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Letzte aktualiesierung 28.05.2020




Forscher züchten kleine Lungen für die Sars-Cov-2-Forschung

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 28.05.2020

 

Um die Details der Infektion mit dem neuartigen Coronavirus Sars-Cov-2 unter möglichst natürlichen Bedingungen erforschen zu können, lässt ein Forschungsteam der Ruhr-Universität Bochum (RUB) menschliche Lungen-Organoide aus Stammzellen wachsen. Diese Technik ermöglicht es auch, Tests mit verschiedenen Wirkstoffen im Hochdurchsatzverfahren durchzuführen. Das Projekt „Analyse von Sars-Cov-2 infizierten humanen Lungen-Organoiden“, kurz Organsars, unter Leitung von Privatdozent Dr. Thorsten Müller und Prof. Dr. Stefanie Pfänder, wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ab 1. Juni 2020 für anderthalb Jahre gefördert. Komplexe Interaktionen verschiedener Zelltypen untersuchen. Organoide wachsen aus induzierten pluripotenten Stammzellen ähnlich einem Embryo heran. Sie haben gegenüber bisher genutzten Tiermodellen und Zellkulturen, die auf menschlichem Lungengewebe aus Biopsien basieren, mehrere Vorteile: Sie leiten sich von menschlichen Zellen ab, lassen sich in großen Mengen herstellen und haben alle denselben genetischen Hintergrund. „Unterschiede aufgrund verschiedener Spender fallen daher weg“, erläutert Thorsten Müller, Leiter der Arbeitsgruppe Cell Signalling in der Abteilung für Molekulare Biochemie der RUB und Gruppenleiter am Institut für Psychiatrische Phänomik und Genomik der Universitätsklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München. Somit sind die Organoide ein verlässliches 3D-Modell, das es auch ermöglicht, komplexe Interaktionen zwischen verschiedenen Zelltypen des Lungengewebes zu untersuchen. „Im Projekt ist es unser Ziel, dieses Modell in Richtung eines Hochdurchsatzverfahrens mit geringer Variabilität weiterzuentwickeln, um Sars-Cov-2-Infektionen zu untersuchen“, so Müller. Das Team interessiert sich dabei sowohl für die Vermehrung der Viren als auch für die Entstehung der Erkrankung Covid-19, die Entzündungsmechanismen und die Ausschüttung von Immunbotenstoffen im Lungengewebe.

 


Remdesivir-Studie - Fünf-Tage-Therapie und Zehn-Tage-Therapie ebenbürtig

Quelle: Pharmazeutische Zeitung, 28.05.2020

Am Mittwoch veröffentlichte Gilead erste Daten der SIMPLE-Studie zum Therapieregime seines Covid-19-Wirkstoffs Remdesivir im »New England Journal of Medicine«. Dabei scheint es keinen Unterschied zu machen, ob das Mittel über fünf oder zehn Tage gegeben wird.  Remdesivir gilt immer noch als experimentelles Medikament. Während Hersteller Gilead in den USA und Japan bereits Notzulassungen bekommen hat, zögert die Europäische Arzneimittelagentur aktuellen Medienberichten zufolge noch mit der Zulassung. Der RNA-Polymerase-Inhibitor wird derzeit in verschiedenen Studien mit Covid-19-Patienten untersucht. Am ersten Behandlungstag erhalten die Patienten eine Loading Dose von 200 mg Remdesivir per Infusion, dann folgen je nach Studienprotokoll vier Tage oder bis zu neun Tage mit jeweils 100 mg. Jetzt hat Gilead Studienergebnisse veröffentlicht, die die Therapiedauer vergleichen. 200 Probanden wurden über fünf Tage behandelt, weitere 197 erhielten das Medikament für bis zu zehn Tage, insgesamt. Dabei hatten die Patienten, die der längeren Therapiedauer zugewiesen wurden, vor Therapiebeginn schwerere Symptome als die Probanden der 5-Tage-Dosierung. Primärer Endpunkt war eine Verbesserung der Symptome um zwei Punkte oder mehr auf einer Sieben-Punkte-Skala. Dabei entsprachen sieben Punkte »nicht hospitalisiert« und ein Punkt »tot«. Dazwischen liegen die verschiedenen Stadien der benötigten supportiven Maßnahmen, insbesondere die Form der Beatmung.



Studie im Rhein-Main-Gebiet zeigt geringe Durchseuchung mit SARS-CoV-2

Quelle: Deutsches Ärzteblatt, 26.05.2020

Die Zahl unerkannter Infektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 ist im Rhein-Main-Gebiet offenbar relativ gering. Das legt eine neue Studie nahe, die heute in Wiesbaden vorgestellt wurde (MedRxiv, 2020. DOI: 10.1101/2020.05.20.20107730). Demnach wurden von 1.000 Studienteilnehmern 6 positiv getestet, 4 davon wussten nichts von ihrer Infektion. „Unsere Ergebnisse sprechen für eine geringere Infektionsrate in der Bevölkerung im Rhein-Main-Gebiet als in anderen Regionen Deutschlands“, sagte Sandra Ciesek, Direktorin der Medizinischen Virologie des Universitätsklinikums in Frankfurt. Die Studie, die zusammen mit dem Institut für Virologie der Philipps-Universität Marburg erstellt wurde, ist nicht repräsentativ. Untersucht worden waren Mitte April 1.000 Mitarbeiter von Infraserv, dem Standortbetreiber des Industriepark Höchst in Frankfurt. Kinder und Senioren waren nicht beteiligt, 80 % der Teilnehmer waren Männer. Zusätzlich zu PCR-Untersuchungen zur Detektion akuter Infektionen fanden Antikörper­tests statt. Bei einem der Teilnehmer wurde eine akute Infektion festgestellt, er habe keine Symptome gezeigt und nichts von der Infektion gewusst, berichtete Ciesek. Bei 5 Personen wurden Antikörper als Zeichen einer überstandenen Infektion gefunden. 2 der positiv auf Antikörper-positiven Teilnehmer wussten von einer durchgemachten Infektion, bei 3 war dagegen keine Infektion bekannt.


Neuer Wirkmechanismus - Covid-19-Medikament ABX464 wird in Deutschland getestet

Quelle: Pharmazeutische Zeitung, 26.05.2020

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn hat den Wirkstoff ABX464 zur klinischen Prüfung mit Covid-19-Patienten zugelassen. Das bestätigte am Montag ein Behördensprecher. Das mögliche Medikament wird von dem französischen Biotechunternehmen Abivax SA erprobt. Die französische Arzneimittelbehörde ANSM hat die Studie bereits bewilligt. Nach Abivax-Angaben geht es um eine placebokontrollierte Studie zur frühzeitigen Behandlung von 1.034 älteren Covid-19-Patienten oder Hochrisikopatienten. Davon sollten 200 in Deutschland rekrutiert werden, teilte das BfArM mit. Das BfArM hat derzeit nach eigenen Angaben 22 klinische Prüfungen im Kontext von Covid-19 genehmigt. Die Studie mit dem Kürzel miR-AGE soll evaluieren, ob ABX464 die Vervielfältigung des Virus bei diesen Patienten unterbinden kann. Vor allem geht es darum zu schauen, ob der Wirkstoff die oft beobachte Überreaktion des Immunsystems verhindern kann, die dann zu gefährlicher Atemnot führt. Für die Studie benötige man deshalb Patienten, denen es noch relativ gut gehe, da man andernfalls diesen Nachweis nicht erbringen könne, sagte der deutsche Studienleiter Privatdozent Dr. Christoph Boesecke von der Uniklinik Bonn der Deutschen Presse-Agentur. Jeder Patient wird etwa vier Wochen behandelt und nimmt in dieser Zeit eine Tablette am Tag ein. Obwohl die Prüfverfahren bei Covid-19 derzeit schneller durchgewunken würden, werde es wohl bis nächstes Jahr dauern, ehe die Ergebnisse vorlägen, sagte Boesecke.

 


Chloroquin/Hydro­xychloroquin mit Herzrhythmus­störungen und erhöhter Mortalität verbunden

Quelle: Deutsches Ärzteblatt, 25.05.2020

Die Malariamittel Chloroquin und Hydroxychloroquin, die aufgrund von Labor­experimenten und eher anekdotischen klinischen Erfahrungen vielerorts zur Behandlung von Patienten mit COVID-19 eingesetzt werden, haben sich in einer großen internationalen Beobachtungsstudie nicht nur als unwirksam erwiesen. Nach den im Lancet (2020; DOI: 10.1016/S0140-6736(20)31180-6) publizierten Ergebnissen muss auch mit einem Anstieg von kardialen Arrhythmien und Todesfällen gerechnet werden. Die Auswertung des internationalen Patientenregisters Surgisphere, die Mandeep Mehra vom Brigham and Women's Hospital in Boston und Mitarbeiter vorstellen, zeigt, wie beliebt Chloroquin und Hydroxychloroquin derzeit sind.Von den 96.032 COVID-19-Patienten, die an 671 Kliniken behandelt wurden, waren 14.888 Patienten, also fast jeder sechste, mit Chloroquin/Hydroxychloroquin behandelt worden, die meisten davon in Kombination mit Azithromycin oder einem anderen Makrolid-Antibiotikum. Der Grund sind vor allem die Anfang April von französischen Tropenmedizinern vorge­stellten Ergebnisse einer kleineren Studie, in der sich COVID-19-Patienten unter der Behandlung mit Hydroxychloroquin rasch erholt hatten, vor allem wenn das Malariamittel in Kombination mit dem Antibiotikum Azithromycin eingesetzt wurde.


COVID-19: Remdesivir wirkt am besten bei Patienten mit Sauerstoffbedarf

Quelle: DEutsches Ärzteblatt, 25.05.2020

Das Virustatikum Remdesivir, das in Europa kurz vor der Zulassung steht, erzielt offenbar die besten Ergebnisse bei Patienten, die bereits Sauerstoff benötigen, aber noch nicht invasiv beatmet werden müssen. Dies kam in einer randomisierten Studie des US-National Institute of Allergy and Infectious Diseases (unter anderem mit deutscher Beteiligung) heraus, deren vorläufige Ergebnisse jetzt im New England Journal of Medicine (2020; 10.1056/NEJMoa2007764) veröffentlicht wurden. Das Aenosin-Analogon Remdesivir, das von der viralen RNA-Polymerase als „falscher“ Baustein akzeptiert wird und dadurch bei der Replikation einen vorzeitigen Kettenab­bruch provoziert, ist derzeit das vielversprechendste Medikament zur Behandlung einer Infektion mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2. Da Remdesivir sich bereits in einer klinischen Studie zur Behandlung des Ebola-Fiebers als sicher erwiesen hat, konnte rasch mit klinischen Studien begonnen werden. Neben einer Studie aus China beruhten die Erwartungen vor allem auf dem Ausgang der ACTT-Studie („Adaptive COVID-19 Treatment Trial“), die das US-National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) bereits am 21. Februar begonnen hatte.


Corona lässt sich nicht immer mit Abstrich nachweisen

Quelle: Deutsches Ärzteblatt, 25.05.2020

Eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 lässt sich Wissenschaftlern zufolge nicht immer über einen Abstrich aus dem Mund-, Nasen- oder Rachenraum nachweisen. Diese gängige Form des Testens könne selbst bei einer Coronainfektion negativ ausfallen, berichten Mediziner des Universitätsklinikums Freiburg in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift (DMW). Dies zeige ein Infizierter aus Freiburg, bei dem 3 Rachenabstriche negativ ausgefallen seien. Die Experten empfehlen daher die Analyse weiterer Proben aus dem Stuhl oder aus tiefem Atemwegssekret, wenn der übliche Abstrich trotz begründetem Verdacht wiederholt negativ ausfalle. In dem Fall geht es den Angaben zufolge um einen 46 Jahre alten Patienten, der mit Husten und Fieber an die Freiburger Uniklinik kam. Die Symptome bestanden zu diesem Zeitpunkt bereits eine Woche lang. Nach den 3 negativ ausgefallenen Rachenabstrichen wiesen die Mediziner die Virusgene schließlich in ausgehusteten Atemwegssekreten nach, dem sogenannten Sputum. Zu diesem Zeitpunkt war der Patient bereits ohne Beschwerden.



COVID-19 in Augsburg: Obduktionen zeigen schwere Lungenschädigungen

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 22.05.2020

 

Eine Studie des Augsburger Universitätsklinikums, die vor kurzem in der renommierten Fachzeitschrift Journal of the American Medical Association (JAMA) erschienen ist, zeigt, dass das Lungengewebe von verstorbenen COVID-19 Patienten irreversibel geschädigt ist. Ursache der Schädigungen war das Virus, dessen Erbgut noch in den Atemwegen nachgewiesen werden konnte. Lungenschädigungen durch die maschinelle Beatmung konnten als Ursache weitgehend ausgeschlossen werden, da mehr als die Hälfte der Patienten nicht künstlich beatmet wurde. Die massiv beeinträchtigte Sauerstoffaufnahme der Lungen führte schließlich zum Tod der Erkrankten.

Obduktionen zeigen: Massive Lungenschäden als Todesursache. Die Infektion mit dem SARS-CoV-2 Virus verläuft in der Mehrzahl der Fälle als wenig komplikationsträchtige Erkrankung der oberen Atemwege, insbesondere des Rachens. Einige der Patienten entwickeln jedoch eine Lungenentzündung, die in einem geringen Anteil der Fälle so schwer verläuft, dass eine künstliche Beatmung erforderlich wird. Trotz aller intensivmedizinischer Maßnahmen versterben Patienten an dieser Erkrankung.  Ein interdisziplinäres Ärzteteam um die Augsburger Pathologin Dr. Tina Schaller führte seit dem 4. April diesen Jahres 19 Obduktionen an verstorbenen Patienten mit COVID-19 durch. Dank einer sorgfältigen Aufklärung der Angehörigen konnte in Augsburg eine Obduktionsrate von annähernd 90% der Todesfälle erreicht werden, was den Ärzten eine unverfälschte Beurteilung ermöglichte. Die Ergebnisse der ersten zehn Obduktionen wurden mittlerweile in der renommierten Fachzeitschrift Journal of the American Medical Association (JAMA) publiziert. „Bei den Untersuchungen konnten wir das Erbgut des Virus noch im Atemwegssystem der Verstorbenen nachweisen,“ erklärt Dr. Schaller, leitende Oberärztin und Erstautorin der Studie. Im Lungengewebe selbst zeigte sich durchweg eine ungewöhnlich schwere, teils mutmaßlich irreversible Schädigung. Das Ärzteteam sieht diese Veränderung als Todesursache an, da hierdurch die Sauerstoffaufnahme durch die Lungen zur Versorgung der Organe massiv beeinträchtigt ist.

 


Medizin - SARS-CoV-2: Jeder 5. Stockholmer hat Antikörper

Quelle: Deutsches Ärzteblatt, 22.05.2020

Mehr als jeder 5. Bewohner der schwedischen Hauptstadt Stockholm hat Antikörper gegen das Coronavirus gebildet. Das ist das Zwischenergebnis einer noch laufenden Studie der staatlichen Gesundheitsbehörde, welche die Erkenntnisse vorgestern veröffentlichte. Demnach zeigte sich in der am schlimmsten von der Pandemie betroffenen schwedischen Stadt, dass 7,3 % der Ende April mehr als 1.000 zufällig Getesteten über Antikörper verfügte. Bei der Hochrechnung des Bevölkerungsanteils mit Antikörpern wurde berücksichtigt, dass die Tests bereits einige Woche zurückliegen und dass es einige Wochen dauert, bis der Körper Antikörper gegen den Erreger entwickelt. Er gehe davon aus, dass „ein bisschen über 20 %“ der Bewohner Stockholms sich mit dem neuartigen Erreger infiziert hätten, sagte Chef-Virologe Anders Tegnell bei einer Pressekonferenz. Mehr als ein Drittel der in Schweden bestätigten Fällen betreffen die Hauptstadt.


Dem Coronavirus auf der Spur - Potsdamer Immunologen entwickeln Antikörper gegen SARS-CoV-2

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 20.05.2020

 

Am Forschungsstandort Potsdam Science Park in Golm arbeiten derzeit die Wissenschaftler Frank Sellrie und Jörg Schenk von der Arbeitsgruppe Immuntechnologie der UP Transfer GmbH an der Universität Potsdam an einem Projekt zur Generierung monoklonaler Antikörper gegen das Coronavirus SARS-CoV-2. Am Forschungsstandort Potsdam Science Park in Golm arbeiten derzeit die Wissenschaftler Frank Sellrie und Jörg Schenk von der Arbeitsgruppe Immuntechnologie der UP Transfer GmbH an der Universität Potsdam an einem Projekt zur Generierung monoklonaler Antikörper gegen das Coronavirus SARS-CoV-2. Dieses Forschungsprojekt wird seit Mai 2020 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Förderaufrufs zur Erforschung von COVID-19 gefördert.  Die beiden Wissenschaftler sind keine Unbekannten auf dem Gebiet der Antikörperforschung. In einem aktuell laufenden Projekt beschäftigen Sie sich mit Untersuchungen zur Entwicklung von Mers-CoV Antikörpern, einem 2012 erstmals identifizierten Virus aus der Familie der Coronaviren. Daher war es naheliegend, dass sie sich mit ihren Erfahrungen sofort der aktuellen Corona-Pandemie zuwenden. Sellrie und Schenk kooperieren eng mit dem Institut für Virologie der Charité - Universitätsmedizin Berlin und der Fassisi GmbH in Göttingen – einer Firma für innovative Schnelltestdiagnostik. Inhaltlich und räumlich werden die Wissenschaftler dabei vom Golmer Institut für Bioanalytik und Bioprozesse des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie IZI-BB unterstützt.

 


Klinische Studie - Erste Ergebnisse zu mRNA-Impfstoff von Moderna

Quelle: Pharmazeutische Zeitung, 20.05.2020

Vom ersten gegen das Pandemievirus SARS-CoV-2 gerichteten Impfstoffkandidaten liegen nun Daten aus eine Phase-I-Studie vor. Die Vakzine mRNA-1273 ist dem Hersteller Moderna zufolge sicher und immunogen. Das US-Unternehmen Moderna mit Sitz in Cambridge, Massachusetts, hatte früh eine klinische Studie mit einem Covid-19-Impfstoff gestartet. Am 16. März 2020 wurde bereits der erste Proband mit dem Kandidaten mRNA-1273 geimpft. Nun kann das Biotechnologie-Unternehmen auch als erstes klinische Daten präsentieren. Wie Moderna in einer Pressemeldung mitteilt, war die mRNA-Vakzine sicher und gut verträglich. Insgesamt 45 Probanden im Alter von 18 bis 55 Jahren erhielten jeweils zwei Dosen des Impfstoffs in einer Dosierung von 25 µg, 100 µg oder 250 µg. Da mit den niedrigeren Dosierungen begonnen wurde, liegen Immunogenitätsdaten für zwei Gaben der beiden niedrigeren Dosierungen und eine Gabe der höchsten Dosis vor. Dabei sei ein dosisabhängiger Anstieg der Immunogenität zu beobachten gewesen, teilt das Unternehmen mit. Alle Probanden in allen Dosierungen zeigten eine Serokonversion (Einsatz der Antikörperbildung) bis zum Tag 15. Zwei Wochen nach der zweiten Gabe des Impfstoffs zeigten die Probanden in der 25 µg-Gruppe (n = 15)  eine Konzentration bindender Antikörper, wie sie bei Covid-19-Genesenen zu finden sind. In der 100 µg-Gruppe (n = 10) überschritten sie diese sogar. Von vier Probanden aus den beiden Gruppen mit den niedrigeren Dosen wurde auch die Neutralisationskapazität in speziellen Tests geprüft. Bei allen acht Probanden wurden neutralisierende Antikörper gefunden. Die Level lagen dabei höher als der durchschnittlich im Plasma von Genesenen gefundene. Die Titer entsprachen denen, die in einem Mausmodell die Replikation des Virus in der Lunge verhindern konnten. 

 


Medizin - Kaum Daten zur Therapie von COVID-19-Patienten mit Blutplasma von genesenen Patienten

Quelle: Deutsches Ärzteblatt, 20.05.2020

Vom ersten gegen das Pandemievirus SARS-CoV-2 gerichteten Impfstoffkandidaten liegen nun Daten aus eine Phase-I-Studie vor. Die Vakzine mRNA-1273 ist dem Hersteller Moderna zufolge sicher und immunogen. Das US-Unternehmen Moderna mit Sitz in Cambridge, Massachusetts, hatte früh eine klinische Studie mit einem Covid-19-Impfstoff gestartet. Am 16. März 2020 wurde bereits der erste Proband mit dem Kandidaten mRNA-1273 geimpft. Nun kann das Biotechnologie-Unternehmen auch als erstes klinische Daten präsentieren. Wie Moderna in einer Pressemeldung mitteilt, war die mRNA-Vakzine sicher und gut verträglich. Insgesamt 45 Probanden im Alter von 18 bis 55 Jahren erhielten jeweils zwei Dosen des Impfstoffs in einer Dosierung von 25 µg, 100 µg oder 250 µg. Da mit den niedrigeren Dosierungen begonnen wurde, liegen Immunogenitätsdaten für zwei Gaben der beiden niedrigeren Dosierungen und eine Gabe der höchsten Dosis vor. Dabei sei ein dosisabhängiger Anstieg der Immunogenität zu beobachten gewesen, teilt das Unternehmen mit. Alle Probanden in allen Dosierungen zeigten eine Serokonversion (Einsatz der Antikörperbildung) bis zum Tag 15. Zwei Wochen nach der zweiten Gabe des Impfstoffs zeigten die Probanden in der 25 µg-Gruppe (n = 15)  eine Konzentration bindender Antikörper, wie sie bei Covid-19-Genesenen zu finden sind. In der 100 µg-Gruppe (n = 10) überschritten sie diese sogar.

 


Spezifische Immunität - Das Immunsystem reagiert robust auf SARS-CoV-2

Quelle: Pharmazeutsiche Zeitung, 20.05.2020

Trotz einer bisher kaum gekannten Forschungsaktivität im Zusammenhang mit dem neuen SARS-CoV-2-Erreger und der von ihm ausgelösten Krankheit Covid-19 sind nach wie vor die Informationen zur Immunität gegenüber SARS-CoV-2 äußerst lückenhaft. Informationen zur spezifischen Immunität liefert nun eine im Journal »Cell« erschienene Studie.  Um einen Impfstoff gegen SARS-CoV-2 zu entwickeln, sollten möglichst umfangreiche Informationen darüber vorliegen, ob das Immunsystem prinzipiell eine substanzielle und dauerhafte Antwort auf die Infektion etablieren kann. Hilfreich wäre es zudem zu wissen, ob die Exposition gegenüber anderen zirkulierenden Coronaviren irgendeine Art von schützender Immunität (Hintergrundimmunität) bieten könnte, wie dies tatsächlich einige Arbeiten aus der letzten Zeit nahelegen. Eine Publikation von Dr. Alba Grifoni, Professor Dr. Alessandro Sette und Kollegen, die am Center for Infectious Disease and Vaccine Research des Instituts für Immunologie in La Jolla, Kalifornien, forschen, leistet nun einen relevanten Beitrag, einige der Wissenslücken zu schließen. Ihre Arbeit zu T-Zell- und Antikörper-Immunreaktionen bei »typischen« Covid-19-Krankheitsverläufen ist im Fachjournal »Cell«  in Form einer Vorveröffentlichung (Journal Pre-proof) erschienen. »Wir haben uns bewusst dafür entschieden, Menschen zu untersuchen, die einen normalen Krankheitsverlauf hatten und keinen Krankenhausaufenthalt benötigten, um einen soliden Anhaltspunkt dafür zu erhalten, wie eine normale Immunantwort aussieht, da das Virus bei manchen Menschen sehr ungewöhnliche Effekte induzieren kann«, sagte Sette in einem Artikel des wissenschaftlichen Nachrichtendienstes »Genetic Engeneering & Biotechnology News«. 

 


Medizin - Modellrechnung: Wind trägt ausgehustete Coronaviren weiter als gedacht

Quelle: Deutsches Ärzteblatt, 20.05.2020

Die Windgeschwindigkeit hat im Freien einen deutlichen Einfluss auf die Entfernung, die mit dem Husten ausgestoßene Tröpfchen zurücklegen, bevor sie zu Boden sinken. Nach den in Physics of Fluids (2020; 32: 053310) vorgestellten Computer­berechnungen könnte die 2-Meter-Abstandsregel bereits bei einer leichten Brise nicht ausreichen, um eine Exposition zu verhindern. Die Fluiddynamik, ein Teilgebiet der Strömungslehre, erforscht die Gesetzmäßigkeiten von Teilchen in der Luft. Die Forscher beschäftigen sich normalerweise mit aerodyna­mischen Effekten, die beispielsweise beim Starten und Landen von Flugzeugen entstehen. Die Forscher haben beispielsweise herausgefunden, warum „Wirbelschleppen“ nachfolgende Flugzeuge zum Absturz bringen können. Es gibt aber auch Fluiddynamiker, die sich mit der Flugbahn von Tröpfchen beschäftigen, die beim Hustenreiz an die Umwelt abgegeben werden. Dabei wurden bestimmte Gesetzmäßigkeiten erforscht, die Talib Dbouk und Dimitris Drikakis von der Universität von Nikosia/Zypern jetzt am Rechner angewendet haben, um das Gefährdungspotenzial von Menschen zu berechnen, die bei Husten SARS-CoV-2 ausstoßen.

 



»Corona-Monitoring lokal« - Robert-Koch-Institut startet Studie

Quelle: Pharmazeutische Zeitung, 19.05.2020

Mit der Studie »Corona-Monitoring lokal« will das Robert-Koch-Institut die Verbreitung des SARS-CoV-2 in der Bevölkerung untersuchen. Sie findet in vier besonders betroffenen Städten oder Gemeinden in Deutschland statt. Insgesamt sollen 8000 Erwachsene daran teilnehmen. In einer kleinen Gemeinde in Baden-Württemberg startet eine größere Untersuchung des Robert-Koch-Instituts (RKI) zum Coronavirus. In Kupferzell (Hohenlohekreis) sollen ab Mittwoch 2000 Menschen befragt und auch getestet werden. Insgesamt sollen in den kommenden Monaten 8000 Menschen in vier besonders von der Corona-Pandemie betroffenen Orten an der Studie »Corona-Monitoring lokal« teilnehmen, wie RKI-Forscher am Dienstag mitteilten. Im Studienprogramm vorgesehen sind ein Rachenabstrich, eine Blutentnahme und eine Befragung unter anderem zu klinischen Symptomen, Vorerkrankungen und dem Gesundheitsverhalten. Die Forscher wollen herausfinden, wie viele Menschen bereits mit dem Virus in Kontakt waren und Antikörper gebildet haben. Außerdem erhoffen sie sich Erkenntnisse über den Anteil der Infektionen ohne Symptome, welche Menschen häufiger betroffen sind und wie oft eine Erkrankung so schwer verläuft, dass Betroffene ins Krankenhaus müssen. Ziel ist laut RKI auch, Faktoren zu ermitteln, die eine Ausbreitung vorantreiben oder hemmen.

 


Medizin - SARS-CoV-2: Erster Impfstoff erzeugt neutralisierende Antikörper in Phase-1-Studie

Quelle: Deutsches Ärzteblatt, 19.05.2020

Der Impfstoff mRNA-1273, der nach der Entdeckung und Sequenzierung des neuen Coronavirus SARS-CoV-2 innerhalb weniger Wochen entwickelt und hergestellt wurde, hat in einer laufenden Phase-1-Studie offenbar eine gute Schutzwirkung erzielt. Laut einer Pressemitteilung des Herstellers wurden bereits bei den ersten Probanden Antikörper erzeugt, die in einem Labortest eine neutralisierende Wirkung erzielten. Auch die tierexperimentellen Studien liefern vielversprechende Ergebnisse. mRNA-1273 gehört zu einer neuen Art von Impfstoffen, die als RNA-Vakzine bezeichnet werden. Sie enthalten die Boten-RNA (mRNA) eines Gens, die in Nanopartikel verpackt wird. Nach der intramuskulären Impfung wird die mRNA von Muskelzellen aufge­nommen. Die Zellen werden zu Produzenten eines Proteins, das vom Immunsystem als fremd erkannt wird, was die Bildung von protektiven Antikörpern zur Folge hat.  mRNA-1273 enthält die Erbinformation für einen Bestandteil des Spike-Proteins von SARS-CoV-2. Die bei der Impfung erzeugten Antikörper sollen das Virus neutralisieren und eine Infektion der Körperzellen verhindern. mRNA-1273 wurde von der Firma Moderna aus Cambridge/Massachusetts, die sich auf mRNA-Wirkstoffe spezialisiert hat, in einem Rekordtempo entwickelt.


SARS-CoV-2 geht an die Nieren – welche therapeutischen Konsequenzen sind zu ziehen?

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 18.05.2020

 

Eine aktuelle Studie zeigt: Das neuartige Coronavirus geht im wahrsten Sinne des Wortes an die Nieren. Viele Patienten weisen bereits zu Beginn einer COVID-19-Erkrankung Urinauffälligkeiten auf, bei schweren Verläufen entwickelt sich oft ein ein akutes Nierenversagen. Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) plädiert für eine interdisziplinäre Betreuung und nephrologische Nachsorge von COVID-19-Patienten mit Nierensymptomen. Ende der letzten Woche publizierten Professor Dr. Tobias Huber und Kollegen die Ergebnisse der in Hamburg am UKE durchgeführten Obduktionsstudie [1]. Insgesamt wurden Proben aus verschiedenen Organgeweben von 27 obduzierten, an COVID-19 erkrankten Patientinnen und Patienten im Hinblick auf die Viruslast analysiert. Wie sich zeigte, befällt das neuartige Virus zwar am stärksten die Lungen, aber auch andere Organe, und zwar in einem besonderen Maße die Nieren, sind betroffen. Anhand der Proben von sieben Patienten wurde darüber hinaus untersucht, welche Nierenkompartimente besonders in Mitleidenschaft gezogen werden, und es zeigte sich, dass die Nierenkanälchen (Tubuli) und besonders auch Zellen der Nierenkörperchen (Glomeruli) eine hohe Viruslast aufwiesen. „Das deckt sich gut mit unseren klinischen Beobachtungen. Die Glomeruli übernehmen die Filterfunktion der Nieren und die Tubuli die Rückresorption. Es zeigt sich schon früh im Verlauf einer Covid-19-Erkrankung, dass viele Patienten Auffälligkeiten im Urin haben, insbesondere eine Albuminurie,“ erklärt Studienleiter Professor Huber.

 


Wissenschaftler*innen der TU Berlin analysieren, wie sich SARS-CoV-2 in der Raumluft ausbreitet

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 18.05.2020

Wie breitet sich das SARS-CoV-2-Virus in der Raumluft aus? Wie genau das Corona-Virus verbreitet wird – ob vor allem über eine Tröpfcheninfektion oder doch eher über Aerosole in der Atemluft ist noch nicht abschließend geklärt. Wenn ein*e Corona-Patient*in hustet, spricht oder niest, wird ein Strahl an unterschiedlich großen Tröpfchen und Aerosolen erzeugt, der in die Raumluft eindringt und sich dort ausbreitet. Alle diese unterschiedlich großen Tröpfchen und Aerosole enthalten potenziell Viren. Wie diese Partikel sich verhalten, ob und wann sie zu Boden sinken, wie weit sie sich verteilen, in der Luft stehen bleiben oder wo sie sedimentieren, ist ein Forschungsthema von Prof. Dr. Martin Kriegel, Leiter des Hermann-Rietschel-Instituts an der TU Berlin. „Wir untersuchen in verschiedenen Projekten die Verweilzeit von Erregern in der Luft unter den verschiedensten Bedingungen“, so Martin Kriegel. Für diese Experimente stehen seinem Team „Contamination Control“ zwei Forschungsreinräume, mehrere Raumluftströmungslabore sowie ein Forschungsoperationsaal zur Verfügung. Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie untersuchen die Wissenschaftler*innen, inwiefern die Ausbreitung des Virus von der Zusammensetzung und Größenverteilung der Partikel innerhalb der ausgeatmeten Luft (Aerosol) abhängt. Bei einem Aerosol handelt es sich um kleinste, flüssige oder feste Partikel (das können zum Beispiel Viren sein, einzeln oder im Verbund mit Speichelflüssigkeit oder auch Ruß, Feinstaub etc.) in einem Gas, üblicherweise Luft. Die Partikelgröße reicht dabei von wenigen Nanometern – also einem Millionstel Millimeter – bis mehreren Mikrometern. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar hat eine Dicke von etwa 100 Mikrometern.


Impfen durch Inhalieren - Neuer alter Pockenimpfstoff gegen Coronavirus

Quelle: Pharmazeutische Zeitung, 18.05.2020

Auf der Suche nach einem Impfstoff gegen SARS-CoV-2 setzen einige Wissenschaftler auch auf alte Bekannte. Beispielsweise könnte ein alter Pockenimpfstoff in abgewandelter Form Nutzen zeigen oder neue Erkenntnisse zu dem alten Gelbfieberimpfstoff könnten bei der Suche hilfreich sein. Auch am Impfen ohne Nadel wird geforscht. Wie aus einer Mitteilung des Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) hervorgeht, testet sie in Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München einen vielversprechenden Impfstoff auf Basis eines Pockenvirus. Das Modifizierte Vakzinia Virus Ankara (MVA) ist ein attenuiertes Pockenvirus, das in den 1970er-Jahren als Pockenimpfstoff entwickelt wurde. In den 1990er-Jahren schulte MVA um: Seitdem nutzt man es auch als Impfvektor, um Genmaterial in Körperzellen einzuschleusen und eine Immunreaktion auszulösen. Nun planen die Wissenschaftler in den Pockenimpfstoff zusätzlich die genetische Bauanleitung für das virale Spike-Protein einzufügen, welches das Coronavirus für die Infektion von Zellen benötigt. Die Impfung soll dann die körpereigene Immunabwehr anregen und letztlich zu schützenden Antikörpern führen. Laut Professor Dr. Reinhold Förster von der MHH wurde ein gentechnisch modifiziertes MVA von der Arbeitsgruppe um Professor Dr. Gerd Suttner in München bereits früher entwickelt und erfolgreich an Dromedaren getestet. »Die Tiere waren nach erfolgter Impfung gegen das MERS-Virus immun.« Dabei handelt es sich auch um ein Coronavirus. Dass die Impfung auch beim Menschen wirkt, ist in einer weiteren Untersuchung gerade erst bestätigt worden (»The Lancet Infectious Diseases«, DOI: 10.1016/S1473-3099(20)30248-6).


Medizin - „Multiorgan­virus“-SARS-CoV-2: Autopsie zeigt Befall zahlreicher Organe

Quelle: Deutsches Ärzteblatt, 18.05.2020

Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert nicht nur Atemwege und Lungen. Eine Studie im New England Journal of Medicine (2020: DOI: 10.1056/NEJMc2011400) zeigt, dass sich die Viren auch in Pharynx, Herz, Leber, Gehirn und insbesondere in den Nieren ausbreiten. Rechtsmediziner des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) verfügen auch international mit über die größten Erfahrungen in der Autopsie von Patienten, die nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 an COVID-19 gestorben sind. Bei 22 Verstorbenen wurde die Viruslast in Gewebeproben aus 7 verschiedenen Organen bestimmt.Die höchste Konzentration von SARS-CoV-2-Kopien pro Zelle wurde in den Atemwegen nachgewiesen. In geringerer Menge war die Virus-DNA aber auch in Nieren, Leber, Herz, Gehirn und Blut nachweisbar. Das SARS-CoV-2 sei deshalb kein reines Atemwegsvirus, sondern ein „Multiorganvirus“, findet Tobias Huber, Direktor der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik am UKE.