
Liebe Besucher:innen meiner Homepage,
Dialyse ist Lebenszeit. Aber sie fühlt sich nicht immer so an. Wer hierher kommt, hat meistens Fragen. Manche werden gestellt – viele nicht. Ich schreibe hier nicht aus dem Lehrbuch. Sondern aus einem Leben mit dieser Erkrankung seit über vier Jahrzehnten. Wenn Sie verstehen wollen, was Dialyse wirklich bedeutet – lesen Sie weiter. Mein Name ist Martin Müller, ich bin 54 Jahre alt und überlebe seit 1979 – mit Unterbrechung durch zwei Nierentransplantationen (7 Jahre) – dank der Dialyse. Wenn man das so liest, klingt es nach einer langen Krankengeschichte. Für mich ist es mein Leben geworden – ein Leben, das ich nicht anders kenne. Ein Leben, das ich über Jahrzehnte immer wieder anpassen musste: an den Alltag, die Familie, den Beruf – und irgendwann auch daran, wie man sein Leben bewusst lebt. Die Dialyse ersetzt nicht einmal 10 % einer gesunden Nierenfunktion. Das ist keine Zahl – das merkt man jeden Tag. Beim Essen, beim Trinken, bei der Frage, wie belastbar man noch ist und wie viel der Körper noch mitmacht. Dinge, die für andere selbstverständlich sind, werden zu etwas, worüber man in vielen Einzelheiten nachdenken muss. Giftstoffe und Flüssigkeiten, die bei Gesunden ausgeschieden werden, bleiben im Körper. Und wenn man das über längere Zeit unterschätzt – beispielsweise regelmäßig mit 3000 ml oder mehr zur Dialyse kommt oder zu viel Kalium und Phosphat zu sich nimmt – holt einen das irgendwann ein – in Form von körperlichen Einschränkungen an Herz, Knochen und Gefäßen. Oft leise, manchmal aber auch sehr deutlich. Ich spreche das bewusst so offen an, weil ich es über viele Jahre selbst erlebt habe – und auch bei Mitpatienten gesehen habe, die diesen Weg nicht bis heute gehen konnten. Man sagt, Dialysezeit ist Lebenszeit. Das stimmt – aber es ist eine Lebenszeit mit Bedingungen. Deshalb mein klarer Rat aus Erfahrung: Wenn Sie dialysieren, bestehen Sie auf mindestens fünf Stunden. Auch wenn vier Stunden laut Blutwerten von ärztlicher Seite oft als ausreichend gelten. Es gibt Stoffe, die man nicht messen kann – von denen man aber weiß, dass sie sich im Körper ablagern und langfristig Probleme machen. Die Dialyse ersetzt die gesunde Niere nicht einmal zu 10 %. Zu viel Dialyse kann es daher im Grunde nicht geben. Wichtig ist auch die eigene Haltung. Wenn man mit dem Gedanken in die Behandlung geht: „Ich muss hier vier Stunden sitzen“, dann wird jede Minute schwer. Wenn man lernt, die Dialyse anzunehmen, verändert sich auch die Belastung. Das lernt man nicht aus einem Buch – und auch nicht aus kurzen Beiträgen in sozialen Medien. Dort wird oft das gezeigt, was wir alle fühlen: dass es schwer ist, dass die Zeit nicht vergeht, dass Schmerzen da sind. Man fühlt sich verstanden – aber echte Lösungen oder Wege, wie man damit besser umgehen kann, werden selten gezeigt. Was bringt es mir, am Leid anderer teilzuhaben, wenn ich nicht lerne, wie ich mir selbst helfen kann? Das entsteht vor allem durch Erfahrung – und durch den Austausch mit anderen Betroffenen in der Selbsthilfe vor Ort, die heute auch online möglich ist. Dieser Austausch aus gelebter Erfahrung, gerade im persönlichen Kontakt, ist durch nichts zu ersetzen. Gleichzeitig lohnt es sich, frühzeitig über Alternativen wie die Bauchfelldialyse (CAPD) oder die Heimdialyse nachzudenken – oder auch darüber, wo die beste Versorgung, etwa für eine Shunt-Anlage, zu finden ist. Die nächstgelegene Klinik nahe der Dialysepraxis ist nicht immer die beste – auch wenn sie oft zuerst empfohlen wird. Ich habe über die Jahre viele Wege gesehen. Den einen richtigen für alle gibt es nicht. Es gibt nur den Weg, der zum eigenen Leben passt. Und den sollte man gemeinsam mit seinem Arzt – und auch im Austausch mit anderen – finden. Was oft zu kurz kommt: Diese Erkrankung besteht nicht nur aus Laborwerten. Sie greift in das ganze Leben ein. In die Familie, den Beruf, den Alltag – und auch in das, was man sich einmal vom Leben erträumt hat. Und sie bringt Fragen mit sich, auf die man nicht immer Antworten bekommt. Auch das habe ich oft genug erlebt. Diese Seite ist aus genau diesen Erfahrungen entstanden. Nicht aus Theorie, sondern aus einem Leben mit fast 50 Jahren dieser Erkrankung – mit guten Phasen und mit schwierigen Zeiten. Meine Seite soll informieren, aber auch zeigen: Man muss damit nicht allein bleiben. Wenn Sie Fragen haben oder sich austauschen möchten, können Sie sich jederzeit gerne an mich wenden. Und eines ist mir wichtig: Dialyse bedeutet nicht das Ende jeder Lebensfreude. Der Anfang ist schwer – das lässt sich nicht wegreden. Aber mit der Zeit lernt man, damit zu leben. Und irgendwann merkt man, dass es trotz allem noch Freiräume gibt – oft mehr, als man am Anfang für möglich gehalten hätte. Ich würde mich freuen, wenn Sie auf dieser Seite etwas finden, das Ihnen auf Ihrem eigenen Weg weiterhilft. Dafür arbeite ich täglich daran.
Wenn Sie gerade am Anfang stehen: Sie müssen das alles nicht sofort verstehen.
Schritt für Schritt reicht.


Die Aktion „Steine für Organspende“ steht im Jahr 2026 unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Anke Rehlinger und Gesundheitsminister Dr. Magnus Jung.
Die Grußworte würdigen die vielen Menschen, die das Projekt seit Jahren tragen und unterstützen.
Im Mittelpunkt stehen die Menschen, die auf eine Organspende warten.
Die Pressemitteilung von Spektrum Dialyse macht deutlich, dass der Mangel an Spenderorganen nicht allein eine Frage der Zustimmung ist, sondern vor allem strukturelle Ursachen im Klinikalltag hat.
Mit einem Besuch im Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg fand das fünfte Jahr des Mitmachprojektes „Steine für Organspende“ einen besonderen Höhepunkt. Gemeinsam besuchten Ministerpräsidentin Anke Rehlinger und Staatssekretärin Bettina Altesleben Einrichtungen des Universitätsklinikums, in denen täglich Menschen begleitet werden, die auf eine Organtransplantation warten oder bereits transplantiert wurden.
Einbindung in den schulischen Bereich
Mit einem Rundschreiben des Ministeriums für Bildung und Kultur, unterzeichnet von Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot, wurde die Aktion „Steine für Organspende“ im Jahr 2026 an die Schulen im Saarland weitergegeben.
Damit wird das Thema Organspende auch im schulischen Umfeld aufgegriffen und jungen Menschen ein Zugang ermöglicht.
Moderne Dialyse ist technisch leistungsfähiger als je zuvor. Maschinen messen, berechnen und überwachen unzählige Parameter. Doch was passiert, wenn dabei der Blick auf den Menschen verloren geht? In meiner neuen Kolumne gehe ich der Frage nach, warum Dialyse weit mehr ist als Laborwerte, Maschineneinstellungen und starre Standards. Nach fast fünf Jahrzehnten Dialyseerfahrung zeige ich, weshalb Beobachtung, Erfahrung und das Verständnis biologischer Zusammenhänge oft genauso wichtig sind wie technische Messverfahren. Warum kann Überwässerung Bauchbeschwerden verursachen? Weshalb ist das Trockengewicht bis heute eines der größten Rätsel der Nephrologie? Und warum spüren manche Langzeitpatienten Veränderungen oft früher als jede Maschine? Ein Artikel über die Kunst des Beobachtens, die Grenzen der Technik und die Frage, ob die moderne Nephrologie manchmal etwas von ihrer alten Stärke verloren hat.
Wenn ein funktionierender Ablauf plötzlich nicht mehr erlaubt ist.
In meiner neuen Kolumne beschreibe ich, wie Dialysepatienten von heute auf morgen ihre Medikamentenversorgung selbst organisieren sollen – obwohl genau das zuvor nicht mehr möglich war. Nicht, weil jemand das will. Sondern weil ein System an seinen eigenen Regeln scheitert.
Am 27. Februar 2026 ist Prof. Dr. med. Kurt Dreikorn für immer von uns gegangen.
Mit großer Trauer habe ich vom Tod von Prof. Dr. med. Kurt Dreikorn erfahren. Mit ihm verliert die deutsche Transplantationsmedizin nicht nur einen bedeutenden Mediziner und Pionier seines Fachgebietes, sondern viele ehemalige Patienten auch einen Arzt, der Menschlichkeit, Wärme und Hoffnung vermitteln konnte.
Prof. Dreikorn hat mich bereits als Kind in Heidelberg medizinisch begleitet und operiert. Die Erinnerungen an ihn haben mich bis heute nie losgelassen. Aus Dankbarkeit und Erinnerung habe ich diesen sehr persönlichen Nachruf geschrieben.
Shuntüberleben beginnt nicht im OP, sondern im Alltag – und beim Patienten selbst. In diesem Beitrag blicke ich auf meinen Vortrag vom 22.01.2026 bei der Interdisziplinären Arbeitsgemeinschaft Dialysezugang (IAD) zurück wo ich über Eigenverantwortung, Bequemlichkeit, verpasste Chancen und darüber, warum moderne Technik allein kein langes Überleben sichert sprach. Ein Text für Dialysepatientinnen und -patienten, die ihre Lebensader verstehen, schützen und nicht einfach aus der Hand geben wollen. Klar, unbequem – und bewusst aus Patientensicht.
Die Nierenselbsthilfe im Saarland steht an einem kritischen Punkt.
Nach über 50 Jahren engagierter Arbeit droht Niere Saar e. V. die Auflösung – nicht aus Mangel an Sinn oder Bedarf,
sondern aus Mangel an Menschen, die Verantwortung übernehmen können. Dabei hat die Selbsthilfe für Dialyse- und Transplantationspatientinnen und -patienten im Saarland Geschichte geschrieben –
und ist bis heute ein wichtiger Ort für Austausch, Unterstützung und Stimme der Betroffenen.
Gesucht werden Menschen, die bereit sind, sich einzubringen und Verantwortung zu übernehmen, damit diese Arbeit nicht endet. Schon wenige Engagierte können den Fortbestand sichern. Dieses Anliegen ist ein letzter, offener Hilferuf, bevor unumkehrbare Schritte notwendig werden. Wenn Sie sich vorstellen können, mitzuwirken oder sich informieren möchten, nehmen Sie bitte Kontakt auf. Jede Rückmeldung zählt. Weitere Infos beim Verein.
Mein erster Artikel in der Medizinpresse beim Thieme Verlag. Als Patient hier einen Artikel veröffentlichen zu dürfen, ist eine große Ehre für mich. Der Artikel ist im Heft Nephrologie aktuell - 2025 264–265 10.1055/a-2511-0528 erschienen.
Er beschreibt: Die Anfänge der pädiatrischen Nephrologie in Deutschland markieren einen Wendepunkt in der Medizingeschichte. Vor über 5 Jahrzehnten wagten Pionierärzte den Schritt, terminal niereninsuffiziente Kinder in eine Behandlung einzubeziehen, die ihnen trotz widriger Umstände ein Überleben ermöglichte. Diese mutigen Patienten wurden zu lebendigen Zeugnissen einer Ära, in der individuelle Betreuung, intensive Therapie und ein unermüdlicher Überlebenskampf nicht nur Hoffnung, sondern auch bahnbrechende medizinische Fortschritte hervorbrachten. Ihr Weg ist geprägt von persönlichen Herausforderungen, systemischen Veränderungen und einem stetigen Wandel in der Arzt-Patienten-Beziehung.
Ich danke Herrn Christian Schäfer vom Thieme Verlag für die gute und stets freundliche Zusammenarbeit an meinem Artikel für Nephrologie aktuell. Herzlichen Dank dafür!
Kolumne 07/2025 - Chronische Erkrankung bedeutet weit mehr als medizinische Versorgung. Wer über Jahre mit Dialyse lebt, spürt nicht nur körperliche, sondern auch emotionale und zwischenmenschliche Veränderungen. Nähe, Zärtlichkeit, Intimität – all das bleibt ein menschliches Grundbedürfnis, auch unter Therapie. Doch genau darüber wird kaum gesprochen. Dieser Artikel beleuchtet das Thema Sexualität bei Dialyse differenziert, einfühlsam und offen – mit Blick auf die Realität von Patient*innen, die Perspektive von Pflegekräften und die medizinischen Hintergründe. Es geht um Scham und Sehnsucht, um Tabus und Tatsachen, um Selbstfürsorge, medizinische Risiken und den Mut, über das Unsichtbare zu sprechen. Ein Beitrag für Betroffene, Angehörige, Pflegende, Mediziner*innen – und alle, die sich ehrlich für das Menschsein hinter der Erkrankung interessieren.

„Smart Living – Selbstbestimmtes Leben für junge, mobilitätseingeschränkte Patienten“
Das Projekt „Smart Living“ wurde von Spektrum Dialyse ins Leben gerufen, um jungen, chronisch kranken Menschen mit Mobilitätseinschränkungen wie Nierenerkrankung, Multipler Sklerose, Krebs oder
ALS zu zeigen, wie sie durch Smarthome-Technik möglichst lange selbstbestimmt in ihrer eigenen Wohnung bleiben können. Gerade weil es für junge Pflegebedürftige kaum geeignete Angebote in
Pflegeheimen gibt, ermöglicht dieses Projekt eine wichtige Alternative. Mit der Unterstützung von Alexa und weiteren intelligenten Systemen können Betroffene ihren Haushalt Schritt für Schritt
anpassen – von der Steuerung der Beleuchtung und Heizung bis zur automatisierten Lebensmittelbestellung. Ziel ist es, den Alltag der Patienten zu erleichtern und den Erhalt der Selbstständigkeit
so lange wie möglich zu fördern.

Kolumne: 09.2025 - Stell dir vor, dein Arzt hätte einen digitalen Co-Pilot, der nichts vergisst, rund um die Uhr wach ist und in Sekunden die besten Entscheidungen für deine Gesundheit vorschlagen kann. Klingt nach Science-Fiction? – Genau das passiert gerade. Künstliche Intelligenz ist dabei, die Medizin zu verändern: von der Dialyse bis zur Transplantation, von der Pflege bis zur Selbsthilfe.
Doch was heißt das konkret für uns Patienten, für Ärzte und für eine Generation, die mit TikTok und Smartphones groß geworden ist? In meinem Artikel zeige ich, wie KI schon heute unser Leben sicherer machen kann – und warum wir lernen müssen, sie richtig zu nutzen.
Neugierig? Dann lies weiter und entdecke, warum KI mehr ist als ein Hype – und vielleicht schon bald dein bester Schutzengel im Krankenhaus sein könnte.
Es gibt Kämpfer, die keine Medaillen bekommen. Menschen, die seit Jahrzehnten gegen einen Gegner antreten, der nicht zu besiegen ist. Nicht für Ruhm, nicht für Applaus – sondern einfach nur, um weiterzumachen. Sie stehen in einem unsichtbaren Boxring, Runde für Runde, während die Zuschauer längst gegangen sind.
Was bedeutet es, mit einer schweren Krankheit aufzuwachsen – nicht für Monate, nicht für Jahre, sondern ein Leben lang, bis zur letzten Minute?
In meiner neuen Kolumne zeige ich die Realität, wie sie viele Betroffene kennen – ehrlich, direkt und ohne Beschönigung. Kein medizinischer Ratgeber. Keine Floskeln. Sondern ein Einblick in das, was oft niemand sieht – aber so viele betrifft.
Zitat:
Gute Medizin bedeutet Visionen haben, Lösungen finden, immer besser
werden und nie aufgeben. Dazu braucht es Ärzte mit Demut, die Ihren Beruf lieben und die Menschen (Patienten), die ihnen dabei begegnen, auf allen Ebenen mit
Empathié
wertschätzen! Jedoch auch selbst auf professionelle Distanz achten.
(Martin G. Müller)
Bei einem Onlinekongress der „Interdisziplinären Arbeitsgemeinschaft Dialysezugang e.V. (IAD)“, war eines der Themen die Shunt-Erst-/und Neuanlage bei Dialysepatienten. Vor der Erstanlage ist eine genaue Planung der Operation von größter Wichtigkeit. In den speziellen Shunt-Kompetenzzentren (Shuntchirurgien) geschieht diese Planung per Ultraschall und teils mit CO2 (ohne Kontrastmittel) und mit Gefäßdarstellungen (Angiografie) an beiden Armen. Mit Hilfe dieses Bildmaterials erfolge schon vor der Erst-OP eine Lebensplanung des Dialyse-Shunts. In einer Karte wird festgelegt, an welchen Stellen am Arm und wieviele Shuntanlagen, möglich sind. Die Zusammenarbeit zwischen Shuntchirurgie, Radiologie, Anästhesie sowie Nephrologie und Pflegepersonal, vor, während und nach der Operation, ist ein wesentlicher Faktor, der zum Gelingen beiträgt. Nur dann kann sich der Shunt des Patienten bestmöglich entwickeln und lange erhalten werden. Er ist neben einer Katheteranlage im Halsbereich, die Lebensader/Nabelschnur, um mit der lebenserhaltenden Dialysemaschine verbunden werden zu können.
Verschreibt Ihr Arzt oder Ihre Ärztin Ihnen zwei oder mehr Medikamente, dann besteht die Möglichkeit, dass sich die enthaltenen Wirkstoffe gegenseitig beeinflussen. Ärzte und Apotheker sprechen dabei von "Wechselwirkungen". Verwenden sie diesen Begriff, meinen sie damit eine unerwünschte Interaktion.
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Der Dialysestandard und Hygiene-Leitlinien der deutschen Gesellschaft für Nephrologie regelt die Rahmenbedingungen und rechtlichen Abläufe der Dialysebehandlung. Das Wissen hilft auch Patienten ihre Therapie mit allen Fakten auf Augenhöhe zu kommunizieren.
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"Aufgrund des aktuellen Fachkräftemangels in der Nephrologie und der zu erwartenden negativen Entwicklungen in der Patientenversorgung, insbesondere aufgrund der bevorstehenden Krankenhausreform, hat der fnb beschlossen, den Dialyse-Pflege-Standard (DPS) als Empfehlung zu entwickeln und zu veröffentlichen. Dieser stellt eine logische und notwendige Ergänzung zum Dialysestandard der nephrologischen Ärzteverbände sowie zur Qualitätsrichtlinie Nierenersatztherapie des gemeinsamen Bundesausschusses dar. Der DPS legt erstmals fest, wie die nephrologische Pflege organisiert und durchgeführt werden muss, um den geltenden Rechtsvorschriften und den gemeinsamen moralischen ethischen Wertemaßstäben zu entsprechen, die eine optimale Versorgung von nephrologisch erkrankten Patienten sicherstellen."
Der Befunddolmetscher der "Weisse Liste" hilft Ihnen, unverständliche Begriffe aus medizinischen Befunden in Alltagssprache zu übersetzen. Das Angebot ist nicht-kommerziell und werbefrei.
Betrachten wir die geschichtliche Entwicklung der Hämodialyse unter Ausschluß der experimentellen Phasen und setzen wir als Geburtsstunde das Jahr fest, in dem der erste Mensch durch die Dialyse überlebte, dann feierte diese Behandlungsmethode am 11. September 1995 ihren 50. Geburtstag.
Die Deutsche Stiftung Organtransplantation berichtete am 13.01.2026, dass im Jahre 2025 in Deutschland insgesamt 985 Menschen nach ihrem Tod ein oder mehrere Organe gespendet haben. Das sind 32 mehr (im Jahr 2024 waren es insgesamt 953 Menschen) als im Jahr 2024 und entspricht 11,8 Organspenderinnen und Organspendern pro Million Einwohner. Mit dieser moderaten Steigerung um 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht die Organspende in Deutschland den höchsten Stand seit dem Jahr 2012. Zugleich bleibt festzuhalten: Die Zahl der Spenderorgane reicht weiterhin nicht aus, um allen Patientinnen und Patienten auf den Wartelisten eine Transplantation zu ermöglichen. Insgesamt konnten im vergangenen Jahr 3.020 Organe nach postmortaler Spende über die internationale Vermittlungsstelle Eurotransplant nach festgelegten medizinischen Kriterien verteilt und schließlich hierzulande oder im Ausland transplantiert werden (2024: 2.855, +5,8 Prozent) (2023: 2.877). Dazu zählten 1.495 Nieren (2024 - 1.391 / 2023 - 1.488), 823 Lebern (2024 – 785 / 2023 – 766), 315 Herzen (2024 – 315 / 2023 303), 308 Lungen (2024 – 290 / 2023 – 266), 76 Bauchspeicheldrüsen (2024 – 71 / 2023 – 52) sowie drei Därme (2024 – 2 / 2023 – 2). In den 43 deutschen Transplantationszentren wurden 2025 insgesamt 3.256 Organe nach postmortaler Spende aus Deutschland sowie aus dem Eurotransplant-Verbund transplantiert (2024: 3.013, +8,1 Prozent (2023: 2.986)). Bundesweit konnte damit 3.150 (2024 - 2.902 / 2023 – 2.996) schwer kranken Patientinnen und Patienten durch ein oder mehrere Organe eine bessere Lebensqualität oder ein Weiterleben ermöglicht werden. Gleichzeitig warteten Ende des vergangenen Jahres weiterhin 8.199 Menschen (2024 - 8.260 / 2023 - 8.400) in Deutschland auf ein Spenderorgan.
Die Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG) berichtete am 01.01.2026: Eine gute Nachricht zum Jahresbeginn – noch nie wurden in Deutschland so viele Gewebe gespendet wie im vergangenen Jahr. Obwohl es prozentual nicht mehr Zustimmungen gab als 2024, war die Anzahl der Meldungen, der Aufklärungsgespräche und damit auch der Personen, die Gewebe gespendet haben, erkennbar höher als 2024. 9.640 Patient:innen (2024 – 8.340) konnten mit einem Transplantat aus dem Netzwerk der gemeinnützigen Deutschen Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG) versorgt werden. Das ist eine Steigerung von 15,2 % zum Vorjahr – ebenfalls ein Rekordwert. Erstmals erreichten die DGFG mehr als 60.000 Meldungen potenzieller Gewebespender:innen aus mehr als 320 verschiedenen Einrichtungen. Über 12.000 Aufklärungsgespräche zur Gewebespende wurden im Jahr 2025 mit An- und Zugehörigen von Verstorbenen geführt, wobei in 4.585 Fällen eine Zustimmung zur Spende gegeben wurde. Die Zustimmungsquote lag mit 37,9 % nach einem Abwärtstrend in den vergangenen 3 Jahren mit einem Minus von 0,2 % zu 2024 nur leicht unter dem Vorjahresniveau. Von 4.188 durchgeführten Entnahmen spendeten 4.070 Personen nach Ihrem Tod ihre Augenhornhäute. In 2025 wurden 6.370 in der Gewebebank aufbereitete Augenhornhauttransplantate zur Operation an Augenkliniken vermittelt und ermöglichten Patientinnen und Patienten ihr Augenlicht zu erhalten oder wiederzuerlangen. Das entspricht einer Steigerung um 16 % gegenüber dem Vorjahr. In 2025 wurden im Netzwerk der DGFG mit einer Anzahl von 472 18,3 % mehr Herzklappen gespendet als 2024.
Die Deutsche Stiftung Organspende (DSO) berichtete am 10.01.2025, dass im Jahr 2024 insgesamt 953 Menschen nach ihrem Tod Organe für die Transplantation gespendet haben, 2023 waren es 965. Mit 11,4 Spenderinnen und Spendern pro Million Einwohner nimmt Deutschland somit im internationalen Vergleich auch in 2024 einen der hinteren Plätze ein. Die Summe der in Deutschland postmortal entnommenen Organe, die über die internationale Vermittlungsstelle Eurotransplant nach festgelegten medizinischen Kriterien verteilt und schließlich hierzulande oder im Ausland transplantiert werden konnten, lag bei 2.854 (2023: 2.877). Dazu zählten 1.391 Nieren, 785 Lebern, 315 Herzen, 290 Lungen, 71 Bauchspeicheldrüsen und 2 Därme. Die Zahl der organspendebezogenen Kontakte ist im vergangenen Jahr nur leicht von 3.422 auf 3.480 gestiegen. Dies sind die Fälle, in denen sich die Kliniken an die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) gewendet haben, um über eine mögliche Organspende zu sprechen. In den 43 deutschen Transplantationszentren wurden im vergangenen Jahr insgesamt 3.013 Organe nach postmortaler Spende aus Deutschland und dem Eurotransplant-Verbund übertragen (2023: 2.986). Damit wurde bundesweit insgesamt 2.902 schwer kranken Patientinnen und Patienten durch ein oder mehrere Organe eine bessere Lebensqualität oder sogar ein Weiterleben geschenkt (2023: 2.866). Gleichzeitig stehen in Deutschland 8.260 Menschen auf den Wartelisten für eine Organübertragung. Die Die Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG) berichtete am 01.01.2025, dass sie in 2024 insgesamt 55.691 Spendermeldungen aus mehr als 300 medizinischen Einrichtungen erhielt. In 10.704 Aufklärungsgesprächen kam es 4.077-mal zu einer Zustimmung. Das entspricht einer Zustimmungsquote von 38,1 Prozent. Im Jahr zuvor lag diese noch bei 40,6 Prozent und in 2022 sogar bei 42,2 Prozent. Trotz gesunkener Spendenbereitschaft konnte die DGFG in 2024 insgesamt 3.698 Gewebespenden realisieren und dadurch 8.340 Patient:innen mit einem Gewebetransplantat versorgen.