher Energiekosten schützen. Das empfiehlt die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission „Gas und Wärme“ in ihrem heute vorgelegten Bericht. Der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) reichen die vorgesehenen Hilfen nicht aus. Ob zu  Härtefällen auch Praxen in den sogenannten Hochenergiefächern – beispielsweise Radio­logie, Dialyse oder Strahlentherapie – zählen, geht aus dem Kommissionsvorschlag nicht hervor. Die Kassen­ärztliche Bundesvereinigung (KBV) hatte kürzlich beim Bundesgesundheitsministerium angemahnt, dass zusätzlich zu den Erleichterungen, von denen Praxen ohne erhöhten Energiebedarf profitieren, auch „zusätzliche besondere Maßnahmen“ für sie benötigt würden.

 

Dialyse in Aschaffenburger - Nierenzentrum verkürzt erneut Dialysezeit

Quelle: Main Echo, 26.09.2022

 

Das KfH-Nie­ren­zen­trum in Aschaf­fen­burg-Damm hat we­gen Per­so­nal­pro­b­le­men er­neut die Dia­ly­sen ein­ge­schränkt. Ei­gent­lich hat­te es im Au­gust sei­tens des Un­ter­neh­mens ge­hei­ßen, dass ab Sep­tem­ber kei­ne wei­te­ren Ein­schrän­kun­gen nö­t­ig sei­en. Al­ler­dings führ­ten ak­tu­ell er­neut ver­mehrt un­vor­her­ge­se­he­ne Krank­heits­fäl­le da­zu, dass die Dia­ly­se­dau­er am 21. Sep­tem­ber ge­ring­fü­g­ig re­du­ziert wer­den muss­te, be­stä­tig­te KfH-Sp­re­che­rin Il­ja Stra­cke In­for­ma­tio­nen un­se­res Me­di­en­hau­ses.

Steigende Preise - Energie-Zuschüsse werden zum gesundheitspolitischen Thema

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 23.09.2022

 

Die steigenden Energiepreise stellen alle Gesellschaftsbereiche vor große Herausforderungen. Klar ist: Unabhängig von Strom- und Gaspreisen muss das Gesundheitswesen funktionieren. In der Politik laufen daher die ersten Vorbereitungen für Zuschüsse einzelner Einrichtungen. Die Energiepreise sind in den vergangenen Monaten bereits extrem angestiegen. Laut Destatis sind beispielsweise die Einfuhrpreise für Erdgas zwischen April 2021 und Juli 2022 um rund 320 Prozent angestiegen. Und auch beim Strompreis standen laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) schon zwischen Juli 2021 und Juli 2022 heftige Steigerungen an: In diesem Zeitraum war der durchschnittliche Kilowattstunden-Preis für Privathaushalte um mehr als 15 Prozent auf ca. 37 Cent gestiegen. Neuverträge werden derzeit sogar für Beträge zwischen 50 und 60 Cent pro Kilowattstunde vergeben.

Energiekrise erreicht Arztpraxen: Nicht nur Radiologen oder Dialysepraxen sehen schwarz. Werden sie Hilfen bekommen?

Quelle: deutsch.medscape.com, 21.09.2022

 

Der niedergelassene Anästhesist Dr. Tim Deegener aus Hannover sieht harten Zeiten entgegen. Denn über den Daumen gepeilt muss er für seine Praxis mit 300% Steigerung der Energiekosten rechnen und womöglich mit 50% Erlöseinbuße, wie er Medscape berichtet. Kein Wunder, dass er den Aufruf der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) unterstützt. Mark Barjenbruch, Vorstandsvorsitzender der KVN, hat auf die Energiefresser unter den Praxen hingewiesen und auf ihre derzeit komplizierte Lage: „Die hohen Energiekosten und die Inflation treffen die Ärztinnen und Ärzte in ihren Unternehmungen hart. Ohne finanzielle Unterstützung besteht die Gefahr, dass sie Untersuchungen und Behandlungen zukünftig nicht mehr durchführen können.“

 

Dialysefachkräfte aus Kolumbien kurz vor der Einreise

Quelle: PressNetwork, 13.09.2022

 

Die Gewinnung von Dialysefachkräften aus dem Ausland. Der Personaldienstleister TTA vermittelt Dialysefachkräfte aus Kolumbien, die kurz vor der Einreise nach Deutschland stehen. Die kolumbianischen Fachkräfte haben sich auf eine Tätigkeit in Deutschland vorbereitet und lernen Deutsch. Die Dialysefachkräfte verfügen über mehrjährige Arbeitserfahrung und finden sich an den gängigen Apparaten von Fresenius oder Baxter zurecht.

Wegen gekürzten Pauschalen - Berliner Dialyse-Praxen vor dem Aus

Quelle: BZ Berlin online, 30.03.2022

 

Nierenfachärztin Dr. Erika Eger weiß nicht mehr, wie es weitergeht. Grund sind die gekürzten Pauschalen der Krankenkassen. Nierenfachärztin Dr. Erika Eger (68) hat vor 44 Jahren ihren Beruf ergriffen, weil sie kranken Menschen helfen wollte. Menschen, die verzweifelt sind. Heute ist sie selbst verzweifelt. Sie, die Retterin der Nierenkranken, könnte eigentlich stolz sein auf das, was sie erreicht hat: eine Dialyse-Praxis mit drei Standorten in Treptow und Mitte. Ihre 52 Mitarbeiter betreuen 120 Patienten rund um die Uhr. Doch die Institution steht vor dem Aus. „Ich weiß nicht, wie dieser Monat zu Ende geht“, sagt Dr. Eger. Auch anderen selbstständigen Dialyse-Ambulanzen droht der Kollaps. Zehn Betreiber haben in Berlin und Brandenburg bereits aufgegeben.

Berichte der Gewerkschaft Verdi

»Die Dialyse wird permanent vergessen«

Quelle: Gewerkschaft Verdi

 

Die Corona-Pandemie hat auch auf Dialyseeinrichtungen weitreichende Auswirkungen und erhöht die Belastung der Beschäftigten. Doch mehr Wertschätzung gibt es dafür nicht.  Interview mit dem Krankenpfleger Dirk Derfler, der in einer Dialyseeinrichtung arbeitet. Etwa 60.000 bis 80.000 Patient*innen in Deutschland werden aufgrund einer Niereninsuffizienz in Dialyseeinrichtungen behandelt, meist ambulant. Was hat sich durch die Corona-Pandemie für sie und die rund 10.000 Beschäftigten in diesem Bereich verändert? Die Patientinnen und Patienten sind auf die Dialyse angewiesen, sie können nicht einfach wegen der Pandemie zu Hause bleiben. Zugleich sind sie allesamt besonders gefährdet. Deshalb müssen die Einrichtungen vielfältige und weitreichende Maßnahmen ergreifen, um Infektionen zu vermeiden.

 

»Nur mit starkem Team zu schaffen«

Quelle: Gewerkschaft Verdi

 

Sie sorgen dafür, dass Menschen mit Nierenversagen weiterleben können. Doch Sparmaßnahmen belasten die Arbeit. Im KfH-Nierenzentrum in Berlin-Neukölln sind die Pflegekräfte für immer mehr Patient*innen zuständig, gleichzeitig steigt der Pflegebedar. Vor dem schicken Neubau des KfH-Nierenzentrums im Berliner Stadtteil Neukölln rollen um 7 Uhr die Krankentransporte an. Drinnen eilt Berenic Z., 55, von Bett zu Bett, packt Schläuche aus, schaltet die Maschinen ein, macht alles startklar für die Dialyse. Als die ersten Patientinnen und Patienten ins Zimmer drängen, ruft die Medizinische Fachangestellte fröhlich: »Guten Morgen!« Doch mehr als ein paar Worte sind nicht drin. Die Zeit drängt. Um 7.45 Uhr beginnt der Anschluss. »Bis dahin müssen wir alles gerockt haben.«

Patienten-Heimversorgung (PHV)

Die Patienten-Heimversorgung (PHV) wurde 1973 als gemeinnützige Stiftung gegründet. Sie betreibt mit etwa 1.900 Beschäftigten 85 Dialysezentren in ganz Deutschland. Der Sitz des Vorstandes ist in Bad Homburg. Für alle nicht-ärztlichen Beschäftigten gilt bundesweit ein Tarifvertrag.

 

 

Fresenius USA Dialyse »Atmosphäre der Angst«

Quelle: Verdi 12/2017

»Bei Fresenius herrscht eine Atmosphäre der Angst«, berichtet Cass Gualvez vom Vorstand der US-Gewerkschaft SEIU-United Healthcare Workers. Die rund 3.000 Beschäftigten in den 185 Dialyse-Kliniken von Fresenius im US-Bundesstaat Kalifornien haben keinen Schutz durch Tarifverträge. Statt einen Einstiegslohn von 28 Dollar (23,83 Euro) pro Stunde, wie er im Tarifvertrag festgeschrieben ist, bezahlt die Tochter des deutschen Konzerns Neueingestellten gerade mal 15 Dollar (12,77 Euro). Einige Pflegekräfte wollen das ändern und haben sich der Dienstleistungsgewerkschaft SEIU-UHW angeschlossen, die im kalifornischen Gesundheitswesen 93.000 Beschäftigte organisiert. Vom 11. bis zum 15. Dezember 2017 war eine Delegation in Berlin, um sich mit Gewerkschaftern und Betriebsräten von Fresenius in Deutschland zu vernetzen.

Qualitätssicherungs-Richtlinie Dialyse

Qualitätssicherungs-Richtlinie Dialyse: Veröffentlichung des Jahresberichts 2019 zur Qualität in der Dialyse

Alte Qualitätssicherungs-Richtlinie Dialyse Dezember 2013

Aktualisierte QS-Richtlinie Dialyse tritt zum 1. Januar 2014 in Kraft: wichtige Änderungen im Überblick

Hier zu weiteren Informationen

Zur alten Richtline Gemeinsamer Bundesausschuss

Dialyse: Neue Vorgaben zur Qualitätssicherung ab 2020 - Praxisinfo für Ärzte

Quelle: Kassenärztliche Bundesvereinigung, 14.11.2019

Für die Nierenersatztherapie – Dialyse und Nierentransplantationen – gelten ab 1. Januar 2020 im ambulanten und stationären Sektor neue Vorgaben zur Qualitätssicherung. Was sich im Detail für die Ärzte ändert, die Dialysen zur Behandlung eines chronischen Nierenversagens durchführen, fasst eine Praxisinformation der KBV zusammen.

Sonderregelung für Dialyse-Versorgung gilt bis Ende März 2021

Quelle: Kassenärztlich Bundesvereinigung, 31.10.2020

Bei der Versorgung chronisch niereninsuffizienter Patientinnen und Patienten gelten noch bis zum 31. März 2021 teilweise gelockerte Vorgaben, damit die Dialyseeinrichtungen bei Bedarf schnell und unbürokratisch reagieren können. Auf die Verlängerung hatten sich KBV und GKV-Spitzenverband verständigt.

 

Die gesundheitsökonomische Perspektive auf die Dialyseversorgung in Deutschland

Quelle: 19. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung (DKVF). sine loco [digital], 30.09.-01.10.2020. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2020. Doc20dkvf294

 

Hintergrund und Stand (inter)nationaler Forschung: In der Behandlung der chronischen Niereninsuffizienz (CKD) gelten die Hämodialyse im Zentrum (HD) und die häusliche Peritonealdialyse (PD) als medizinisch gleichwertige Verfahren, die beide von der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erstattet werden. Die wöchentliche Abrechnungspauschale ist bei der PD etwas höher (505,40 € vs. 485,80 €). Bei der HD kommen zudem die Fahrtkosten zum Dialysezentrum hinzu, die von der GKV übernommen werden. Neben Vorteilen für PatientInnen (Anpassung an Lebensumstände und Erhaltung der Autonomie) gibt es klare Hinweise darauf, dass die PD aus Sicht der GKV auch kostengünstiger als die HD ist.


Kommerzielle Dialyseanbieter in Deutschland

Quelle: Antwort auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Achim Kessler, Susanne Ferschl, Matthias W. Birkwald, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE. – Drucksache 19/21909 –

 

V o r b e m e r k u n g  d e r  F r a g e s t e l l e r

In Deutschland werden Medizinische Versorgungszentren (MVZ) zunehmend von börsennotierten Unternehmen betrieben, gekauft oder über Umwege gegründet, auch im Bereich der Dialyse. Und dies, obwohl verschiedene Akteure aus Praxis, Wissenschaft und Berufsverbänden, wie auch die Bundesregierung in ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage der Fragesteller „Kapitalinteressen bei der Übernahme von Medizinischen Versorgungszentren“ (Bundestagsdrucksache 19/5386), die Gründungsbefugnis von nichtärztlichen Dialyseleistungserbringern auf fachbezogene MVZ beschränken wollen. Kommerzielle Anbieter wie Nephro-Care, B.Braun, DaVita und Diaverum drängen auf den deutschen Dialysemarkt und breiten sich in potenziell gewinnbringenden Regionen aus. Diese kaufen für hohe Summen Immobilien auf und bauen diese in Dialysezentren um. Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) geht von beinahe 50 Prozent kommerziellen Dialyseanbietern aus (https://dgfn.eu/stellungnahmen-details/stellungnahme-der-dgfn-zu-den-industriellen-dialyseanbietern.html). Nach Auffassung der Fragesteller besteht die Gefahr einer Monopolisierung im nephrologisch-ambulanten Sektor mit möglichen Nachteilen für Dialysepatienten. Die DGfN befürchtet die Verbreitung „amerikanischer Verhältnisse“ durch die steigende Anzahl von kommerziellen Dialyseanbietern und dadurch verkürzte Dialysezeiten, unzureichende Beratung und einseitige Behandlungen. Eine aktuelle Studie aus den USA zeigt den Zusammenhang zwischen der Trägerart von Dialyseeinrichtungen und der Listung von Patienten auf einer Transplantationsliste. Patienten kommerzieller Anbieter werden von den Praxen seltener zur Transplantation vorgeschlagen (https://jamanetwork.com/journals/jama/fullarticle/2749598). Kommerzielle Dialyseanbieter, wie beispielsweise Nephro-Care, erwirtschaften in den USA Rekordumsätze, und wollen nach Auffassung der Fragesteller diese Marktstrategie auch in anderen Ländern umsetzen. Die Aufkäufe von Medizinischen Versorgungszentren durch die kommerziellen Anbieter in den deutschen Dialysemarkt geschehen mit klaren Gewinnabsichten.

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Kodierleitfaden Nephrologie in der Version 2021
Der Kodierleitfaden richtet sich als Ergänzung und Interpretation der verbindlichen deutschen
Kodierrichtlinien an alle, die sich im Krankenhaus mit dem DRG-System und der Kodierung von Diagnosen und Therapien befassen.
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KRANKENBEFÖRDERUNG HINWEISE ZUR VERORDNUNG
Info KBV Die Verordnung einer Krankenbeförderung zur stationären oder ambulanten
Behandlung wirft immer wieder Fragen auf: In welchen Fällen übernehmen die
Krankenkassen die Kosten? Kann eine Verordnung auch nachträglich erfolgen?
Praxisinformation_Krankenbefoerderung.pd
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