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Letzte aktualiesierung 20.01.20201



Genaue Analyse - Immungedächtnis gegen Corona hält über acht Monate
Quelle: Pharmazeutische Zeitung, 18.01.2021
Das Immungedächtnis nach einer SARS-CoV-2-Infektion scheint doch länger anzuhalten als zuerst vermutet. Das zeigen zwei Studien, die jetzt in den Fachjournalen »Science« und »Nature« erschienen sind. Die humorale Antwort scheint sich sogar noch zu verfeinern.  Ein Forscherteam um Jennifer Dan vom La Jolla Institute for Immunology in Kalifornien untersuchte die Immunantwort von 188 Personen, die mit SARS-CoV-2 infiziert waren und verschiedene Verläufe aufwiesen, für bis zu acht Monate. Dabei nahmen die Wissenschaftler alle Komponenten der spezifischen Immunantwort in den Blick, wie sie im Fachjournal »Science« berichten. Der Körper reagiert auf einen neuen Erreger nämlich nicht nur mit der Bildung von Antikörpern, die von Plasmazellen produziert werden, sondern auch mit der Bildung von B-Gedächtniszellen sowie CD8+- und CD4+-T-Zellen. Bei den Infizierten, von denen die Mehrheit milde Symptome hatte, ein Teil aber auch hospitalisiert werden musste, nahmen die Forschenden zu unterschiedlichen Zeitpunkten nach Symptombeginn Blutproben. 43 Proben wurden sechs Monate nach Erkrankungsbeginn genommen. In den insgesamt 254 Proben der 188 Patienten analysierte das Team die Antikörpertiter und Immunzellen.


Covid-19-Schutzimpfung - Vier Corona-Impfmythen im Faktencheck
Quelle: Pharmazeutische Zeitung, 15.01.2021
»Die Covid-19-Impfung kann unfruchtbar machen oder das Erbgut verändern« – im Netz finden sich eine Reihe von  kruden Thesen zu den Impfstoffen. Durch einen Blick auf seriöse Daten und Fakten lassen sie sich aber entkräften. Viele Menschen in Deutschland sind sich unsicher, ob sie sich gegen Corona impfen lassen wollen. Gegen die Skepsis hilft nur Aufklärung. Experten fordern daher mehr gezielte und verständliche Informationen rund um die neuen Impfstoffe. Eine Reihe von wichtigen Informationsquellen sind hier zu finden. Die beiden mRNA-Vakzinen von Biontech/Pfizer oder Moderna haben bereits eine bedingte Zulassung in der EU erhalten und werden in Deutschland verimpft. Die größte Krux sind wohl Falschbehauptungen, die sich rasend schnell verbreiten. Einem Faktencheck halten sie aber nicht stand. Hier die Faktenlage zu vier häufigen Behauptungen. Und auch das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat am Donnerstag einen ausführlichen Faktencheck zu noch mehr Mythen/Fragen veröffentlicht.

Zehn Todesfälle kurz nach Impfung - Kein Kausalzusammenhang vermutet
Quelle: Pharmazeutische Zeitung, 14.01.2021
Seit Impfbeginn wurden zehn Todesfälle in zeitlichem Zusammenhang gemeldet, die nun genauer untersucht werden. Da es schwer vorerkrankte Impflinge waren, gilt ein Kausalzusammenhang als unwahrscheinlich. Der PEI-Präsident wirbt um Vertrauen: »Die Risiken sind sehr, sehr begrenzt.« Das PEI will nun wöchentlich über Verdachtsfälle von Nebenwirkungen berichten. Bei den bislang zehn gemeldeten Todesfällen kurz nach einer Corona-Schutzimpfung halten Experten des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) einen Zusammenhang mit der Immunisierung für eher unwahrscheinlich. In diesen Fällen waren schwer kranke Menschen innerhalb von vier Tagen nach der Impfung gestorben, berichtete das für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel zuständige Bundesinstitut im hessischen Langen am Donnerstag.

Neue vielversprechende Antikörper gegen SARS-CoV-2

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 12.01.2021

 

Ein internationales Forscherteam unter Federführung der Universität Bonn hat neuartige Antikörper-Fragmente gegen das SARS-Coronavirus-2 gefunden und weiterentwickelt. Diese „Nanobodies“ sind viel kleiner als klassische Antikörper. Sie dringen daher besser ins Gewebe ein und lassen sich leichter in größeren Mengen herstellen. Die Wissenschaftler am Universitätsklinikum Bonn haben die Nanobodies zudem zu potenziell besonders wirksamen Molekülen kombiniert, die gleichzeitig verschiedene Angriffspunkte des Virus attackieren. Der Ansatz könnte verhindern, dass sich der Erreger durch Mutationen dem Wirkstoff entzieht. Die Studie ist im Fachjournal Science erschienen. Antikörper sind eine wichtige Waffe des Immunsystems zur Abwehr von Infektionen. Sie heften sich an Oberflächen-Strukturen eines Bakteriums oder Virus und verhindern so seine Vermehrung. Eine Strategie im Kampf gegen Krankheiten ist es daher, in großen Mengen wirksame Antikörper herzustellen und den Erkrankten zu spritzen. Der scheidende US-Präsident Donald Trump verdankt dieser Methode möglicherweise seine schnelle Genesung. Die Antikörper, mit denen er behandelt wurde, haben allerdings eine komplexe Struktur, gelangen nicht sehr tief ins Gewebe und können möglicherweise ungewollte Komplikationen hervorrufen. Antikörper zu produzieren, ist zudem schwierig und zeitaufwändig. Für den breitflächigen Einsatz taugen sie deshalb wohl nicht.

 



 

Coronavirus-Varianten - Darauf müssen wir uns einstellen
Quelle: Pharmazeutische Zeitung 08.01.2021
Gleich zwei neue Varianten des Coronavirus SARS-CoV-2 verbreiten sich in verschiedenen Teilen der Welt derzeit stark. Mutiert der Erreger doch häufiger als gedacht? Und was bedeutet dies für die laufenden Impfungen? Im Januar hoffte man aus dem Lockdown zu kommen, jetzt wurden die Maßnahmen in Deutschland wieder verschärft. Mit ein Grund sind zwei vor Kurzem aufgetauchte Varianten des Coronavirus, die sich stark ausbreiten. Was es mit den neuen Varianten auf sich hat, berichteten Experten und eine Expertin bei einer Veranstaltung des Science Media Center Germany am Freitag. Die Variante B.1.1.7 tauchte im September in Südostengland auf, berichtete Professor Dr. Richard Neher, Leiter der Forschungsgruppe Evolution von Viren und Bakterien an der Universität Basel. Inzwischen ist sie die dominierende Form des Virus in Großbritannien. Sie hat eine Reihe von 10 bis 15 Mutationen angehäuft – »mehr als man erwarten würde«. Zwei Mutationen pro Monat wären in etwa normal, so der Virologe. Am stärksten diskutiert wird die N501Y-Mutation im Spike-Protein von SARS-CoV-2, die zu einem Aminosäuretausch von Asparagin (N) zu Tyrosin (Y) an Position 501 führt. Diese weist neben der englischen Variante (N501Y-V1) auch eine zweite Variante auf, die in Südafrika im Oktober aufgetaucht ist (N501Y-V2). Auch dort hat sich die Variante rasch gegen die anderen Virusformen durchgesetzt und dominiert nun das Infektionsgeschehen, sagte Neher. Die Varianten konnten vor allem entdeckt werden, weil diese Länder gute Surveillance-Systeme etabliert haben und in denen viele Erregergenome sequenziert werden.

Covid-19-Impfstoffe - Die zweite Generation
Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 08.01.2021
Während die erste Generation an Pandemie-Impfstoffen bereits eingesetzt wird, arbeiten Forscher an einer zweiten Generation von Vakzinen – für die Schleimhäute. Diese sollen Infektionen ganz verhindern und somit zu einer sterilen Immunität führen. Mit Tozinameran (Comirnaty®) von Biontech und Pfizer ist der erste Covid-19-Impfstoff in der EU zugelassen worden. Weitere Vakzinen werden in diesem Jahr voraussichtlich folgen. Von den Impfstoffen verspricht man sich viel: Eine ausreichende Durchimpfung der Bevölkerung soll die SARS-CoV-2-Pandemie beenden. Denn Impfstoffe schützen nicht nur den Einzelnen vor der Erkrankung, sie reduzieren auch die Verbreitung des Erregers. Alle Impfstoffkandidaten gegen das neue Coronavirus, die sich in Phase III der klinischen Entwicklung befinden und damit kurz vor der Zulassung stehen oder diese bereits erhalten haben, werden in den Muskel gespritzt. Die intramuskuläre Applikation ruft eine systemische Immunantwort hervor. Diese Impfstoffe können nach bisherigen Daten Covid-19-Erkrankungen effektiv verhindern, aber nicht vollständig eine Infektion vermeiden. Sie bieten also keinen »sterilen Schutz«. Bis zu einem gewissen Maß könnten Geimpfte das Virus doch noch übertragen.

Biontech/Pfizer - Impfstoff offenbar wirksam gegen neue Variante
Quelle: Pharmazeutische Zeitung, 08.01.2021
Der Covid-19-Impfstoff Comirnaty® (Tozinameran, BNT162b2) schützt offenbar auch vor den neuen, ansteckenderen Varianten von SARS-CoV-2 aus England und Südafrika. Das zeigen erste Labordaten von Hersteller Pfizer. Die neue Variante VOC 202012/01 des Coronavirus bereitet derzeit große Sorgen, weil sie deutlich ansteckender ist als die ursprüngliche Form. Das liegt vor allem an der Mutation N501Y in der Rezeptorbindestelle des Spike-Proteins von SARS-CoV-2. Sie bewirkt, dass das Virus besser an den ACE2-Rezeptor auf Zielzellen andocken kann. Entdeckt wurde die Variante zunächst in England. Mittlerweile ist sie jedoch auch in mehreren anderen Ländern, darunter Deutschland, aufgetaucht und scheint sich rasch zu verbreiten. Eine ungefähr gleichzeitig erstmals in Südafrika nachgewiesene Variante trägt ebenfalls die Mutation N501Y. Vor diesem Hintergrund ist es eine extrem wichtige Frage, ob die bereits verfügbaren (und künftige) Impfstoffe auch vor diesen Varianten schützen. Biontech-Chef Ugur Sahin äußerte sich diesbezüglich bereits kurz nach der Entdeckung der Mutation optimistisch. Tatsächlich belegt war die Wirksamkeit jedoch bislang noch nicht. Dies haben Mitarbeiter von Pfizer und der University of Texas Medical Branch jetzt getan.

Expertin zur Covid-19-Impfung - Abweichen vom Impfschema könnte Mutationen begünstigen
Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 07.01.2021
Auf die zweite Impfdosis zu verzichten, könne gefährlich werden, erklärte eine Virologin gegenüber dem »Heute Journal«. Durch eine große Zahl an Teilimmunisierten würde der Selektionsdruck auf das Coronavirus verstärkt, wodurch weitere Mutationen entstehen könnten. Sie sieht auch die Schutzwirkung der Impfstoffe in Gefahr. »Mit der im Dezember in Südostengland entdeckten neuen Variante B.1.1.7, befinden wir uns in einer Art Wettlauf«, machte Professor Dr. Isabella Eckerle, Leiterin des Zentrums für neu auftretende Viruserkrankungen an den Universitätskliniken in Genf, am Mittwochabend gegenüber dem »Heute Journal« deutlich. Die sich in Großbritannien stark ausbreitende Variante sei Besorgnis erregend. Sie verursache zwar nach bisherigem Kenntnisstand keine schwereren Erkrankungen, unterlaufe auch nicht die PCR-Testung oder mache die zugelassenen Impfstoffe unwirksam, aber sie verbreite sich deutlich effektiver als bisherige Varianten. Aktuelle Studien gehen davon aus, dass die Variante um 56 Prozent ansteckender ist als bisherige Formen. Dies erschwere die Eindämmung des Infektionsgeschehens mit den bestehenden Maßnahmen deutlich.

Nebenwirkungen - Bislang 21 Anaphylaxien nach der Corona-Impfung in den USA
Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 07.01.2021
Nach aktuellen Zahlen der CDC tritt eine anaphylaktische Reaktion in Zusammenhang mit der Covid-19-Impfung Comirnaty® nur äußerst selten auf: Bisher waren es in den USA 21 Fälle. Das entspricht einer Rate von 11,1 Anaphylaxien pro einer Million verimpfter Dosen.  Eine Anaphylaxie ist eine schwere, potenziell lebensbedrohliche allergische Reaktion. Gleich zu Beginn der Impfkampagne mit Biontech/Pfizers Impfstoff Comirnaty® in Großbritannientraten zwei Fälle auf, die viel mediale Aufmerksamkeit erhielten und Ängste auslösten. Menschen mit Allergien fragen sich, ob die Impfung für sie sicher ist. Vermutlicher Auslöser könnte ein Hilfsstoff der Impfung sein: Polyethylenglykol (PEG). Auf Basis der vorläufigen Daten kann man sagen: Ja, ist sie. Am Mittwoch veröffentlichte die US-Gesundheitsbehörde CDCeinen ersten Zwischenbericht aus der Praxis, also außerhalb der klinischen Studien. Ausgewertet wurde der Zeitraum 14 bis 23. Dezember. In dieser Zeit wurden 1.893.360 Dosen von Comirnaty® als erste Dosis des Impfschemas verimpft. Dazu gab es 4393 Berichte über Nebenwirkungen (0,2 Prozent). Davon wurden 175 Fälle näher begutachtet, weil der Verdacht auf eine schwere allergische Reaktion bestand. 21 Fälle entsprachen den Kriterien für eine Anaphylaxie. Das entspricht einer Rate von 11,1 Fällen pro einer Million Impfdosen. Zudem gibt es noch sieben Verdachtsfälle, die noch nicht geklärt werden konnte.