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COVID-19-Impfstoffe triggern keine Autoantikörper

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 20.01.2022

 

Wissenschaftler:innen der Universitätsmedizin Magdeburg haben in den letzten Monaten zwei Studien zu COVID-19-Impfstoffen durchgeführt. Ziel war es, herausfinden, ob sich die Stärke der Immunantwort nach verschiedenen COVID-19-Impfstoff-Kombinationen unterscheidet und ob diese Impfungen das Immunsystem so umprogrammieren, dass es zu einer Reaktion gegen körpereigene Strukturen durch so genannte Autoantikörper kommt. Diese könnten im schlimmsten Fall zu einer Zerstörung körpereigener Zellen und Organe führen, was langwierige medizinische Behandlungen erfordern würde. Die Studien wurden durch das Institut für Molekulare und Klinische Immunologie der Universitätsmedizin Magdeburg koordiniert. Weitere Partner waren das Institut für Klinische Chemie und Pathobiochemie der Universitätsmedizin Magdeburg sowie das Institut für Immunologie der Medizinischen Hochschule Hannover.


Bergische Uni untersucht Ausdauer und Leistungsfähigkeit beim Tragen von FFP2-Masken

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 18.01.2022

 

Welcher Maskentyp bietet einen optimalen Schutz, aber auch guten Tragekomfort? Da OP- oder anderweitige Gesichtsmasken Gesicht und Atemstrom nicht ausreichend abdichten, wurden in den letzten Wochen immer häufiger FFP-Atemschutzmasken vorgeschrieben. Im Labor für Bewegungs- und Trainingswissenschaft haben Experten der Bergischen Universität in einem studentischen Projekt den Einfluss dieser Atemschutzmasken auf Herz-Kreislauf, Atmung und Stoffwechsel sowie auf psychologische Parameter untersucht. 12 Männer im Alter von 24 ± 2 Jahren absolvierten im Abstand von sieben Tagen auf einem Fahrradergometer zwei Ausbelastungstest mit Atem-Gasanalyse sowohl mit als auch ohne FFP-Atemschutzmaske. Obwohl während dem Testverfahren hohe Atemleistungen erforderlich waren, hatte das Tragen der Atemschutzmaske keinen Einfluss auf die Ausdauerleistungsfähigkeit. Auch Herzfrequenz und weitere medizinische Parameter zeigten keine bedeutsamen Unterschiede, obwohl der Atemwiderstand mit Maske signifikant zugenommen und die forcierte Ausatmung signifikant abgenommen hat. Es zeigten sich keine Einschränkung der körperlichen Ausdauerleistungsfähigkeit - trotz des durch den höheren Atemwiderstand subjektiv unangenehmen Empfindens beim Tragen der Maske.

 


Faktencheck zur Omikron-Variante

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 18.01.2022

 

Professor Dr. Sandra Ciesek ist vielen aus dem NDR-Info-Podcast »Coronavirus-Update« bekannt. Gestern sprach die Medizinerin auf einem anderen Kanal. Beim Pharmacon@home gab sie einen Überblick zu Covid-19, vor allem zur Omikron-Variante von SARS-CoV-2. Weltweit haben sich inzwischen mehr als 300 Millionen Menschen nachweislich mit SARS-CoV-2 infiziert. In Deutschland sind es bereits mehr 7,5 Millionen Menschen und mehr als 100.000 Todesfälle. Mittlerweile sind mehr als 70 Prozent der Bevölkerung hierzulande mindestens zweimal gegen das Virus geimpft, mehr als 40 Prozent sind geboostert. »Das ist eine deutlich schlechtere Impfrate im Vergleich zu anderen europäischen Ländern«, informierte Ciesek. Besonders problematisch: Allein in der Gruppe der Über-60-Jährigen sind in Deutschland 12 Prozent nicht geimpft. Das seien mehr als zwei Millionen Menschen.


Absurde Diskussion um Lipide ASL-0315 und ALC-0159

Quelle: iPharmarzeutische Zeitung, 18.01.2022

 

In impfkritischen Internetforen wird behauptet, die im Covid-19-Impfstoff Comirnaty® von Biontech und Pfizer enthaltenen Hilfsstoffe ASL-0315 und ALC-0159 seien nicht zur Anwendung am Menschen bestimmt. Das ist aber nicht korrekt. Bekanntlich handelt es sich bei Comirnaty um einen mRNA-Impfstoff, der die für das Spike-Protein von SARS-CoV-2 kodierende mRNA in Lipid-Nanopartikel verpackt enthält. Diese Lipid-Nanopartikel sind essenziell für die Wirksamkeit, da sie einerseits die empfindliche mRNA schützen und andererseits ihre Aufnahme in menschliche Zellen – die Voraussetzung für die Wirkung – überhaupt erst ermöglichen. Die Lipid-Nanopartikel in Comirnaty sind aus den Hilfsstoffen DSPC, ALC-0315 und ALC-0159 sowie Cholesterol aufgebaut, wobei DSPC und Cholesterol die Hauptkomponenten darstellen. ASL-0315 und ALC-0159 sind zwei neuartige Lipide, das heißt sie waren zuvor noch in keinem zugelassenen Arzneimittel oder Impfstoff enthalten. Dasselbe trifft auf die beiden Lipide SM-102 und PEG2000-DMG zu, die als Hilfsstoffe in Spikevax® von Moderna enthalten sind. Da Comirnaty und Spikevax die ersten zugelassenen mRNA-Impfstoffe sind, ist das auch nicht weiter erstaunlich: Diese Lipide haben ganz bestimmte Eigenschaften, die zuvor galenisch noch nicht benötigt wurden.

 


Impfstoffe auf Basis inaktivierter Viren bereiten Sorgen

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 17.01.2022

 

Laboruntersuchungen zeigen immer klarer, dass der weltweit am häufigsten eingesetzte Typ von Impfstoffen gegen Covid-19 nur wenig bis gar nicht vor einer Infektion mit der sich rasant ausbreitenden Omikron-Variante schützt: Inaktivierte Ganzvirusimpfstoffe. Es ist der Impfstofftyp, der bisher weltweit am häufigsten verimpft wurde. Und es ist der Impfstofftyp, auf den angeblich viele warten, da sie genbasierten Impfstoffen mit Skepsis begegnen: Impfstoffe auf Basis inaktivierter Viren. Allerdings wird immer deutlicher, dass dieser Impfstofftyp hinsichtlich seiner Wirksamkeit und hinsichtlich der Stabilität einer initialen Immunantwort weit hinter anderen Impfstofftypen zurückfällt. Impfstoffe auf Basis inaktivierter Viren werden vor allem in China und Indien in großem Maßstab produziert. Die beiden chinesischen Unternehmen Sinovac und Sinopharm stellten beispielsweise zusammen fast 5 Milliarden Dosen inaktivierter Ganzvirusimpfstoffe her. Zudem wurden mehr als 200 Millionen Dosen anderer Hersteller, wie Covaxin aus Indien, Coviran Barekat aus dem Iran und Qazvac aus Kasachstan, ausgeliefert. Insgesamt ist das ein gewaltiger Anteil der etwa 11 Milliarden Covid-19-Impfdosen, die bisher weltweit verimpft wurde.

 


Fünf Impfstoffe, drei Prinzipien

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 17.01.2022

 

Gegen das Pandemievirus sind inzwischen fünf Impfstoffe zugelassen worden, die auf verschiedenen Prinzipien beruhen, aber alle zu den Totimpfstoffen gehören. Dabei haben die mRNA- und vektorbasierten Präparate einen entscheidenden Vorteil gegenüber der proteinbasierten Vakzine. »Sich gegen Covid-19 impfen zu lassen, wird uns heute sehr leicht gemacht«, sagte Professor Dr. Theo Dingermann, Senior Editor der Pharmazeutischen Zeitung, beim Auftakt des digitalen Fortbildungskongresses Pharmacon@home, wo er einen Überblick über die Coronaimpfstoffe gab. Innerhalb von zwei Jahren nach Erstbeschreibung des Pandemieerregers SARS-CoV-2 wurden inzwischen fünf Impfstoffe gegen das Virus, die auf unterschiedlichen Technologien beruhen, in der Europäischen Union zur Zulassung gebracht. Die Präparate von Biontech/Pfizer und Moderna basieren auf mRNA, die Präparate von Astra-Zeneca und Janssen (Johnson & Johnson) auf viralen Vektoren und der jüngste Impfstoff von Novavax ist proteinbasiert.


WHO-Empfehlung für Baricitinib und Sotrovimab

Quelle: informationsdienst Wissenschaft, 14.01.2022

 

Sotrovimab für leichte Covid-19-Fälle, Baricitinib für schwere – so könnte man in aller Kürze den jetzt neu von der WHO empfohlenen Einsatz umschreiben. Keine Empfehlung dagegen gab es für andere JAK-Inhibitoren. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt seit heute zwei weitere Arzneimittel für die Behandlung von Covid-19-Patienten. Es handelt sich dabei zum einen um eine starke Empfehlung für den JAK-Inhibitor Baricitinib (Olumiant®), der zur Behandlung von rheumatoider Arthritis entwickelt wurde und für den die Europäische Arzneimittelagentur EMA derzeit über eine Zulassung bei schwerem Covid-19 berät. Zum anderen gibt die WHO eine schwache oder bedingte Empfehlung für Sotrovimab (Xevudy®), einen eigens für Covid-19-Patienten entwickelten monoklonalen Antikörper, der in der EU bereits für den frühen Einsatz bei einer Covid-19-Infektion für Patienten mit hohem Risiko für einen schweren Verlauf gedacht ist.


Nur Geimpfte mit Risiko erkranken schwer

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 13.01.2022

 

Eine Auswertung der US-Behörden bestätigt die exzellente Schutzwirkung der Covid-19-Impfstoffe vor schwerem Verlauf der Erkrankung. Demnach erkrankten vollständig Geimpfte überhaupt nur dann schwer, wenn mindestens einer von acht Risikofaktoren vorlag. Mit der Analyse, deren Ergebnis aktuell im Wochenbericht der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC erschien, sollten Risikofaktoren identifiziert werden, die vollständig Geimpfte für einen schweren Verlauf von Covid-19 prädestinieren. Hierzu wertete das Autorenteam um Dr. Christina Yek und Sarah Warner von den National Institutes of Health Daten von 1,2 Millionen geimpften Erwachsenen aus 465 Gesundheitseinrichtungen in den USA aus. Berücksichtigt wurde mit Dezember 2020 bis Oktober 2021 ein Zeitraum vor dem Auftauchen der Omikron-Variante.

 


EMA bescheinigt Impfstoffen auch gegenüber Omikron Wirksamkeit

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 12.02.2021

 

Zwar kommt es zu immer mehr Durchbruchinfektionen mit der Omikron-Variante bei Geimpften. Eine aktuelle Auswertung der EMA bestätigt jedoch, dass die Impfstoffe vor einem schweren Covid-19-Verlauf schützen – vor allem nach Boosterung. Omikron imponiert durch eine extreme Infektiosität. Dagegen scheinen Covid-19-Erkrankungen, die durch Omikron verursacht werden, grundsätzlich milder zu verlaufen. Dies zeigen Studien aus Südafrika, dem Vereinigten Königreich und einigen EU-Ländern. Auf der Grundlage dieser Studien wird das Risiko für schwere Krankheitsverläufe derzeit auf ein Drittel bis die Hälfte des Risikos gegenüber der Delta-Variante geschätzt, wie die EMA jetzt in einer Presseerklärung mitteilte. Es gilt als nachgewiesen, dass die Wirksamkeit der Impfstoffe gegen symptomatische Erkrankungen bei Omikron geringer ist als bei anderen Varianten. Zudem nimmt der durch die Impfung induzierte Immunschutz bei allen Corona-Impfstoffen im Laufe der Zeit ab. Daher werden nun mehr geimpfte Personen durch eine Infektion mit Omikron eine Durchbruchskrankheit entwickeln. Allerdings kann auf Basis der verfügbaren Daten davon ausgegangen werden, dass Personen, die eine Auffrischungsimpfung erhalten haben, deutlich besser geschützt sind als Personen, die nur eine Grundimmunisierung erhalten haben.

 


Jeder zweite Europäer könnte in acht Wochen mit Omikron infiziert sein

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 11.01.2022

 

Im Vergleich zu anderen Ländern kommt Deutschland noch relativ gut durch die Omikron-Welle. Das Schlimmste steht uns jedoch noch bevor, warnen die WHO und deutsche Epidemiologen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt unter Berufung auf eine Hochrechnung davor, dass sich in zwei Monaten schon über die Hälfte der Menschen in Europa mit Omikron infiziert haben könnten. Omikron stelle eine Flutwelle dar, die von West nach Ost über die europäische Region hinwegfege und zu dem Anstieg der Delta-Zahlen hinzukomme, den die Länder bis Ende 2021 erlebt hätten, sagte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge am Dienstag auf einer Online-Pressekonferenz in Kopenhagen. In einem Bericht des Forschungsinstituts IHME vom 8. Januar heißt es wörtlich: «Unsere Modelle für die Europäische Region legen nahe, dass Mitte Januar mit mehr als 12 Millionen Infektionen pro Tag ein Höchststand erreicht wird, wobei die nationalen Höchststände erheblich variieren werden, mit späteren Höchstständen in Zentralasien.» Und weiter: «Wir rechnen damit, dass sich in den nächsten sechs bis acht Wochen mehr als 50 Prozent der Euro-Bevölkerung mit Omikron infizieren werden.» Laut WHO-EU-Direktor Kluge bleibe die Sterberate stabil und weiterhin in Ländern mit hohen Inzidenzen und niedrigen Impfzahlen am höchsten.

 


Großteil der Schnelltests erkennt auch Omikron

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 11.01.2022

 

80 Prozent der in Deutschland verfügbaren Corona-Antigentests ist auch zum Nachweis der Omikron-Variante geeignet. Es soll demnächst eine Positiv-Liste veröffentlicht werden. Dabei sind die Untersuchungsergebnisse des PEI bereits jetzt einsehbar. Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) auch zum Nachweis der neuen Omikron-Variante geeignet. Präsident Porfessor Dr. Klaus Cichutek verwies am Montag im ZDF darauf, dass sein Institut mittlerweile mehr als 250 Test-Produkte auf ein höheres Level an Sensitivität bewertet habe und mindestens 80 Prozent dieses Niveau auch schafften. Eine entsprechende aktuelle Auswertung ist auf der Website des PEI einsehbar. Erste Ergebnisse von 122 Tests hatte das PEI bereits Anfang November veröffentlicht. Die große Mehrheit der Tests schlage auf ein Protein des Virus an, das von den Omikron-Mutationen vergleichsweise wenig betroffen sei. Cichutek betonte, Testzentren, Apotheken und Discounter orientierten sich an den positiv bewerteten Tests.Generell können Schnelltests eine Infektion nur dann detektieren, wenn zum Testzeitpunkt eine hohe Viruslast besteht. Dies gilt für Omikron ebenso wie für andere Varianten. Gesundheitsminister Professor Dr. Karl Lauterbach (SPD) hatte eine «Positivliste» für Schnelltests angekündigt, die Omikron gut erkennen können. Die vom PEI genannten Daten seien ein erster Zwischenstand, erläuterte ein Ministeriumssprecher am Montag in Berlin. Das Erstellen der kompletten Liste dauere noch an. Er bekräftigte, dass Schnelltests generell keine 100-prozentige Gewissheit bieten, aber für mehr Sicherheit im Alltag sorgten. Nach wie vor nötig seien weitere Schutzmaßnahmen mit Abstand und Masken sowie Kontaktbeschränkungen. 

 


T-Zell-Gedächtnis gegen Corona-Erkältungsviren erkennt SARS-CoV-2

Quelle: Pharmarzeutische Zeitungen, 11.01.2022

 

Nicht jeder, der in Kontakt mit SARS-CoV-2 infizierten Personen kommt, wird auch selber infiziert. Das könnte daran liegen, dass diese Personen geschützt sind, ohne erkrankt gewesen zu sein. Der Grund könnte eine T-Zell-Immunität gegen Corona-Erkältungsviren  sein, wie Wissenschaftler vom University College London vermuten. Es wird immer wieder beobachtet, dass Personen die nachweislich mit SARS-CoV-2 in Kontakt gekommen sind, keine PCR- oder Antikörper-Positivität dem Virus gegenüber entwickeln. Ein Grund könnte darin liegen, dass solche Personen eine subklinische Infektion vor der Serokonversion überwinden, also bevor Antikörper nachweisbar sind. Dabei scheinen T-Zellen eine wichtige Rolle zu spielen, die sich als Reaktion auf eine Infektion mit humane Corona-Erkältungsviren (huCoVs) gebildet haben. Diese Hypothese ist nicht neu. Allerdings fehlte es bisher an überzeugender Evidenz, die jetzt von Wissenschaftler um Dr. Rhia Kundu vom Imperial College London in einer Publikation im Fachjournal »Nature Communications« geliefert wird. Die Wissenschaftler hatten seit September 2020, als in England noch sehr wenig Menschen an Covid-19 erkrankt waren, 52 Personen untersucht, die nachweislich Kontakt zuSARS-CoV-2-infizierten  Personen hatten, sich aber selber nicht angesteckt hatten. Dies wurde durch PCR-Test bestätigt.

 


Corona-Wirkstoff Ensovibep punktet in Phase II

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 10.01.2022

 

Der experimentelle Wirkstoff Ensovibep (MP0420) konnte in einer Phase-II-Studie die Viruslast Infizierter sowie das Risiko für einen Krankenhausaufenthalt oder Tod senken, melden die Entwickler Novartis und Molecular Partners. Ensovibep ist ein sogenannter DARPin und wirkt in vitro gegen alle Virusvarianten. DARPin ist eine neue Technologie und steht für Designed Ankyrin Repeat Proteins. Ensovibep wurde speziell zur Inaktivierung von SARS-CoV-2-Viren designt. Das Molekül enthält drei verschiedene DARPin-Domänen, die verschiedene Antigene erkennen und binden können – eine Art künstliches Antikörper-Fragment mit mehreren Bindestellen, allerdings deutlich kleiner als ein klassischer Antikörper. Das Molekül muss per Infusion verabreicht werden und steht nicht in oraler Formulierung bereit. Ensovibep soll hoch potent an die Rezeptorbindedomäne des Spike-Proteins binden, durch die drei verschiedenen Motive auch wenn Mutationen vorliegen. In vitro konnte der proteinbasierte Wirkstoff laut Hersteller alle bislang bekannten SARS-CoV-2-Varianten neutralisieren, inklusive Beta, Delta und Omikron.

 


Nierenkrankheit rechtfertig per se keine „Austriagierung“ der Betroffenen!

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 07.01.2022

 

Berlin – In einer aktuellen Stellungnahme [1] kritisieren DGfN und der BN e.V. die S1-Leitlinie „Entscheidungen über die Zuteilung intensivmedizinscher Ressourcen im Kontext der COVID-19-Pandemie“ vom 14.12.2021 [2]. Darin wird u.a. eine „fortgeschrittene Nierenerkrankung“ pauschal als ein Kriterium für die Triage angeführt – doch eine solche ist nicht immer prognoselimitierend. Menschen wie Frank-Walter Steinmeier, SPD, beispielsweise, die eine Niere gespendet haben, leben mit einer eingeschränkten Nierenfunktion und haben rein formal eine „fortgeschrittene Nierenerkrankung“. Gemäß der aktuellen Leitlinie würden sie nun im Fall der Fälle einer Triage zum Opfer fallen. Am 14.12.2022 hat die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) zusammen mit anderen medizinischen Fachgesellschaften die AWMF-S1-Leitlinie „Entscheidungen über die Zuteilung intensivmedizinscher Ressourcen im Kontext der COVID-19-Pandemie - Klinisch-ethische Empfehlungen“ publiziert.


Neue Daten zur Hospitalisierung von Geimpften

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 07.01.2022

 

Ältere zweifach Geimpfte haben im Schnitt ein höheres Hospitalisierungsrisiko als gleichaltrige Menschen mit zusätzlicher Auffrischimpfung. Es liegt aber deutlich unter dem von Ungeimpften. Aussagen zur Schutzwirkung vor Omikron sind laut RKI noch nicht möglich. Jüngste Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) zeigen, dass die Hospitalisierungsinzidenz (die Krankenhauseinweisungen pro Woche und 100.000 Einwohner) bei Geboosterten ab 60 Jahren in der Kalenderwoche 51 (bis 26.12.) bei 1,3 lag. Bei Senioren mit vollständigem Grundschutz (also zwei Impfdosen) war der Wert dreimal so hoch. Das weitaus größte Risiko, wegen Covid-19 ins Krankenhaus zu müssen, hatten aber Ungeimpfte mit einer Inzidenz von 29,1. Für Kalenderwoche 51 werden noch Nachmeldungen erwartet. Es gibt Anzeichen dafür, dass insbesondere der Schutz vor Erkrankung bei Menschen mit vollständigem Grundschutz mit der Zeit abnimmt, wie das RKI am Donnerstag in seinem Wochenbericht schrieb. Vor Hospitalisierung oder tödlichem Verlauf sei diese Gruppe aber weiterhin sehr gut geschützt. Zudem schreibt das RKI: «In Bezug auf den Schutz vor Hospitalisierung kann durch die Auffrischimpfung eine Steigerung der Effektivität bei den Ab-60-Jährigen gezeigt werden.»

 


Autoantikörper als möglicher Auslöser von Long-Covid

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 07.01.2022

 

Personen mit durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion bilden Antikörper gegen körpereigene Strukturen. Das zeigen Ergebnisse einer US-Studie. Das Forscherteam vermutet einen Zusammenhang dieser Autoantikörper mit dem Long-Covid-Syndrom.  Autoantikörper richten sich gegen körpereigenes, gesundes Gewebe. Offenbar bilden an Covid-19-Erkrankte eine Vielzahl solcher Antikörper, die bis zu sechs Monate nach der akuten Erkrankung nachweisbar und möglicherweise an der Entstehung des Long-Covid-Syndroms beteiligt sind. Forscherinnen und Forscher des Cedars-Sinai Medical Center in Los Angeles untersuchten diese Autoantikörperbildung und veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie kürzlich im »Journal of Translational Medicine«. Das Forscherteam untersuchte Blutproben von 177 Personen mit nachweislicher SARS-CoV-2-Infektion in der Vergangenheit und von 53 gesunden Kontrollpersonen auf die Reaktivität von Autoantikörpern. Zum Einsatz kamen 91 mit klassischen Autoimmunerkrankungen assoziierte Autoantigene, darunter auch solche mit großer molekularer Ähnlichkeit zu Bestandteilen von SARS-CoV-2.

 


Selbst-replizierender Corona-Booster am Menschen getestet

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 07.01.2022

 

mRNA-Impfstoffe, die sich in einer Zelle eine Zeit lang selbst amplifizieren können, sind vom Prinzip her lange bekannt. Jetzt wurde erstmals ein solcher Impfstoff, der als Booster vor Covid-19 schützen soll, an zehn Menschen getestet. Die Ergebnisse sind vielversprechend. Das US-amerikanische Biotechnologieunternehmen Gritstone Biodie Universität Manchester und der Manchester University NHS Foundation Trust berichten in Pressemitteilungen über die ersten klinischen Daten einer Phase-1-Studie mit einem mRNA-Impfstoff als Booster gegen das Coronavirus SARS-CoV-2, der sich in zwei wichtigen Spezifikationen von herkömmlichen mRNA-Impfstoffen unterscheidet. Zum einen enthält der noch experimentelle Impfstoff eine mRNA, die für das virale Spike-Protein, aber zusätzlich auch für hochkonservierte Nicht-Spike-T-Zellepitope (TCE) kodiert. Zum anderen handelt es sich um eine selbstreplizierende mRNA (»self-amplifying« oder samRNA). Dieses Prinzip beruht darauf, dass zusätzlich zu der Information für Impfantigene auch noch die Information für eine RNA-Polymerase gespeichert ist. Wird die mRNA von einer Zelle aufgenommen, werden alle diese Informationen in Proteine umgeschrieben. Die dabei gebildete RNA-Polymerase beginnt sodann, die mRNA zu replizieren. Dies ist vergleichbar mit Lebendimpfstoffen, in denen ja auch die Antigene in Form der Viren in der Zelle amplifiziert werden.

 


Virologe Stöhr: Omikron deutlicher Schritt Richtung Ende der Pandemie

Quelle: PressePortal, 06.01.2022

 

Der Virologe Klaus Stöhr sieht mit der neuen Omikron-Variante ein Ende der Corona-Pandemie in Sicht: "Wenn man sich anschaut, wie sich die Viren in den letzten Monaten entwickelt haben, ist es ein deutlicher Schritt Richtung Ende der Pandemie", sagte Stöhr in der phoenix-Sendung corona nachgehakt. Das Virus werde sich vielleicht nicht mehr so tief in der Lunge vermehren, dafür seien mit Omikron verstärkt andere Organe, "vielleicht nur die Nase oder die Schleimhaut im Nasen-, Rachenraum", betroffen. Zudem verkürze sich die Inkubationszeit. "All das sind eigentlich Zeichen der Anpassung an den Menschen, und das ist der richtige Ansatz, wenn man näher an das Ende der Pandemie kommen will", so der ehemalige Leiter des Globalen Influenza-Programms für die Weltgesundheitsorganisation WHO.


Erste Studie zur vierten Impfdosis und Moderna als Booster

Quelle: Pharmarzeutische Zeiung, 05.01.2022

 

Die vierte Impfdosis mit Comirnaty® von Biontech/Pfizer erhöht die Zahl der Antikörper gegen die neue Corona-Variante Omikron laut einer israelischen Studie binnen einer Woche um das Fünffache. Dies sei «gut, aber nicht ausreichend», so die Studienleiterin. Der israelische Ministerpräsident Naftali Bennett stellte die Studienergebnisse am Dienstag bei einem Besuch im Schiba-Krankenhaus bei Tel Aviv gemeinsam mit der Studienleiterin Professor Dr. Gili Regev vor. «Die vierte Impfung ist sicher und effektiv», sagte Bennett. Die Antikörper gegen SARS-CoV-2 steigen noch einmal um das Fünffache an. Allerdings lässt sich von der Höhe des Zuwachses an Antikörpern nicht automatisch darauf schließen, inwieweit sich der tatsächliche Schutz vor Infektion oder Erkrankung verbessert.


Wie gut schützen die Impfstoffe vor Omikron?

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 05.01.2022

 

Erst Anfang November 2021 wurde die Welt mit der Omikron-Variante konfrontiert, die so infektiös ist, dass sie bald überall die bis dahin dominierende Delta-Variante verdrängt haben wird. Noch ist das Wissen zur Wirksamkeit verschiedener Impfstoffe gegen Omikron unvollständig. Aber Informationen werden mehr und mehr verfügbar. In einem Brief an den Editor des »New England Journal of Medicine (NEJM)« legen südafrikanische Wissenschaftler erste Daten zur Wirksamkeit des Biontech/Pfizer-Impfstoffs Comirnaty® gegen die Omikron-Variante in Südafrika vor. Sie bestimmten die Wirksamkeit von zwei Dosen des Covid-19-Impfstoffs auf Basis von Informationen in Krankheitsakten von Mitgliedern einer südafrikanischen Managed-Care-Organisation. Die Wissenschaftler ermittelten die Schutzwirkung des Impfstoffs vor Covid-19-bedingten Krankenhausaufenthalten für vollständig Geimpfte, von denen möglichst umfangreiche Informationen, darunter auch potenzielle Risikofaktoren, gespeichert waren, für den Zeitraum vom 15. November bis zum 7. Dezember, als in Südafrika Omikron bereits dominierte (Omikron-Periode). Diese Werte verglichen sie, mit Schätzungen der Impfstoffwirksamkeit im Zeitraum zwischen dem 1. September und dem 30. Oktober, als die Delta-Variante dominierte (Vergleichszeitraum).


Hammerharte Fakten zu Molnupiravir

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 03.01.2022

 

Molnupiravir kann das Risiko von Krankenhauseinweisungen und Todesfällen bei Covid-19-Patienten mit milden und mittelschweren Verläufen senken. Ärzte können es seit dem 3. Januar verordnen – noch vor der EU-Zulassung. Ein Porträt des antiviral wirksamen Covid-19-Wirkstoffs zum Einnehmen. Für Apotheker gibt es einen weiteren Wirkstoffnamen zum Merken: Molnupiravir (Lagevrio®) von Merck-Sharp & Dohme (MSD) und Ridgeback Biotherapeutics. Der erste Teil des Namens erinnert an Mjölnir, die magische Waffe in Hammerform des Gottes Thor. An der Namensgebung war also offenbar ein Fan der nordischen Mythologie beteiligt. Andere Fakten zu dem Wirkstoff sind im Folgenden zusammengefasst.


Omikron-Variante weitgehend resistent gegen aktuelle Antikörper

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 28.12.2021

 

Zellkulturstudien zeigen, dass die SARS-CoV-2-Variante Omikron Antikörpern ausweicht, die nach Infektion und Impfung gebildet wurden und gegen mehrere therapeutische Antikörper resistent ist. Die Omikron-Variante des SARS-Coronavirus-2 verbreitet sich mit besorgniserregender Geschwindigkeit. Schon bald könnte sie die derzeit weltweit dominierende Delta-Variante ablösen. Es ist aber nur wenig dazu bekannt, ob die gegenwärtig verfügbaren Impfstoffe und Medikamente gegen die Omikron-Varianten wirksam sein werden. Um die Wirksamkeit der Impfungen und therapeutischen Antikörpern einzuschätzen, hat ein Forschungsteam um Stefan Pöhlmann und Markus Hoffmann vom Deutschen Primatenzentrum – Leibniz-Institut für Primatenforschung in Göttingen sowie Forschenden an der Medizinischen Hochschule Hannover, der Universitätsmedizin Göttingen, der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg sowie des Deutschen Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig untersucht, wie effizient die Omikron-Variante durch Antikörper von Genesenen und Geimpften neutralisiert wird. Eine Hemmung durch T-Zellen, die sich nach der Infektion bilden, ist noch zu untersuchen.

 


Wie sich SARS-CoV-2 weiterentwickeln könnte

Quelle: Pharmazeutische Zeitung, 28.12.2021

 

Spätestens mit dem Auftauchen der SARS-CoV-2-Variante Omikron ist klar geworden, dass das Coronavirus als ein erschreckend bewegliches Ziel einzustufen ist. Was könnte nach Omikron kommen? Dafür gibt es verschiedene Szenarien.  Der Frage, wie sich SARS-CoV-2 weiterentwickeln wird, geht der Wissenschaftsjournalist Ewen Callaway aktuell in einem Beitrag auf der Nachrichtenseite des Fachjournals »Nature« nach. Sie beschäftigt Wissenschaftler seit Beginn der Pandemie: Bereits Anfang 2020 wagte der am Fred Hutchinson Cancer Research Center in Seattle, Washington, forschende Evolutionsbiologe Professor Dr. Jesse Bloom eine erste Prognose. Wie viele Virenspezialisten sagte er damals voraus, dass der neue Erreger nicht ausgerottet werden würde. Vielmehr würde er neben den vier saisonalen Coronaviren, die relativ leichte Erkältungen verursachen und seit Jahrzehnten im Menschen zirkulieren, als das fünfte Coronavirus endemisch werden.


Wie gut schützen Impfung, Infektion und Antikörper?

Quelle: Pharmazeutische Zeitung, 28.12.2021

 

Die besorgniserregende SARS-CoV-2-Variante (VOC) Omikron breitet sich weltweit mit erstaunlicher Geschwindigkeit aus. Immer deutlicher wird, dass sie nicht nur infektiöser ist als die bisher bekannten VOC. Sie entkommt offenbar auch fast allen durch eine Erkrankung oder Impfung induzierten immunologischen Abwehrsystemen und ist resistent gegen die meisten therapeutischen Antikörper. In einer Reihe von fünf wissenschaftlichen Arbeiten, die alle im Fachjournal »Nature« zur Publikation angenommen wurden, beschreiben US-amerikanische, französische, südafrikanische, Schweizer und chinesische Forscherteams ihre Resultate zu der Frage, in welchem Ausmaß Omikron immunologische Abwehrstrategien umgehen kann. Die Resultate aller fünf Gruppen weisen in die gleiche Richtung: Nahezu alle Abwehrmechanismen, die durch eine Erkrankung oder eine Impfung induziert werden, laufen bei Omikron ins Leere. Das gilt darüber hinaus auch für die meisten therapeutischen Antikörper, die erst kürzlich zugelassen wurden oder die sich vor der Zulassung befinden.

 


Israel rät Über-60-Jährigen zu einer vierten Impfdosis

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 27.12.2021

 

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie sieht Israel sich ein weiteres Mal als Pionier. Die Behörden empfehlen den Über-60-Jährigen sowie Mitarbeitern des Gesundheitssystems eine weitere Auffrischimpfung. Israel hat beschlossen, Personen über 60 Jahre, immungeschwächten Personen und Beschäftigten im Gesundheitswesen eine vierte Covid-19-Impfdosis zu empfehlen, um die sich schnell ausbreitende Omikron-Variante einzudämmen. Zwar fußt diese Entscheidung auf nur wenigen wissenschaftlichen Daten und es gibt keine entsprechende Zulassung in der EU oder den USA. Dennoch sind die israelischen Berater zur Pandemiebekämpfung zu dem Schluss gekommen, dass der potenzielle Nutzen größer sei als mögliche Risiken. Zudem weisen die Berater auf Anzeichen einer nachlassenden Immunität auch einige Monate nach der dritten Impfung hin und argumentieren, dass eine Verzögerung einer Auffrisch-Option zu spät kommen könnte, um die am stärksten gefährdeten Personen zu schützen. Die vierte Impfung kann allerdings frühestens vier Monate nach der dritten Impfung verabreicht werden.

 


Klassische Erkältungssymptome dominieren bei Omikron und Delta

Quelle: Pharmazeutische Zeitung, 27.12.2021

 

Daten aus England zufolge haben viele Patienten mit einer Delta- oder Omikron-Infektion nicht die bislang als typisch für Covid-19 geltende Symptom-Trias Fieber, Husten und Geruchs-/Geschmackverlust. Dominant sind fünf andere Symptome. Neu bei Omikron sind darüber hinaus Appetitlosigkeit und Nachtschweiß. Die ZOE-Covid-Studie in Großbritannien ist nach eigenen Angaben eine der größten Auswertungen, die zu Covid-19 durchgeführt wird. Daran nehmen bereits 4,7 Millionen Menschen per App teil. Dort können sie Angaben zu ihrem Gesundheitszustand machen – wenn sie mit SARS-CoV-2 infiziert sind, auch zu ihren Symptomen.


Britische Daten legen milden Verlauf bei Omikron nahe

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 23.12.2021

 

Zwei Studien aus Großbritannien scheinen die ersten Daten aus Südafrika zu bestätigen, dass Omikron-Infektionen seltener zu Krankenhauseinweisungen führen als solche mit der bislang dominierenden Variante Delta. Die Omikron-Variante des SARS-Coronavirus-2 verbreitet sich mit bisher ungekannter Geschwindigkeit. Sie scheint also sehr ansteckend zu sein. Wie pathogen sie ist, ist aber noch unklar. Erste Daten aus Südafrika weisen darauf hin, dass Omikron zu einem milderen Krankheitsverlauf führen könnte als die bislang vorherrschende Delta-Variante. Laut Daten des südafrikanische National Institute for Communicable Diseases (NICD) haben Omikron-Infizierte ein bis zu 80 Prozent geringeres Risiko, im Krankenhaus behandelt werden zu müssen, als solche mit einer Delta-Infektion.


Milde Omikron-Verläufe in Südafrika – auf Deutschland übertragbar?

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 22.12.2021

 

Eine neue Studie aus Südafrika bestätigt den dort bislang beobachteten eher milden Krankheitsverlauf der Coronavirus-Variante Omikron. Und auch Laborversuche aus England deuten darauf hin. Einen Grund zur Entwarnung sehen deutsche und schweizerische Virologen noch nicht. Das südafrikanische National Institute for Communicable Diseases (NICD) hat am Mittwoch eine erste Bewertung der Omikron-Krankheitsverläufe in Südafrika veröffentlicht. Am 24. November hatte erstmals das südafrikanische Überwachungsnetz über die neue Virusvariante Omikron (B.1.1.529) berichtet, die in einer Probe vom 14. November gefunden worden war. Mittlerweile hat Omikron alle anderen Varianten fast verdrängt, schreiben Professor Dr. Cheryl Cohen und Kollegen vom NICD in einer Preprint-Veröffentlichung auf »medRxiv«.


Ein Medikament gegen SARS-CoV-2 – Neue Strategie verspricht Erfolg auch gegen zukünftige SARS-CoV-2-Varianten

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 15.12.2021

 

Dank einer bisher einzigartigen weltweiten Zusammenarbeit gab es sehr schnell Impfstoffe gegen das SARS-CoV-2-Virus. Bei der Entwicklung von Medikamenten gegen Covid-19 gab es bisher aber nur Teilerfolge. Gefördert von der Bayerischen Forschungsstiftung hat nun ein Münchener Forschungsteam ein Protein entwickelt, das im Zellversuch die Infektion durch das Virus und seine Varianten zuverlässig verhindert. Das SARS-CoV-2-Virus nutzt ein Protein an der Oberfläche menschlicher Zellen als Eintrittspforte, das sogenannte Angiotensin-converting enzyme 2 (ACE2). Hier greift das sogenannte Spike-Protein des Virus an, um anschließend die Zelle zu infizieren. Die bisher wirksamste medikamentöse Therapie, die wir gegen das SARS-CoV-2 in der Hand haben, sind Antikörper-Therapien.

 


Booster nach einem Monat laut Immunologen nicht sinnvoll

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 13.12.2021

 

In Nordrhein-Westfalen können Menschen demnächst wohl schon einen Monat nach der zweiten Impfung gegen das Coronavirus eine dritte Spritze bekommen. Macht das Sinn? Immunologen haben dazu eine ganz klare Meinung. Eine Booster-Impfung schon nach vier Wochen macht aus Sicht von Immunologen wenig Sinn. In Nordrhein-Westfalen sind Booster-Impfungen nach einem Erlass der Landesregierung grundsätzlich nach vier Wochen möglich, es gebe aber keine ausdrückliche Empfehlung dafür, sagte Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) am Dienstag. Manche Politiker fordern bereits, diesen Weg auszuweiten. Die Deutsche Gesellschaft für Immunologie sieht das kritisch: Vier Wochen nach der Zweitimpfung seien bestimmte immunologische Prozesse noch nicht abgeschlossen. Der Booster wirke dann viel schlechter.


Omikron wohl bald dominante Variante

Quelle:  Pharmarzeutische Zeitung, 14.12.2021

 

Daten der staatlichen britischen Gesundheitsbehörde UK Health Security Agency (UKHSA) belegen eine rasante Ausbreitung der Omikron-Variante auf der Insel. Es wird damit gerechnet, dass diese sich schon sehr bald gegen die Delta-Variante durchgesetzt haben wird. Wie die UKSHA gestern mitteilte, mussten in England mittlerweile zehn Menschen aufgrund einer Infektion mit der Omikron-Variante des Coronavirus stationär behandelt werden, einer verstarb. Die hospitalisierten Patienten stammten aus allen Landesteilen, seien zwischen 18 und 85 Jahre alt und mehrheitlich zweimal geimpft. Die leitende medizinische Beraterin der Behörde, Dr. Susan Hopkins, sagte, es sei nicht überraschend, dass man nun erste Hospitalisierungen von Omikron-Infizierten sehe, da die Krankenhauseinweisungen den Infektionen einige Wochen hinterherliefen. Die ersten Infektionen mit der neuen Variante wurden in Großbritannien Ende November nachgewiesen.


Antikörperbildung bei Genesenen und Geimpften unterschiedlich

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 13.12.2021

 

Die Vielfalt und die Menge an gebildeten Antikörpern gegen SARS-CoV-2 unterscheiden sich bei Geimpften und Genesenen. Dies ist laut Forscherinnen und Forschern auf eine räumliche Fixierung des bei der Impfung gebildeten Spike-Proteins zurückzuführen. Alle bisher in der EU zugelassenen Covid-19-Impfstoffe haben gemeinsam, dass die gebildeten Antikörper sich gegen das Spike-Protein (S-Protein) von SARS-CoV-2 richten. Bei einer Infektion dockt das Virus mit dem S-Protein an den Zellrezeptor ACE2 auf Wirtszellen an. Bei diesem Prozess ändert sich die räumliche Struktur des S-Proteins zur sogenannten Präfusionskonformation. Diese ermöglicht die Fusion von Virus- und Zellmembran und das Virus kann in die Zelle eindringen.


Hoffnungsschimmer in der Pandemie: Protein ZAP hemmt Vermehrung von SARS-CoV-2 um das 20-Fache

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 10.12.2021

 

Wissenschaftler:innen des Würzburger Helmholtz-Instituts für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) und des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig weisen erstmals nach, wie ZAP, ein Protein der menschlichen Immunabwehr, den Vermehrungsmechanismus des Coronavirus SARS-CoV-2 hemmt und die Viruslast um das 20-Fache reduzieren kann. Die Erkenntnisse wurden heute im Fachjournal Nature Communications veröffentlicht. Sie können dazu beitragen, antivirale Mittel im Kampf gegen die Pandemie zu entwickeln.


COVID-19-Impfung: Gründe für früheres Boostern

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 09.12.2021

 

Wer wegen einer chronisch-entzündlichen Erkrankung mit TNF-alpha-Blockern behandelt wird, benötigt vermutlich früher als andere eine Auffrischungsimpfung gegen SARS-CoV-2. Darauf verweist eine Studie des Exzellenzclusters „Precision Medicine in Chronic Inflammation“. Patientinnen und Patienten mit rheumatischen Erkrankungen oder Entzündungskrankheiten von Darm (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) und Haut (Schuppenflechte) werden häufig mit Wirkstoffen behandelt, die das Immunsystem unterdrücken. Diese immunsuppressiven Therapien können Krankheitsschübe verhindern, eventuell aber auch den Erfolg einer COVID-Impfung schmälern. Ob das tatsächlich der Fall ist, hat ein Kieler Forschungsteam des Exzellenzclusters „Precision Medicine in Chronic Inflammation“ (PMI) untersucht. Die im März 2021 veröffentlichte Auswertung des kurzfristigen Impferfolgs ergab, dass die neuen mRNA-Impfstoffe gegen COVID-19 bei Menschen mit chronischen Entzündungserkrankungen und immunsuppressiver Therapie wirksam und verträglich sind. Um die langfristige Impfantwort abschätzen zu können, wurden 23 Patientinnen und Patienten mit immunsuppressiver Therapie ein halbes Jahr nach der zweiten Impfung erneut untersucht und mit 24 gesunden Kontrollpersonen verglichen. Bei einigen von ihnen waren die Antikörperspiegel gegen SARS-CoV-2 stark abgefallen, wie die im rheumatologischen Fachjournal RMD Open veröffentlichte Studie zeigt.

 


Antikörper COVID-19-Geimpfter erkennen andere Strukturen des Spike-Proteins als Antikörper SARS-CoV-2-Infizierter

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 09.12.2021

 

Einige COVID-19-Impfstoffe nutzen als Antigen-Zielstruktur eine veränderte (stabilisierte) Variante des Spike-Proteins des Coronavirus SARS-CoV-2. Ein vom Immunsystem bei SARS-CoV-2-Infektion erkanntes Antigen ist das unveränderte Spike-Protein. Ein Forschungsteam des Paul-Ehrlich-Instituts konnte beobachten, dass die nach Impfung gebildeten Antikörper im Vergleich zu Antikörpern nach Infektion unterschiedliche lineare Strukturen des Spike-Proteins erkennen. Verglichen wurden Antikörper im Blutserum von mit Comirnaty (BioNTech/Pfizer) Geimpften mit Antikörpern im Serum von COVID-19-Rekonvaleszenten. Über die Ergebnisse berichtet Vaccines in seiner Online-Ausgabe vom 01.12.2021.


Pflanzen als Bioreaktor für Corona-Impfstoff

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 09.11.2021

 

Die Unternehmen Medicago und Glaxo-Smith-Kline (GSK) informieren über die Wirksamkeit und Sicherheit eines adjuvantierten Covid-19-Impfstoffkandidaten. Das Besondere daran ist, dass die Vakzine in Pflanzen produziert wurde. Medicago, ein biopharmazeutisches Unternehmen mit Sitz in Quebec City, ist unter anderem darauf spezialisiert, Impfantigene in lebenden Pflanzen herzustellen. Dafür hat das Unternehmen die Proficia®-Technologie entwickelt, bei der Tabakpflanzen (Nicotiana benthamiana) mithilfe des Bakteriums Agrobacterium tumefaciens, in dessen Genom ein Gen beispielsweise von SARS-CoV-2 inseriert wurde, transfiziert werden.


Arbeit am Omikron-Impfstoff mit »voller Geschwindigkeit«

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 09.12.2021

 

Die Schutzwirkung der Covid-19-Vakzinen scheint ersten Daten zufolge gegen die Omikron-Variante gering auszufallen. Der Hersteller Biontech arbeitet bereits mit Hochdruck an der Anpassung seiner Vakzine. Wie und ob ein Varianten-Impfstoff eingesetzt werden muss, ist noch unklar. Denkbar ist auch ein Kombinationsimpfstoff. Das Spike-Protein der neuen Coronamutante Omikron ist stark verändert. Da auf dieses Virusprotein die Impfantwort aller in der EU zugelassenen Covid-19-Impfstoffe abzielt, wurde mit einer erheblichen Reduktion des Impfschutzes gegen die Variante gerechnet. Gestern haben gleich mehrere Arbeitsgruppen die Erwartungen bestätigt, als sie erste vorläufige Labordaten zur Reduktion der Schutzwirkung der Covid-19-Impfstoffe gegen die neue SARS-CoV-2-Variante Omikron vorstellten. Demnach ist die Neutralisationskapazität der Seren von Geimpften bei Omikron im Vergleich zu Delta um fast das 40-Fache reduziert. Zumindest Doppeltgeimpfte sind offenbar gegen die neue Variante nur unzureichend geschützt.

 


Booster erhöht Impfschutz massiv – und wirkt bei Delta

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 09.12.2021

 

In vitro kann der Covid-19-Booster die Immunantwort steigern, aber schützt er auch zuverlässig vor Erkrankung und Tod durch das Coronavirus? Ja, sogar sehr gut, zeigen nun Daten aus Israel, die während der Delta-Welle gewonnen wurden. Mit der globalen Dominanz der Delta-Variante und der Erkenntnis, dass Antikörperspiegel ab etwa vier Monate nach einer zweiten Impfung deutlich abnehmen, trat die Boosterimpfung immer stärker in den Vordergrund. Empirische Evidenz der Wirksamkeit dieser dritten Impfung war bisher nicht bekannt. Zwei Gründe sprechen für die Notwendigkeit, eine Grundimmunisierung gegen Covid-19 durch eine Booster-Impfung abzuschließen: Die mit der Zeit doch deutliche Abnahme der Antikörperspiegel gegen das Spike-Protein und der damit verbundene graduelle Verlust eines effizienten Schutzes gegen schwere Covid-19-Verläufe, und die Dominanz der Delta-Variante, die deutlich ansteckender ist als andere SARS-CoV-2-Varianten. Bisher fehlten robuste Daten zur Wirksamkeit einer Booster-Impfung mit Comirnaty®. Diese Lücke schließen nun zwei israelische Studien, die jetzt im »New England Journal of Medicine« (NEJM) publiziert wurden. Über den Schutz vor Omikron geben die Studien allerdings naturgemäß noch keine Auskunft, weil sie einen Zeitraum vor der Entdeckung der neuen Variante betrachten.


STIKO empfiehlt Impfung kleinen Kindern mit Vorerkrankung

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 09.12.2021

 

Die Ständige Impfkommission hat heute eine Impfempfehlung für die Altersgruppe der Fünf- bis Elfjährigen veröffentlicht. Darin empfiehlt sie eine Covid-19-Impfung nur Kindern mit Vorerkrankungen oder in Haushalten mit gefährdeten Personen, die sich nicht durch Impfung schützen können.  Seit dem 26. November ist der mRNA-Impfstoff Comirnaty® von Biontech/Pfizer ab dem Alter von fünf Jahren zu gelassen. Rechtzeitig vor Beginn der Auslieferung der speziell für Kinder hergestellten, niedriger dosierten Version des Impfstoffs, die für spätestens 20. Dezember angekündigt ist, wollte die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Impfempfehlung für die Altersgruppe der Fünf-bis Elfjährigen erarbeiten. Das hat sie nun getan und einen entsprechenden Beschlussentwurf in das vorgeschriebene Stellungnahmeverfahren gegeben, teilt die Kommission heute mit.


Stellungnahme zur 3. Impfung gegen SARS-CoV2 bei Personen mit MS

Quelle: Informartionsdienst Wissenschaft, 08.12.2021

 

Auch wenn derzeit eine große Anzahl verschiedener Maßnahmen diskutiert werden, um die hohen Inzidenzen in Deutschland zu bremsen, so bleibt die Impfung gegen SARS-CoV2 – auch bei Personen mit Multipler Sklerose – die wichtigste Strategie, um die pandemische Lage in eine endemische Lage zu überführen und die Normalität in unserer Gesellschaft wiederherzustellen. Hintergrund: In Bezug auf die Impfung gegen SARS-CoV2 sind unterschiedliche Handlungsweisen von Bedeutung. Erstens, dass möglichst viele der noch Unent-schlossenen so schnell wie möglich geimpft werden. Die verschärften Regeln, werden manche MitbürgerInnen wahrscheinlich dazu bringen, sich rasch impfen zu lassen. Dennoch werden sich weiterhin einige Millionen Menschen in Deutschland – das hat die Erfahrung der letzten Monate gezeigt – nicht von der Sinnhaftigkeit der Impfung überzeugen lassen und daher auch weiterhin keinen effektiven Schutz vor einer krankmachenden Virusinfektion haben. „Es sei hier nochmals klar gesagt: Insbesondere Menschen mit Autoimmunerkrankungen wie der Multiplen Sklerose (MS) profitieren von einem Impfschutz gegen SARS-CoV2 – eine MS Erkrankung und auch eine Immuntherapie bei MS sind aufgrund vorliegender Daten keine Kontraindikation gegen eine Impfung“, betont Prof. Mathias Mäurer, Chefarzt der Neurologi-schen Klinik des Juliusspitals in Würzburg, Sprecher des Fachausschuss Versor-gungsstrukturen und Therapeutika und Mitglied des Vorstands des krankheitsbezogenen Kompetenznetz Multiple Sklerose (KKNMS).

 


Deutsche Herzstiftung ruft zu konsequenter zeitgerechter Booster-Impfung auf

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 08.12.2021

 

Herzstiftung unterstützt den breiten Konsens zur Covid-19-Impfung. Logistische Probleme bei Corona-Impfstofflieferung „nicht akzeptabel“ Die aktuelle Pandemie-Lage erhöht insbesondere für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen die Dringlichkeit einer (Auffrischungs-) Impfung zum Schutz vor Covid-19 enorm. Viele Herzpatienten fragen zu Recht, wie die aktuelle Situation in der vierten Welle zu beurteilen ist. Die Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) zeigen eindeutig, dass Impfdurchbrüche zunehmen (in der Zeit von 01.02. bis 19.11.2021: 312.502 Impfdurchbrüche). Was ist ein Impfdurchbruch? Es wird von einem Impfdurchbruch gesprochen, wenn bei einem vollständig Geimpften ein positiver PCR-Test und Symptome vorliegen. Liegen bei einem Geimpften keine Symptome vor und der PCR-Test ist positiv (zeigt Virusmaterial an), spricht man nicht von einem Impfdurchbruch

 


Drosten dämpft Hoffnung auf baldiges Ende der Pandemie

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 08.12.2021

 

Die Omikron-Variante des Coronavirus breitet sich sehr rasch aus. Professor Dr. Christian Drosten zufolge wird die Variante ab Januar auch in Deutschland ein Problem werden – und noch bis in den Sommer bleiben. Ungeimpfte dürften wohl nicht mit milderen Verläufen rechnen. Die Coronapandemie könnte sich nach Einschätzung des Berliner Virologen Professor Dr. Christian Drosten noch länger hinziehen. Der weitere Verlauf hängt aus seiner Sicht stark von der Ausbreitung der Virusvariante Omikron ab. In Südafrika seien die Zuwachsraten trotz des dort einsetzenden Sommers hoch. »Und darum würde ich im Moment auch nicht sagen, bis Ostern ist in Deutschland die Pandemie vorbei, wenn Omikron übernimmt«, sagte der Wissenschaftler von der Berliner Charité im aktuellen »Coronavirus-Update« bei NDR-Info.


Zweimal Geimpfte nur schlecht vor Omikron geschützt

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 08.12.2021

 

Erste Ergebnisse von Laborversuchen deuten darauf hin, dass die zweifache Impfung gegen Covid-19 kaum vor Infektionen mit der neuen Omikron-Variante schützt. Wie gut der Schutz vor einem schwerem Verlauf ist, lässt sich noch nicht abschätzen. Professor Dr. Sandra Ciesek, Virologin am Universitätsklinikum Frankfurt am Main, informierte heute auf Twitter über erste Erkenntnisse zum Immunescape der Omikron-Variante von SARS-CoV-2. Sie hatte mit ihrem Team die Neutralisationsfähigkeit von Sera verschiedener Probanden gegen die neue besorgniserregende Variante getestet: Personen, die zweimal mit dem Biontech/Pfizer-Impfstoff Comirnaty® geimpft waren, Personen, die zweimal mit dem Moderna-Impfstoff Spikevax® geimpft waren, und Personen, die einmal mit dem Astra-Zeneca-Impfstoff Vaxzevria® und einmal mit Comirnaty geimpft waren.


Sotrovimab soll auch vor Omikron-Variante schützen

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 07.12.2021

 

Das Covid-19-Präparat Xevudy®, das den Antikörper Sotrovimab enthält, soll auch gegen die neue Virusvariante Omikron wirksam sein. Darauf weisen präklinische Daten hin. Xevudy befindet sich in der EU im Zulassungsprozess. Präklinische Daten zeigen, dass der bereits in einigen angelsächsischen Ländern eingesetzte Antikörper Sotrovimab alle getesteten besorgniserregenden Varianten, einschließlich der Schlüsselmutationen von Omikron, neutralisiert. Darüber informiert die Firma Glaxo-Smith-Kline (GSK), die Sotrovimab gemeinsam mit Vir Biotechnology entwickelt hat, in einer Pressemitteilung.


Weiteres Virus an Omikron-Entstehung beteiligt?

Qulle: Pharmarzeutische Zeitung, 07.12.2021

 

Eine Mutation im Spike-Protein der neuen SARS-CoV-2-Variante Omikron ist eine bislang unbekannte Insertion. Diese könnte durch Aufnahme von genetischem Material eines anderen Virus entstanden sein. Das Spike-Gen von Omikron ist stark mutiert. Es enthält 37 Mutationen, von denen 26 bislang nicht aus anderen besorgniserregenden Varianten bekannt sind. Bei diesen handelt es sich um 23 Substitutionen (Austausch von Basen), zwei Deletionen (Fehlen von Basen) und eine Insertion (Hinzufügen von Basen). Während einige Veränderungen der Erbinformation schon von anderen SARS-CoV-2-Varianten bekannt sind, ist die Insertion (ins214EPE) neu. Drei Aminosäuren sind in das Spike-Protein an Position 214 zusätzlich eingefügt: Glutaminsäure (E), Prolin (P) und noch einmal Glutaminsäure (E).


Ansteckungsrisiko im Promillebereich

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 07.12.2021

 

Eine Studie aus Deutschland zeigt erneut, wie gut OP- und FFP2-Masken vor Ansteckung mit dem Coronavirus schützen. Das ist gerade mit Blick auf neue Varianten wichtig, mit denen sich auch Geimpfte infizieren können. Ohne Maske, mit OP- oder FFP2-Maske bei gutem oder schlechtem Sitz: Forscher des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen haben das maximale Infektionsrisiko mit SARS-CoV-2 in verschiedenen Situationen ermittelt. Dabei stellten sie fest: Abstand halten allein bringt fast gar nichts. Um gut geschützt zu sein, führt am Tragen einer Maske – am besten einer gut sitzenden FFP2-Maske – kein Weg vorbei.


Welcher Covid-19-Impfstoff wirkt am besten?

Quelle: Pharmazeutische Zeitung, 06.12.2021

 

In der britischen Vergleichsstudie Cov-Boost wurde die Wirksamkeit von sieben Covid-19-Impfstoffen als Booster verglichen. Das Ergebnis: Alle Booster funktionieren bei guter Verträglichkeit – sie wirken aber unterschiedlich gut. Biontech/Pfizer oder lieber Moderna? Die Frage, welcher mRNA-Impfstoff zur Boosterung gegen Covid-19 zum Einsatz kommen soll, beschäftigt in Deutschland derzeit viele Menschen. Offiziell ist die Frage längst geklärt: Laut Ständiger Impfkommission sind beide Impfstoffe gleichwertig einsetzbar (in der Altersgruppe über 30 Jahre). Nun zeigt eine im Fachjournal »The Lancet« publizierte Phase-II-Studie aus Großbritannien, dass alle Impfstoffe als Booster funktionieren.


Was bisher zu Omikron bekannt ist

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 03.12.2021

 

Die neue Omikron-Variante von SARS-CoV-2 wird von Experten aufgrund ihres Mutationsmusters als sehr gefährlich eingeschätzt. Viele konkrete Fragen sind aber noch offen. Wir haben den aktuellen Stand zusammengefasst. Die zunächst in Botswana und Südafrika identifizierte Variante B.1.1.529 des Coronavirus wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am vergangenen Freitag als »besorgniserregend« eingestuft und erhielt den systematischen Namen Omikron. Sie zeichnet sich durch eine bisher noch nicht beobachtete Zahl bekannter, aber vor allem auch neuer Mutationen aus, die unter anderem das Spike-Protein betreffen. Zwischenzeitlich ist die Variante in mehr als 20 Ländern nachgewiesen worden, auch in Deutschland.


Omikron könnte schon in Monaten dominieren

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 03.12.2021

 

Die Omikron-Variante des Coronavirus könnte nach Angaben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC schon in wenigen Monaten die dominierende Variante in Europa sein.  Basierend auf mathematischen Modellen der Behörde gibt es Anzeichen dafür, dass Omikron innerhalb der nächsten Monate über die Hälfte aller Corona-Infektionen im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) verursachen könnte. Das schrieb die in Stockholm ansässige Behörde am Donnerstag in einer aktualisierten Einschätzung zur Bedrohungslage durch die neue Virusvariante. Zum EWR zählen neben den 27 EU-Staaten noch Norwegen, Island und Liechtenstein. Mehr als ein Dutzend dieser Länder haben bislang Omikron-Fälle nachgewiesen. Ursprünglich war die Variante zunächst in Botsuana und Südafrika registriert worden.


Schützt die Impfung vor Long Covid?

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 02.12.2021

 

Bekanntlich bietet die Covid-19-Impfung zwar einen guten Schutz vor schweren Verläufen, aber nicht zwangsläufig vor Infektionen mit SARS-CoV-2. Was bedeutet das mit Blick auf das Risiko für Long Covid? Forscher suchen noch nach Antworten. Schätzungsweise 15 Prozent der Patienten mit durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion haben danach noch über Wochen und Monate andauernde Beschwerden wie kognitive Einbußen, Fatigue, Atemnot oder Herzrasen, die sie im Alltag teilweise stark einschränken. Diese und viele weitere Symptome werden unter dem Oberbegriff Long Covid zusammengefasst. Da der Auslöser des Syndroms noch nicht geklärt ist, gibt es auch noch keine ursächliche Therapie. Eine in diesem Jahr erschienene Leitlinie empfiehlt eine symptomorientierte Behandlung.


Immunreaktion lässt Lunge vernarben

Quelle: IPharmarzeutische Zeitung, 02.12.2021

 

Bei einer SARS-CoV-2-Infektion werden Immunzellen aktiviert, die die Lunge angreifen und eine Fibrose bewirken. Diese Vernarbung des Lungengewebes kann vermutlich die langen Beatmungszeiten bei schwer Erkrankten und auch einen Teil der Beschwerden bei Long Covid erklären. Bei einem schweren Verlauf von Covid-19 entwickelt sich bei vielen Patienten ein akutes Lungenversagen, kurz ARDS genannt (Acute Respiratory Distress Syndrome). Eine Forschergruppe der Berliner Charité ging jetzt in einer Studie der Vermutung nach, dass dabei das Lungengewebe der Patienten vernarbt, verdickt und unelastisch wird. Ganz ähnliche Vorgänge laufen bei einer bisher unheilbaren Form der Lungenvernarbung ab, der idiopathischen Lungenfibrose.


Virus-RNA im Blut gibt Hinweis auf Sterberisiko

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 02.12.2021

 

Die Menge an RNA von SARS-CoV-2 im Blut hospitalisierter Covid-19-Patienten ist ein zuverlässiger Marker für das Sterberisiko und könnte genutzt werden, besonders gefährdete Personen zu identifizieren. Das berichten kanadische Forscher in »Science Advances«. Trotz einiger Fortschritte in der Behandlung von Covid-19-Patienten ist es immer noch schwierig, den weiteren Krankheitsverlauf von hospitalisierten Infizierten vorherzusagen. Um zuverlässige Marker für eine Gefährdung zu identifizieren, untersuchte ein Team um Professor Dr. Daniel Kaufmann von der Universität Montreal eine Kohorte von 279 Covid-19-Patienten mit besonderem Hinblick auf deren Blutwerte. In den Blutproben der Patienten mit unterschiedlich schweren Verläufen, die elf Tage nach Symptombeginn genommen worden waren, bestimmten die Forschenden verschiedene Parameter wie die Konzentration von inflammatorischen Botenstoffen, Markern für Gewebeschädigung, von IgG und der Virus-RNA.


Corona-Drittimpfung unerlässlich bei fehlender Immunantwort

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 01.12.2021

 

Studie zeigt Wirkung der Boosterimpfung für Menschen ohne Immunantwort. In einer neuen Studie des Deutschen Zentrums Immuntherapie unter Leitung der Medizinischen Klinik 3 – Rheumatologie und Immunologie (Direktor: Prof. Dr. med. Georg Schett) am Universitätsklinikum Erlangen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) wurden Patientinnen und Patienten, die auf zwei Impfungen gegen das neue Coronavirus keine Immunantwort entwickelten und damit keinen Schutz vor einer Infektion hatten, einer dritten Impfung unterzogen. Die Ergebnisse zeigen, dass diese Personen – medizinisch auch „Impfversager/-in“ genannt – nach der Drittimpfung in den allermeisten Fällen einen sehr guten Impfschutz aufbauen.

 


Wie stark ist Omikron in Deutschland verbreitet?

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 01.12.2021

 

Die als besorgniserregend eingestufte Corona-Variante Omikron wurde auch in Deutschland bereits mehrfach nachgewiesen. Reiserückkehrer können sie schon eine Weile eingeschleppt haben, sagen Fachleute. Wie sehr zirkuliert Omikron hierzulande bereits? Nach ersten Nachweisen der Omikron-Variante des SARS-Coronavirus-2 in Deutschland gehen Experten von einem bereits darüber hinausgehenden Vorkommen aus. Der Zeitraum, in dem Reisende das Virus bereits international verbreiteten, betrage sicher Wochen, teilte Professor Dr. Oliver Keppler, Vorstand am Max von Pettenkofer-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München auf dpa-Anfrage mit. »Einige Hundert Fälle können es in Deutschland vielleicht sein.«


Theorien zur Entstehung der Omikron-Variante

Quelle:  Pharmarzeutische Zeitung, 01.12.2021

 

Die neue besorgniserregende SARS-CoV-2-Variante Omikron unterscheidet sich von allen bislang bekannten Varianten durch ungewöhnlich viele Mutationen, die keine wirkliche Evolution erkennen lassen. Wie kann man sich das erklären? Zwei Theorien werden diskutiert, darunter auch, dass Omikron in einem stark immunsupprimierten Patienten entstand. Der Bedeutung des pandemischen Coronavirus SARS-CoV-2 entsprechend laufen die ermittelten Daten aus Strukturanalysen in mittlerweile riesige, eigentlich nur noch von Spezialisten zu durchschauende Stammbäume ein. Das gilt auch für die inzwischen als Omikron bezeichnete Variante B.1.1.529. Hier erkennt man, wie sich Varianten schrittweise aus Vorläufervarianten entwickeln, aus denen sich dann vielfach auch Funktionsdaten ableiten lassen.


COVID-19-Lungenversagen: Warum Betroffene so lange beatmet werden müssen

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 30.11.2021

 

Bei der Mehrheit der Patientinnen und Patienten mit schwerem COVID-19 vernarbt die Lunge in außergewöhnlich starkem Ausmaß. Das zeigen Forschende der Charité, des HIRI, des MDC, der Uniklinik RWTH Aachen und des Robert Koch-Instituts in einer aktuellen Studie. Wie sie in der Fachzeitschrift Cell* beschreiben, spielen Fresszellen des Immunsystems eine zentrale Rolle. Einige Prozesse des COVID-19-Lungenversagens ähneln dabei denen der idiopathischen Lungenfibrose, einer bisher unheilbaren Form der Lungenvernarbung. Die gestörte Narbenreaktion könnte erklären, warum die Lunge lange funktionsunfähig bleibt und eine langwierige ECMO-Therapie erfordert.


Wie wird ein Fledermaus-Virus zum Pandemie-Auslöser? Nach Aminosäure-Austausch bindet RaTG13 an menschliche Zellen

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 30.11.2021

 

Das Fledermaus-Virus RaTG13 ist ein naher Verwandter von SARS-CoV-2, doch anders als der Verursacher der COVID-19-Pandemie kann RaTG13 nur schlecht an menschliche Zellen andocken. Allerdings reicht der Austausch einer einzigen Aminosäure im Spike-Protein dieses Fledermaus-Coronavirus aus, damit es ähnlich wie SARS-CoV-2 über den ACE2-Rezeptor an menschliche Zellen binden kann. Dies hat eine Studie aus dem Institut für Molekulare Virologie des Universitätsklinikums Ulm gezeigt, die jüngst im Fachjournal Nature Communications publiziert wurde. Ein weiteres Ergebnis der Arbeit: Eine Impfung gegen SARS-CoV-2 kann möglicherweise helfen, das Überspringen von solchen Krankheitserregern v .


Impfstoffe vermutlich schlecht gegen Omikron wirksam

Quelle: Pharmarzeutishe Zeitung, 30.11.2021

 

Stéphane Bancel, der CEO des Impfstoffherstellers Moderna, sagt für die zugelassenen Covid-19-Impfstoffe eine deutlich verringerte Wirksamkeit gegen die neue Omikron-Variante von SARS-CoV-2 voraus. Bis angepasste Impfstoffe in relevantem Ausmaß produziert seien, werde es Monate dauern. Seit Donnerstag vergangener Woche häufen sich die Berichte zu einer neu identifizierten SARS-CoV-2-Variante, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als besorgniserregend eingestuft wurde und den Namen Omikron erhielt. Diese fällt durch eine hohe Zahl an Mutationen auf, die auch das Spike-Protein des Virus betreffen – das Zielantigen aller bisher in der EU zugelassenen Impfstoffe. Obwohl noch keine Daten zur Schutzwirkung der Impfstoffe gegen die neue Variante vorliegen, rechnet Bancel mit einem deutlichen Wirksamkeitsverlust.


Neue Studiendaten zur Wirksamkeit veröffentlicht

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 29.11.2021

 

Nachdem die Firma MSD im Oktober vielversprechende Zwischenergebnisse einer Studie mit dem potenziellen Covid-19-Wirkstoff Molnupiravir publiziert hatte, hat sie nun neue Daten nach Auswertung aller Teilnehmer veröffentlicht. Diese sind immer noch positiv, aber schlechter als die Zwischenergebnisse. In der Phase-III-Studie Move-Out wurden nicht hospitalisierte erwachsene Patienten mit leichtem bis mittelschwerem Covid-19, die ein Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben, mit Molnupiravir oder Placebo behandelt. Die Zwischenergebnisse hatten vor einigen Wochen gezeigt, dass das relative Risiko für eine Krankenhauseinweisung oder Tod innerhalb der folgenden 29 Tage durch die Gabe von Molnupiravir gegenüber Placebo um die Hälfte reduziert werden konnte. Während 7,3 Prozent der Patienten (28 von 385) unter Molnupiravir-Therapie hospitalisiert wurden oder starben, waren es unter Placebo 14,1 Prozent (53 von 377).


Omikron »lieber ernst nehmen«

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 29.11.2021

 

Die neue Omikron-Variante des Coronavirus stellt aus Sicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein sehr hohes globales Risiko dar. Noch sind viele Details ungewiss, eines ist aber sicher: Impfen und Boostern ist noch einmal wichtiger geworden. In einem gestern veröffentlichten Dokument ruft die WHO die Mitgliedstaaten dazu auf, sich auf den Umgang mit der Omikron-Variante vorzubereiten. Diese neue SARS-CoV-2-Variante mit vielen ungewöhnlichen Mutationen war vor Kurzem zunächst in einigen Ländern im Süden Afrikas aufgetaucht, wurde aber mittlerweile bereits auch in mehreren Ländern außerhalb Afrikas nachgewiesen, darunter Deutschland.


Coronavirus-Pandemie: Nationalakademie Leopoldina legt Ad-hoc-Stellungnahme zur Eindämmung der vierten Welle vor

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 27.11.2021

 

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina veröffentlicht heute die Ad-hoc-Stellungnahme „Coronavirus-Pandemie: Klare und konsequente Maßnahmen ‒ sofort!“. Das angehängte Papier konzentriert sich auf dringend notwendige Maßnahmen mit dem Ziel, die vierte Infektionswelle schnell und effizient einzudämmen.


Antikörperbildung nach Impfung mit unterschiedlichen mRNA-Impfstoffen und nach COVID-19-Infektion

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 26.11.2021

 

Ein Forschungsteam des Paul-Ehrlich-Instituts hat die gebildeten Antikörper nach Impfung mit dem aktuell in Deutschland überwiegend eingesetzten COVID-19-Impfstoff Comirnaty von BioNTech/Pfizer, dem inzwischen aus dem Zulassungsprozess zurückgezogenen Impfstoffkandidaten CVnCoV (CureVac) und nach COVID-19-Infektion verglichen. Spezifische Antikörperspiegel, Neutralisierungskapazität und Bindungsfähigkeit der Antikörper unterschieden sich erheblich zwischen Personen nach Impfung mit Comirnaty und nach COVID-19-Infektion auf der einen Seite und von mit CVnCoV geimpften Personen auf der anderen Seite, was die unterschiedliche Wirksamkeit mit erklären kann.