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Letzte aktuallisierung der Presseschau: 18.05.2022

 



“Wachsendes Ende” von Entzündungen entdeckt

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 13.05.2022

 

Rötung, Schwellung, Schmerz – das sind Anzeichen einer Entzündung. Sie dient dem Schutz des Körpers vor Krankheitserregern oder Fremdstoffen. Forschende der Universitäten Bonn und Köln konnten zeigen, dass Entzündungsreaktionen eines wichtigen Sensorproteins in einer bestimmten räumlichen Richtung ablaufen. Diese Erkenntnis hat das Potenzial, Entzündungen möglicherweise am „wachsenden Ende“ zu stoppen, und somit chronischen Entzündungskrankheiten Einhalt zu gebieten. Die Studie ist nun im Journal “Science Advances” erschienen. ACHTUNG SPERRFRIST: Nicht vor Freitag, 13. Mai, 20 Uhr MESZ veröffentlichen!


Ein Reparaturprogramm fürs Herz

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 13.05.2022

 

Nach einem Herzinfarkt kann der menschliche Körper abgestorbenes Gewebe nicht eigenständig reparieren. Durch eine Behandlung mit kardialen Vorläuferzellen könnten sich an den geschädigten Stellen aber funktionierende Herzzellen bilden. Diesen neuen Therapieansatz stellt ein internationales Team in „Nature Cell Biology“ vor. Ziel ist es, innerhalb der nächsten zwei Jahre mit klinischen Studien zu beginnen. Wie lässt sich bei Herzversagen die Funktionsfähigkeit dieses Organs wiederherstellen? Mit dieser Frage beschäftigen sich Forschungsgruppen überall auf der Welt – schließlich sterben nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO jedes Jahr fast 18 Millionen Menschen durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Eine mögliche Antwort könnte eine Therapie mit angereicherten ventrikularen kardialen Vorläuferzellen aus humanen pluripotenten Stammzellen (HVPs), sein. Diesen Ansatz hat ein internationales Team der Technischen Universität München (TUM) und ihres Universitätsklinikums rechts der Isar, des schwedischen Karolinska Institutet, des Biotech-Start-ups Procella Therapeutics und des Biopharma-Unternehmens AstraZeneca in einer Studie untersucht, die im Fachmagazin „Nature Cell Biology“ erschienen ist.


Immungeschwächte potentielle Quelle für SARS-CoV-2-Mutationen

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 12.05.2021

 

In einer deutsch-österreichischen Kooperation haben Martina Prelog vom Uniklinikum Würzburg und Sissy Sonnleitner von der Medizinischen Universität Innsbruck am Beispiel einer Krebs-Patientin gezeigt, wie in einer einzigen immunsupprimierten Person besorgniserregende Varianten des Corona-Virus entstehen können. Die Studie wurde jetzt im Journal Nature Communications veröffentlicht. Würzburg. Es war ein außergewöhnlicher Fall, den die Österreicherin Sissy Therese Sonnleitner von der Abteilung für Hygiene und Medizinische Mikrobiologie der Medizinischen Universität Innsbruck und Leiterin der Forschungsabteilung im Labor Dr. Gernot Walder GmbH in Außervillgraten/Osttirol im vergangenen Jahr mit nach Würzburg gebracht hatte. Eine Patientin in den Sechzigern, seit 2015 an einer chronischen lymphatischen Leukämie erkrankt, infizierte sich im November 2020 mit SARS-CoV-2. Doch das durch zahlreiche Chemotherapien geschwächte Immunsystem der Patientin hat es lange Zeit nicht geschafft, das Coronavirus zu bekämpfen. Erst nach sieben Monaten konnte der Körper, gefördert durch zwei Impfungen, eine Immunantwort bilden und das Virus loswerden. Sieben Monate lang hat die Patientin das Virus ausgeschieden, und das bei relativ milden Symptomen. Das österreichisch-deutsche ForscherInnenteam wollte nun wissen, wie sich das Virus in dieser langen Infektionszeit verhalten hat.


Neues aus der Forschung | Publikationen aus dem UKE

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 11.05.2022

 

Wissenschaftler:innen des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) veröffentlichen neueste Erkenntnisse aus klinischer und Grundlagenforschung. Hier einige Hinweise auf aktuelle Publikationen, Studien und andere Forschungsprojekte. Studie: Impfansprechen onkologischer Patient:innen auf COVID-19-Schutzimpfung. COVID-19-Schutzimpfungen wirken bei Krebserkrankten unterschiedlich: Ambulant behandelte hämatologische und onkologische Patient:innen zeigen eine besonders unzureichende Impfantwort, wenn sie mit bestimmten Antitumor-Therapien behandelt werden wie zum Beispiel einer Chemotherapie, einer Behandlung mit Steroiden, Anti-CD20- und Anti-CD38-Antikörpern, Proteasomeninhibitoren oder BTK-Inhibitoren. Dagegen fallen bei Patient:innen mit einem hohen Antikörperwert nach einer vollständigen COVID-19-Schutzimpfung diese nach fünf bis sieben Monaten jedoch nur sehr gering ab. Außerdem verfügen diese Patient:innen nach einer Erst- und Zweitimpfung mit unterschiedlichen Impfstoffen und nach einer Booster-Impfung über ein deutlich erhöhtes Antikörperlevel. Das ist das Ergebnis der COVIDOUT-Studie, die Wissenschaftler:innen des Universitären Cancer Centers Hamburg (UCCH) des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) durchgeführt haben.

 

 


Nebennierentumore im Blick behalten

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 07.05.2022

 

Eine von Würzburg aus geleitete internationale multizentrische Studie belegt: Eine erhöhte Kortisolausschüttung von gutartigen Nebennierentumoren geht mit einer gesteigerten Sterblichkeit einher, vor allem bei Frauen unter 65 Jahren. Die Auswertungen dieser von Studie wurde jetzt im renommierten Journal Lancet Diabetes Endocrinology publiziert. Drei Prozent der über 50-Jährigen haben Nebennierentumore. Bei den über 80-Jährigen ist sogar jeder zehnte betroffen. 80 bis 90 Prozent dieser Tumore, die meist zufällig, zum Beispiel bei einer Computertomographie bei Gallenproblemen, Nierensteinen oder Rückenleiden, entdeckt werden, sind jedoch gutartig und vermeintlich harmlos. Vermeintlich. Denn eine leicht gesteigerte Produktion des Hormons Kortisol, die viele dieser Tumore mit sich bringen, spaltete vor einiger Zeit die Meinungen. Muss man den Tumor operativ entfernen oder nicht?


Anifrolumab im Handel

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 06.05.2022

 

Im April kam ein weiteres Biologikum zur Add-on-Behandlung bei Lupus erythematodes auf den deutschen Markt. In Saphnelo® 300 mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung von Astra-Zeneca ist der Antikörper Anifrolumab enthalten. Der systemische Lupus erythematodes (SLE) ist eine seltene Autoimmunerkrankung aus dem Formenkreis der Kollagenosen. Die Prävalenz in Deutschland wird auf 30 bis 40 pro 100.000 Einwohner geschätzt. Frauen sind etwa viermal häufiger betroffen als Männer. In vielen Fällen liegt der Krankheitsbeginn zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr.

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Übergewicht allein führt nicht zur Dialyse

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 04.05.2022

 

Langzeitstudie zu Übergewicht und Nierenversagen mit 100.000 TeilnehmerInnen - Übergewicht und Adipositas bringen sehr oft Bluthochdruck, erhöhte Zucker-, Blutfett- und Harnsäurewerte mit sich. Betroffene haben langfristig ein erhebliches Risiko, ein Nierenversagen zu erleiden. Ein Team um Josef Fritz von der Med Uni Innsbruck und Emanuel Zitt vom Akademischen Lehrkrankenhaus Feldkirch errechnete die Bedeutung der einzelnen Faktoren. Das Journal of the American Society of Nephrology (JASN) berichtet. Innsbruck, am 4.Mai.2022: Was die Waage anzeigt, ist nicht entscheidend, wenn es darum geht, die langfristige Gefahr für ein irreparables Nierenversagen mit Dialysepflicht einzuschätzen. Relevant ist, was die Messungen von TyG-Index* - ein neuer Parameter für Insulinresistenz –, Harnsäure und Blutdruck ergeben. Zu diesem Schluss sind Wissenschafter um Josef Fritz vom Institut für Medizinische Statistik und Informatik (Direktor: Hanno Ulmer) an der Medizinischen Universität Innsbruck und um den Nephrologen Emanuel Zitt, Oberarzt am Akademischen Lehrkrankenhaus Feldkirch, gekommen.


Neuer Wirkstoff gegen schweren Juckreiz zugelassen

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 03.05.2022

 

Nierenerkrankungen können mit schwerem Juckreiz einhergehen. Für dialysepflichtige Patienten mit moderatem bis starkem Pruritus gibt es demnächst mit Difelikefalin (Kapruvia®) eine neue Therapieoption. Die EU-Kommission hat der Firma Vifor Pharma die Zulassung für den neuen Wirkstoff Difelikefalin (Kapruvia®) erteilt. Es ist laut Hersteller die erste zugelassene Therapieoption in Europa gegen Pruritus für Hämodialyse-Patienten mit chronischer Nierenerkrankung. Darunter leiden 60 bis 70 Prozent dieser Patienten; 30 bis 40 Prozent unter moderatem bis starkem Juckreiz. Viele leiden jeden Tag unter diesem Symptom, was die Lebensqualität stark einschränken kann.


Subanalyse der EAST – AFNET 4 Studie: Früher Rhythmuserhalt nützt Menschen mit Vorhofflimmern und Begleiterkrankungen

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 29.04.2022

 

Bei Menschen mit Vorhofflimmern und zusätzlichen Erkrankungen (CHA2DS2-VASc score ≥4) verhindert eine frühzeitig eingeleitete rhythmuserhaltende Therapie kardiovaskuläre Komplikationen besser als die übliche Behandlung. Diese Patient:innen sollten vorrangig mit rhythmuserhaltenden Maßnahmen behandelt werden, um kardiovaskulären Folgeschäden vorzubeugen. Zu diesem Ergebnis kam eine Subgruppenanalyse der EAST – AFNET 4 Studie. Dr. Andreas Rillig, Universitäres Herz- und Gefäßzentrum UKE, Hamburg, präsentierte die Subanalyse am 29.04.2022 beim Heart Rhythm Kongress in San Francisco, USA [1], [2].


Atherosklerose: Wie erkrankte Blutgefäße mit dem Gehirn kommunizieren

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 28.04.2022

 

LMU-Wissenschaftler konnten erstmals zeigen, dass bei Atherosklerose Nervensignale zwischen Blutgefäß und Gehirn ausgetauscht werden. Etliche Labors forschen weltweit an der Erkrankung Atherosklerose. Doch ihr Augenmerk liegt auf atherosklerotischen Plaques. Die Ablagerungen aus Cholesterin, faserigem Gewebe und Immunzellen bilden sich im Inneren von Arterien. Sie engen das Lumen der Blutgefäße immer weiter ein, und weniger Sauerstoff gelangt in Körpergewebe. Bekannte Folgen sind der Herzinfarkt, der Schlaganfall oder das Raucherbein.


Wenn die Medizin am Lebensende zum Ringen um Kosten und Nutzen wird

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 27.04.2022

 

Intensivmedizin rettet Menschenleben, Palliativmedizin begleitet unheilbar Kranke. So gegensätzlich beide Disziplinen sind, verbindet sie doch der Kontakt zu Schwerstkranken und Menschen am Lebensende. Das gemeinsame Ziel, den Patientenwunsch zu erfüllen und sinnlose Behandlungen zu vermeiden, scheitert allzu oft am „Wirtschaftsbetrieb Krankenhaus“ und einem Fallpauschalensystem, das zwar Diagnosen, nicht aber die komplexe Betreuung Sterbender abbildet. Wo das DRG-System versagt und wie der Patientenwunsch in den Mittelpunkt der medizinischen Behandlung gerückt werden kann, diskutieren Experten unterschiedlicher Fachbereiche auf der Eröffnungs-Pressekonferenz, die am 30. April 2022 zum Start des 128. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM) online stattfindet.


Turbulenzen im Herz: Vorhofflimmern

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 14.04.2022

 

Für Ihre Programmplanung und zur Vorbereitung Ihrer Leser, Zuschauer u. Hörer auf Deutschlands größte Aufklärungsaktion zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bundesweite Aufklärungskampagne der Herzstiftung startet am 1. November: Herz-Seminare, Vorträge, Videos, Telefon- und Onlineaktionen / Neuer Ratgeber. In Deutschland leiden rund 1,8 Millionen Menschen an Vorhofflimmern, der häufigsten andauernden Herzrhythmusstörung. Vorhofflimmern ist eine ernst zu nehmende Herzrhythmusstörung, die manchmal aber auch ohne größere Symptome auftritt. „Unbemerkt und unbehandelt kann Vorhofflimmern zur lebensbedrohlichen Gefahr bis hin zu Herzschwäche und Schlaganfall werden“, betont Herzspezialist Prof. Dr. med. Thomas Voigtländer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. Gerade beim ersten Auftreten, löst Vorhofflimmern bei vielen Menschen Angst und Beklemmung aus, wenn sie merken, dass ihr Herz aus dem Takt gerät. Für die Betroffenen ist es daher wichtig zu wissen, ob diese Rhythmusstörung behandelt werden muss und welche Therapiemöglichkeiten bestehen. Deshalb informiert die Deutsche Herzstiftung in ihren bundesweiten Herzwochen 2022 unter dem Motto „Turbulenzen im Herz: Vorhofflimmern“ (http://www.herzstiftung.de) vom 1. bis 30. November über Ursachen von Vorhofflimmern sowie über die heutigen Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten.


Neues Medikament zur Gerinnungshemmung für die Schlaganfallprävention mit geringem Blutungsrisiko

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 08.04.2022

 

Zur Schlaganfallprävention ist in bestimmten Situationen oder bei bestimmten Erkrankungen die Gabe von gerinnungshemmenden Medikamenten (Antikoagulanzien) notwendig – beispielsweise bei Vorhofflimmern, einer relativ häufigen Herzrhythmusstörung älterer Menschen. Dafür steht heute eine Reihe verschiedener oraler Präparate zur Verfügung, die zu einer effektiven Gerinnungshemmung führen und damit Schlaganfälle vermeiden. Allerdings erhöhen sie auch das Risiko für Blutungen. Eine neue Substanz, Asundexian, zeigte nun in einer Phase-II-Studie [1] eine hohe gerinnungshemmende Wirksamkeit bei gleichzeitig deutlich reduziertem Blutungsrisiko. Ältere Menschen leiden relativ häufig an Vorhofflimmern (VHF), einer oftmals symptomlosen Herzrhythmusstörung. In Deutschland leidet ca. 1% der Gesamtbevölkerung und ca. 20% der älteren Menschen an einem VHF [2] – das sind ca. 1,8 Millionen Betroffene [3]. Die häufigsten zugrunde liegenden Ursachen des VHF sind Bluthochdruck und Herzschwäche [4].


Patientenversorgung im Ukrainekrieg: DGfN unterstützt ukrainische Nephrologie mit Hilfslieferung

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 06.04.2022

 

Wer nicht fliehen kann, ist dem barbarischen Krieg in der Ukraine hilflos ausgesetzt. Menschen mit chronischen Leiden wie einer Nierenerkrankung (CKD), insbesondere Dialysepatientinnen und -patienten, fühlen sich oft den Strapazen einer Flucht nicht gewachsen, können aber ohne adäquate medizinische Versorgung nicht längerfristig überleben. Nach einem Hilferuf von Prof. Dmytro D. Ivanov, Direktor der Kindernephrologie am Kyiv Pediatric Nephrology Center, reagierte die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie e.V. (DGfN) umgehend und organisierte gemeinsam mit Partnerorganisationen eine Hilfslieferung, die inzwischen auch die ukrainische Hauptstadt erreicht hat. So unvorstellbar die Geschehnisse in der Ukraine sind, so groß ist die Solidarität und Hilfsbereitschaft medizinischer Fachgesellschaften in Deutschland, um die Patientenversorgung vor Ort, so gut es geht und wo sie zumindest noch notdürftig funktioniert, zu unterstützen. Auch die deutsche Nephrologie leistete direkte Hilfe. In der Ukraine gab es laut ERA-Register 2019 mehr als 10.000 Menschen, die auf eine Dialyse angewiesen waren, und ca. 1.500 nierentransplantierte Menschen. Viele von ihnen sind nicht in der gesundheitlichen Verfassung, die Ukraine zu verlassen.


Keine Entwarnung für COVID-19 bei Krebspatient*innen

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 22.03.2022

 

Die aktuelle Diskrepanz zwischen den sehr hohen Infektionszahlen und den geplanten Lockerungen im öffentlichen Leben führt bei vielen Krebspatient*innen zu großer Verunsicherung. In einer gemeinsamen Stellungnahme rufen die onkologischen Fachgesellschaften zusammen mit der Selbsthilfe dringend zur fortgesetzten Wachsamkeit zum Schutz vor COVID-19 bei Krebspatient*innen und zur Nutzung der neuen Behandlungsmöglichkeiten auf. Patient*innen mit aktiver Krebserkrankung sowie Patient*innen unter immunsuppressiver Therapie haben ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19 und eine erhöhte Sterblichkeit. Gleichzeitig stehen durch die zentrale Beschaffung durch das Bundesministerium für Gesundheit jetzt mehrere wirksame Arzneimittel zur Verfügung. Die Empfehlungen sind:
• Schützen: Tragen von Mund-Nasen-Masken, Händedesinfektion, Abstand halten, Schutzimpfung einschließlich Auffrischimpfung für alle Patient*innen und deren Angehörige bzw. Kontaktpersonen
• Testen: Antigentestung und ggf. PCR-Test bei charakteristischen Symptomen und nach Kontakt mit infizierten Personen
• Frühzeitig behandeln: Therapie mit antiviralen Arzneimitteln oder Antikörperpräraten innerhalb von 3-5 Tagen nach Symptombeginn für Menschen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren COVID-Verlauf


Vom Urin zur Niere: Vom Verständnis akuter Nierenschädigung in der Petrischale

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 21.03.2022

 

Wissenschaftler*innen des Instituts für Stammzellforschung und Regenerative Medizin am Universitätsklinikum Düsseldorf haben ein laborbasiertes Model von akuter Nierenschädigung (AKI) entwickelt, indem sie dreidimensionale Nierenorganoide mit einer toxischen Substanz (Nephrotoxin Aminonukleosid Puromycin-PAN), die dafür bekannt ist Nierenschädigungen bei hoher Dosis zu verursachen, behandelt haben. Prof. Dr. James Adjaye ist der Senior Autor dieser Studie, publiziert in der Fachzeitschrift Cells1. Biologin Lisa Nguyen ist die Erstautorin der Publikation. Durch die Filtrierung von Abfallprodukten und Toxinen aus dem Urin gehört die Niere zu einem der wichtigsten Akteure des menschlichen Metabolismus. Geschätzt versterben jährlich mehrere Millionen Patienten weltweit an einer Nierenerkrankung. Erreicht ein Patient das Stadium des terminalen Nierenversagens (ESRD), können ihn nur eine Organtransplantation oder regelmäßige Dialysen am Leben erhalten. Allerdings ist die Verfügbarkeit an Spendernieren sehr gering und beide Behandlungen schränken das Leben des Patienten stark ein.


Hämoadsorption bringt keinen Vorteil bei der chirurgischen Behandlung von Herzklappenentzündungen

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 18.03.2022

 

Ein Forschungsteam des Universitätsklinikums Jena untersuchte in einer kontrollierten multizentrischen Studie, ob die Reduktion von Entzündungsmarkern im Blut bei der chirurgischen Behandlung von bakteriellen Infektionen im Herzinneren einen Vorteil bringt. Die jetzt im Fachjournal Circulation vorgestellten Ergebnisse zeigen, dass das Verfahren keinen Einfluss auf den klinischen Erfolg der Behandlung hat, obwohl die Konzentration der Zytokine deutlich gesenkt werden kann. Die Entzündung der Herzklappen ist eine lebensbedrohliche Erkrankung. Eine solche Endokarditis kann entstehen, wenn Bakterien von einem entzündeten Zahn oder einem infizierten Venenzugang, in selteneren Fällen auch Pilze, mit dem Blut ins Herz gelangen und dort Entzündungen verursachen. In mehr als der Hälfte der Fälle bleibt nur die operative Entfernung der Entzündungsbereiche und die Rekonstruktion oder der Ersatz der infizierten Herzklappen. Wegen der hohen Ausschüttung von Entzündungsbotenstoffen erfasst die Infektion den gesamten Körper, so dass diese Herzoperation mit einem besonders großen Risiko verbunden ist.


Weltnierentag am 10. März 2022 Geben Sie Acht auf Ihre Nieren – erst recht nach einer COVID-19-Erkrankung

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 01.03.2022

 

Ziel des Weltnierentags ist, die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Prävention von Nierenerkrankungen zu richten. Denn Nierenerkrankungen sind schmerzlos, werden oft über eine lange Zeit nicht von den Betroffenen bemerkt, schreiten aber stetig voran – bis die Nieren ganz versagen. Früh erkannt und behandelt, lässt sich dieser Prozess deutlich verlangsamen, bestenfalls sogar ganz aufhalten. Auf die Nieren Acht zu geben, lohnt sich also! Diese Präventionsbotschaft hat vor dem Hintergrund von COVID-19 noch an Relevanz gewonnen: COVID-19 geht an die Nieren und kann in Folge das lebenswichtige Entgiftungsorgan schädigen.


Ärzt:innen leiden unter der Pandemie

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 21.02.2022

 

Die seit fast zwei Jahren anhaltende Covid‐19-Pandemie bedeutet für Ärzt:innen eine bisher einzigartige Belastungssituation verbunden mit großen physischen und psychischen Herausforderungen. Wie beeinflusst die Covid-19-Pandemie das ärztliche Handeln? Der Kardiologe Prof. Andreas Goette, St. Vincenz‐Krankenhaus Paderborn, und der Psychosomatiker Prof. Karl-Heinz Ladwig, Technische Universität München, haben dazu in Kooperation mit dem Kompetenznetz Vorhofflimmern e.V. (AFNET) und der Ärztekammer Westfalen-Lippe eine Befragung unter Ärzt:innen durchgeführt. Erste Ergebnisse dieser Studie zeigen gravierende Auswirkungen der Pandemie auf die befragten Mediziner:innen und deren Tätigkeit.


Nierenversagen im Kindesalter: Das Geschlecht beeinflusst Überlebenschancen

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 08.02.2022

 

MHH-Studie: Gefäße von Mädchen nehmen größeren Schaden als die von Jungen. Das Geschlecht spielt eine Rolle: Chronische Nierenerkrankung wirken sich stärker auf die Gefäße von Mädchen aus als auf die von Jungen. Das konnten Forschende der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) jetzt in einer europäischen Studie zeigen. Zwar ist die Sterblichkeitsrate bei Kindern nach Nierentransplantation in den vergangenen Jahrzehnten gesunken, trotzdem ist sie im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung aufgrund von frühen kardiovaskulären Komplikationen immer noch sehr hoch. „Unsere neuen Ergebnisse können die höhere Sterblichkeit von Mädchen mit Nierenversagen erklären“, sagt Dr. Rizky Sugianto, Erstautorin der Studie. „Wir zeigen, dass Mädchen mit einer fortgeschrittenen chronischen Nierenerkrankung im Vergleich zu Jungen anfälliger für die Entwicklung einer Gefäßversteifung sind; dieser Unterschied bleibt auch nach der Transplantation bestehen.“ Die Gefäßsteifigkeit ist ein medizinisches Merkmal, um das Voranschreiten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu diagnostizieren. Die Ergebnisse veröffentlichen die Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftler, Ärztinnen und Ärzte im derzeit wichtigsten Fachmagazin für Nierenerkrankungen, dem Journal Kidney International.


Nierenschädigung bei Diabetes gezielt behandeln

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 26.01.2022

 

Ein Forschungsteam des Uniklinikums Jena untersucht die molekularen Mechanismen der Nierenschädigung infolge von Diabetes. In einer aktuellen Studie konzentriert es sich auf das MORG1-Protein, das unter anderem im Fettstoffwechsel in der Niere eine Rolle spielt. Es trägt bei beiden Diabetestypen zur Nierenschädigung bei, allerdings in unterschiedlicher Weise. Anhand von diabetischen Mäusen konnte das Team nachweisen, dass eine verringerte Produktion des Proteins die diabetesbedingten Veränderungen in der Niere reduziert, und liefert damit den Ansatz für eine zielgerichtete Therapie zum Erhalt der Nierenfunktion. Bei etwa einem Drittel aller Diabetespatienten zieht die Erkrankung auch die Nieren in Mitleidenschaft, sowohl beim jugendlichen Typ-1-Diabetes als auch beim weitaus häufigeren Typ-2-Diabetes, der auch als Alterszucker bezeichnet wird. Der dauerhaft erhöhte Blutzuckerspiegel führt zu massiven strukturellen Veränderungen der Niere und in der Folge, meist zusammen mit Bluthochdruck, zu Funktionseinschränkungen der Niere. In Deutschland ist das diabetische Nierenleiden die häufigste Ursache für chronisches Nierenversagen, das eine Dialyse oder Nierentransplantation notwendig macht.


Jahresbilanz 2021: Organspendezahlen weiterhin stabil

Quelle: Pressemitteilung DSO, 12.01.2022

Im vergangenen Jahr haben 933 Menschen nach ihrem Tod ein oder mehrere Organe gespendet. Laut Deutscher Stiftung Organtransplantation (DSO) entspricht das 11,2 Spendern pro Million Einwohner. Im Vergleich zu 2020 (913 Organspender: 11,0 Spender pro Million Einwohner) ist die Zahl der Spender damit leicht um 2,2 Prozent gestiegen. Gleichzeitig ging die Zahl der hierzulande postmortal entnommenen Organe mit 2.905 im Vergleich zum Jahr 2020 (2.941) jedoch um 1,2 Prozent zurück. Zu diesen 2.905 Organen, die Patienten auf den Wartelisten zur Transplantation erhielten, zählen 1.492 Nieren, 742 Lebern, 310 Herzen, 299 Lungen, 57 Bauchspeicheldrüsen und 5 Därme. Die Vermittlung der Organe übernimmt die internationale Stiftung Eurotransplant (ET), zu deren Verbund neben Deutschland auch Belgien, Luxemburg, die Niederlande, Österreich, Kroatien, Slowenien und Ungarn gehören.

Roter Hand Brief - Berlthyrox® in neuer Zusammensetzung

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 10.01.2021

 

Ab Mitte Januar werden Berlthyrox-Tabletten mit neuer Hilfsstoff-Zusammensetzung unter dem Handelsnamen L-Thyroxin BC erhältlich sein. Was das Apothekenpersonal zur Umstellung von Patienten wissen muss. Die neue Zusammensetzung soll die Stabilität des enthaltenen Wirkstoffs Levothyroxin-Natrium über die gesamte Haltbarkeit des Arzneimittels verbessern, informiert der Hersteller Berlin-Chemie in Abstimmung mit dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) am heutigen Montag in einem Rote-Hand-Brief.


Nierenkrankheit rechtfertig per se keine „Austriagierung“ der Betroffenen!

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 07.01.2022

 

In einer aktuellen Stellungnahme [1] kritisieren DGfN und der BN e.V. die S1-Leitlinie „Entscheidungen über die Zuteilung intensivmedizinscher Ressourcen im Kontext der COVID-19-Pandemie“ vom 14.12.2021 [2]. Darin wird u.a. eine „fortgeschrittene Nierenerkrankung“ pauschal als ein Kriterium für die Triage angeführt – doch eine solche ist nicht immer prognoselimitierend. Menschen wie Frank-Walter Steinmeier, SPD, beispielsweise, die eine Niere gespendet haben, leben mit einer eingeschränkten Nierenfunktion und haben rein formal eine „fortgeschrittene Nierenerkrankung“. Gemäß der aktuellen Leitlinie würden sie nun im Fall der Fälle einer Triage zum Opfer fallen. Am 14.12.2022 hat die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) zusammen mit anderen medizinischen Fachgesellschaften die AWMF-S1-Leitlinie „Entscheidungen über die Zuteilung intensivmedizinscher Ressourcen im Kontext der COVID-19-Pandemie - Klinisch-ethische Empfehlungen“ publiziert.


Weitere Millionenförderung für Forschung an Zusammenhang zwischen Nieren- und Herz-Kreislauf-Leiden

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 25.11.2021

 

Mediziner der Saar-Uni und der RWTH Aachen sowie beider Universitätskliniken untersuchen seit vier Jahren den Zusammenhang zwischen Nierenerkrankungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Diese entstehen häufig als Folge einer Nierenerkrankung, so dass das Risiko, an einer kardiovaskulären Krankheit zu sterben, bei Nierenpatienten deutlich höher ist als bei Menschen mit gesunden Nieren. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert den Transregio-Sonderforschungsbereich nun in seiner zweiten Periode von 2022 bis 2025 mit rund 12,5 Millionen Euro. Patienten, deren Nieren nicht mehr richtig funktionieren, haben mit einer Vielzahl von Einschränkungen und Komplikationen zu leben. Etwa 100.000 Menschen müssen in Deutschland regelmäßig zur Dialyse, rund 25.000 Menschen leben mit einer transplantierten Niere, deren Funktionen ebenfalls häufig eingeschränkt sind. Insgesamt leben in Deutschland schätzungsweise 1,5 bis zwei Millionen Menschen, die eine Einschränkung ihrer Nierenfunktion haben.


Wie gut Dialysepatienten vor Coronavirus-Varianten geschützt sind

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 11.11.2021

 

Inwiefern mRNA-Impfstoffe Dialysepatientinnen und -patienten vor einer Infektion mit Varianten des Sars-Cov2-Virus schützen, haben Forschende unter Leitung des Marien Hospitals Herne, Klinikum der Ruhr-Universität Bochum, untersucht. Sie zeigten, dass Menschen, die regelmäßig an die Dialyse müssen, zwar seltener schützende Antikörper gegen Sars-Cov-2 bilden. Viele produzieren nach einer Impfung dennoch Sars-Cov-2-reaktive T-Zellen, die vor einem schweren Covid-19-Verlauf nach einer Infektion mit der Alpha- oder Beta-Variante schützen können. Die Ergebnisse beschreibt das Team um Prof. Dr. Nina Babel vom Centrum für Translationale Medizin der Medizinischen Klinik I des Marien Hospitals Herne in der Zeitschrift Journal of American Society of Nephrology, online veröffentlicht am 29. Oktober 2021.


Renale Anämie - EU-Zulassungsantrag für Vadadustat gestellt

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 01.11.2021

 

Die Firma Otsuka Pharmaceuticals hat bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMA einen Zulassungsantrag für den Wirkstoff Vadadustat gestellt. Er soll bei renaler Anämie im Rahmen der chronischen Niereninsuffizienz zum Einsatz kommen. Eine Anämie tritt bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz häufig auf. Ein Grund dafür ist die Tatsache, dass in den Nieren das Hormon Erythropoietin (EPO) produziert wird, das wiederum das Knochenmark zur Produktion von Erythrozyten anregt. Bei Nierenerkrankungen kann die EPO-Produktion niedriger ausfallen, wodurch weniger rote Blutkörperchen gebildet werden, was zu einer Anämie beitragen kann.


Dialysepatienten profitieren von einer dritten Covid-Impfung

Quelle: Informtionsdienst Wissenschaft, 28.10.2021

 

Forscherinnen und Forscher haben die Immunantwort von Dialysepatientinnen und -patienten nach zwei oder drei Impfungen gegen Covid-19 untersucht. Von den 23 Teilnehmenden profitierten 20 von einer dritten Impfung. Die Ergebnisse sind in der Zeitschrift „Kidney International“ am 4. Oktober 2021 online in einer Vorabversion veröffentlicht worden. Für die Arbeit kooperierten das Centrum für Translationale Medizin der Medizinischen Klinik I des Marien Hospitals Herne, Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum (RUB), die RUB-Abteilung für Molekulare und Medizinische Virologie, das Dialysezentrum Schwerte sowie weitere Partner aus Deutschland und der Schweiz.


Grosser Schritt in Richtung Präzisionsmedizin für Dialysepatienten

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 20.10.2021

 

Eine häufige Genvariante für das Protein Aquaporin-1 verringert die Anzahl Wasserkanäle in den Zellmembranen. Dies reduziert den Wassertransport und erhöht bei Patienten, die wegen Nierenversagen mit Bauchfelldialyse behandelt werden, das Sterberisiko. Darum sollten bei Betroffenen mit dieser Genvariante spezifische osmotische Lösungen eingesetzt werden, wie ein von der Universität Zürich geleitetes, internationales Forschungsteam zeigt. Täglich reinigen die menschlichen Nieren etwa 1'500 Liter Blut, indem sie etwa ein bis zwei Liter Urin produzieren. Der Körper entledigt sich so von überschüssigem Wasser, giftigen Abfallprodukten des Stoffwechsels oder von Medikamenten und hält das Gleichgewicht von Wasser und Mineralien im Gewebe aufrecht. Weltweit sind bis zu 10 Prozent der Menschen von Nierenversagen betroffen – Tendenz steigend. Während sie auf eine Nierentransplantation warten, müssen Patientinnen und Patienten mit chronischem Nierenversagen regelmässig mit einer Dialyse behandelt werden, die den Körper von Flüssigkeit und schädlichen Substanzen reinigt. Immer beliebter wird die Bauchfelldialyse, auch Peritonealdialyse genannt, da sie zu Hause mit einem Minimum an medizinischer und technischer Unterstützung durchgeführt werden kann.


Drohendes Nierenversagen: Kieler Wissenschaftlerin veröffentlicht neuen Risikorechner

 

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 10.10.2021

 

Anhand von sechs Laborparametern lässt sich die Gefahr eines Nierenversagens individuell vorhersagen. Gemeinsame Presseinformation der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Universität Regensburg. Wenn eine eingeschränkte Nierenfunktion (Niereninsuffizienz) diagnostiziert wird, ist unklar, wie schnell die Krankheit fortschreitet und wann die Nieren vollständig ihren Dienst versagen, so dass eine Dialyse erforderlich wird. Das kann bei einem Patienten sehr schnell gehen, während sich bei einer anderen Patientin die Nierenfunktion jahrelang kaum verschlechtert. Für die Therapieplanung wäre es jedoch wünschenswert, Betroffene mit einem hohen Risiko für ein komplettes Nierenversagen frühzeitig zu identifizieren. Für diesen Zweck hat Professorin Helena Zacharias von der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) innerhalb eines internationalen Forschungsverbunds zusammen mit Forschenden der Universitäten Regensburg (Prof. Dr. Peter Oefner) und Freiburg einen Risikokalkulator entwickelt. „Wir können mit unserer Gleichung anhand von sechs routinemäßig verfügbaren Blut- und Urinwerten für einen neuen Patienten oder eine neue Patientin die Wahrscheinlichkeit eines dialysepflichtigen Nierenversagens ausrechnen“, erklärt die Wissenschaftlerin, die auch Mitglied im Exzellenzcluster „Precision Medicine in Chronic Inflammation“ (PMI) ist.


Renale Anämie - Roxadustat trickst den Körper aus

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 07.10.2021

 

Der neue Wirkstoff Roxadustat imitiert im Blut einen Sauerstoffmangel und aktiviert dadurch den natürlichen Kompensationsmechanismus des Organismus, sodass der Hämoglobin-Spiegel erhöht wird. Sein Einsatzgebiet ist die renale Anämie. Die renale Anämie ist eine Frühkomplikation der chronischen Niereninsuffizienz. Hauptursache ist eine erniedrigte Erythropoetin-Bildung in der erkrankten Niere. Die Therapie erfolgt mit Erythropoese-stimulierenden Agenzien (ESA) wie Epoetin alfa, Epoetin beta und Darbepoetin alfa. Zusätzlich zu ESA ist meist eine Eisensubstitution erforderlich.

 


SARS-COV-2: Was bedeutet die Pandemie für transplantierte Menschen?

Quelle: Informtionsdienst Wissenschaft, 07.10.2021

 

Transplantierte Menschen haben ein hohes Risiko, schwer an COVID-19 zu erkranken und zu versterben. Die Impfung gab den Betroffenen Hoffnung auf ein „normales“ Leben. Doch wie sich zeigte, ist die Rate an ‚Impfversagern‘ bei Nierentransplantierten hoch, selbst die Drittimpfung führt nur bei zwei Dritteln zu einem ausreichenden Schutz. Die Transplantationsmedizin steht vor der Herausforderung, Impfschemata zu entwickeln, mit denen ihre Patienten besser geschützt sind. Eine weitere, drohende Herausforderung: In Folge der Pandemie könnte der Bedarf an Spenderorganen noch weiter steigen.


Mediziner für Therapieverfahren gegen Gefäßverengung ausgezeichnet

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 29.09.2021

 

Der mit Medikamenten beschichtete Ballonkatheter zählt bei verengten Blutgefäßen heute zu den anerkanntesten Therapiemethoden. Weit über eine Million Patienten wurden inzwischen damit behandelt. Entwickelt haben das Verfahren Professor Bruno Scheller von der Universität des Saarlandes und Professor Ulrich Speck von der Berliner Charité. Seit über 20 Jahren forschen sie gemeinsam daran, die Methode weiter zu optimieren. Die europäische Fachgesellschaft für Kardiovaskuläre und Interventionelle Radiologie (CIRSE) verlieh den Forschern hierfür jetzt den „Exzellenz- und Innovations-Preis“. Verengen sich Herzkranzgefäße oder Beinarterien durch Ablagerungen, kann es für Patientinnen und Patienten nicht nur schmerzhaft, sondern auch gefährlich werden. Unbehandelt drohen etwa Herzinfarkt oder Schlaganfall. Schon länger besteht die Möglichkeit, solche Engstellen mit einem aufblasbaren Ballonkatheter zu erweitern und damit die Gefäße wieder durchgängig zu machen. Der Katheter wird in das Gefäß eingebracht und der Ballon an der Spitze entfaltet, was die Gefäßwände weitet: Das Gefäß wird wieder durchlässig – was aber oft nicht so bleibt. „In vielen Fällen verengt sich das Gefäßlumen in der Folgezeit erneut“, erklärt Bruno Scheller, Professor für klinische und experimentelle interventionelle Kardiologie an der Universität des Saarlandes. Am Universitätsklinikum in Homburg leitet er die interventionelle Kardiologie.


Stärkung der Heimdialyse: DGfN legt 10-Punkte-Plan vor

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 24.09.2021

 

Heimdialyseverfahren sind in Deutschland unterrepräsentiert. Die im Rahmen des Innovationsfonds geförderte MAU-PD-Studie identifizierte Faktoren für den geringen Anteil der Heimverfahren. Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie zog Konsequenzen und entwickelte einen 10-Punkte-Plan zur Stärkung der Heimdialyse und Nierentransplantation. Nierenerkrankungen sind sehr häufig, etwa 10% der Bevölkerung in unserem Land leidet an einer chronischen Nierenerkrankung – die meisten Betroffenen, ohne es zu wissen. Dabei sind Nierenerkrankungen von höchster Bedeutung mit Hypertonie, drohender Dialyespflicht und einer gesteigerten kardiovaskulären Erkrankungsrate mit Schlaganfall und Herzinfarkt. Daraus entstehen enorme Belastungen für den einzelnen und exorbitante sozioökonomische Belastungen für die Gesellschaft. Wenn die Nieren dann versagen, müssen ihre Funktionen ersetzt werden. Die Verfahren hierzu sind die Dialysetherapie und die Nierentransplantation.


Ein Drittel der Patientinnen und Patienten mit schweren Nierenfunktionseinschränkungen werden nicht behandelt

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 24.09.2021

 

Gerade in frühen Stadien chronischer Nierenerkrankungen (CKD) schlägt eine medikamentöse Therapie meist gut an; aber auch in fortgeschrittenen Stadien können kritische Blutwerte bei konsequenter, adäquater Behandlung unter Kontrolle gebracht werden – so dass die Notwendigkeit einer chronischen Dialysebehandlung meist noch längere Zeit hinausgezögert oder ganz vermieden werden kann. Die Möglichkeiten und Chancen der rechtzeitigen Erkennung und effektiven Therapie werden jedoch häufig vertan – das zeigte eine aktuellle Auswertung von Daten der AOK Nordost, die erstmals Routine-Laborparameter der Nierenfunktion mit Diagnosedaten von über 6.000 CKD-Patientinnen und -Patienten verglich [1].


Gendernephrologie – Besonderheiten dialysepflichtiger Frauen

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 24.09.2021

 

Frauen haben hormonbedingt einen natürlichen Nieren- und Gefäßschutz. Dieser sorgt dafür, dass Nierenerkrankungen bei ihnen zunächst langsamer voranschreiten. Außerdem haben Frauen generell eine geringere Sterblichkeit als gleichaltrige Männer. Dennoch scheinen bei Dialysepatientinnen diese beiden Vorteile nicht zum Tragen zu kommen – ihre Sterblichkeit ist ebenso hoch wie die ihrer Mitpatienten. Es stellt sich also die Frage, ob Behandlungsunterschiede für das relativ schlechtere Outcome verantwortlich sind. Eine aktuelle Studie [1] zeigt z. B., dass Patientinnen mit diabetischer Nephropathie höhere Blutdruck- und Blutfettwerte haben als ihre Mitpatienten. Sowohl die Prävalenz als auch die Progression der chronischen Niereninsuffizienz ist bei Männern und Frauen unterschiedlich. Für viele Nierenkrankheiten ist die Progressionsrate bei Frauen langsamer als bei Männern. Der „weibliche Schutzfaktor“ bei Nierenkrankheiten wurde für die membranöse Glomerulonephritis, die polyzystische Nierendegeneration, die chronische Niereninsuffizienz unklarer Ätiologie, die fokal sklerosierende Glomerulonephritis und IgA-Nephropathie gezeigt [2]. Weibliche Geschlechtshormone können protektiv auf Niere und Blutgefäße wirken, z. B. über einen hemmenden Effekt auf die Proliferation des Mesangiums oder der extrazellulären Matrix. So kann Östradiol die TGF-beta1-induzierte Bildung von Kollagen in der Niere inhibieren [3]. Auch Podozyten sind Zielzellen von Geschlechtshormonen: Östradiol kann die Testosteron-induzierte Apoptose von Podozyten verhindern [4].


An COVID-19 erkrankte Menschen haben ein fast dreifach erhöhtes Dialyse-Risiko

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 24.09.2021

 

Alarmierende Zahlen: Patientinnen und Patienten, die COVID-19 überstanden haben, sind laut einer neuen Studie [1] mit über 1,5 Millionen US-Veteranen stark gefährdet, eine chronische Nierenerkrankung (CKD) zu erleiden. Gegenüber nicht erkrankten Menschen ist ihr Lebenszeitrisiko, Dialysepatientin/Dialysepatient zu werden, sogar fast dreimal so hoch. Bei allen ehemals Erkrankten wurde im Verlauf ein sigifikant erhöhter, jährlicher Verlust der glomerulären Filtrationsrate (eGFR) beobachtet, Wichtig für die Nachsorge: Die typischen „Long-COVID-Symptome“ wie Fatigue oder Kopfschmerzen können auch auf eine Nierenschädigung hindeuten.

 


DGFG realisiert 100. Gewebespende im Universitätsklinikum Würzburg

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 12.09.2021

 

Das Universitätsklinikum Würzburg (UKW) hat bewiesen, dass Gewebespende trotz Corona-Pandemie zum Erfolg führen kann. Zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG) konnte das Universitätsklinikum die 100. Gewebespende in 2021 realisieren. Damit ist das UKW derzeit das stärkste Krankenhaus in der Gewebespende und trägt maßgeblich zur sicheren und zeitnahen Patientenversorgung mit Gewebe bei. In der dortigen Lions Hornhautbank Würzburg konnten seit Beginn in 2013 inzwischen mehr als 1.500 Augenhornhautspenden bearbeitet werden. Über 1.000 Patienten in ganz Deutschland erhielten aus Würzburg bereits ein Hornhauttransplantat und dadurch die Chance auf einen Neuanfang.


Erfolgsgeschichte made in Hannover: 15.000 Transplantationen an der MHH

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 06.09.2021

 

Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) ist eines der größten Transplantationszentren Europas und im Bereich der Transplantationen bei Kindern und Jugendlichen eines der größten Zentren weltweit. Im Jahr 1968 hat die Erfolgsgeschichte mit der ersten Nierentransplantation begonnen. Jetzt haben die Ärztinnen und Ärzte der MHH die 15.000. Organtransplantation durchgeführt. Ein 40-jähriger Patient hat von seiner Mutter eine Niere gespendet bekommen. „Das belegt die Leistungsfähigkeit der MHH“, betont MHH-Vizepräsident Professor Dr. Frank Lammert, zuständig für das Ressort Krankenversorgung. „Im Transplantationszentrum der MHH ermöglicht die interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit bundesweit einmalige Eingriffe.“ Begründet hat die Transplantationsmedizin an der MHH Professor Dr. Rudolf Pichlmayr, der zunächst die Nieren- und anschließend die Lebertransplantation etablierte. „Nieren und Lebern machen heute Zweidrittel der an der MHH übertragenen Organe aus“, sagt dessen Nachfolger, Professor Dr. Jürgen Klempnauer, Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie.


SARS-CoV-2: Astra­zeneca-Impfstoff zeigt Lücken bei Dialyse-Patienten

Quelle: Deutsches Ärzteblatt, 04.09.2021

 

Die zweifache Gabe des Vektor-basierten Impfstoffs AZD1222 von Astrazeneca schützt Dialyse-Patienten möglicherweise nur unzureichend vor einer Infektion mit SARS-CoV-2. Darauf deuten ausführ­liche Labortests am Francis Crick Institute im Lancet (2021; DOI: 10.1016/S0140-6736(21)01854-7) hin. Patienten, die mit der mRNA-Vakzine von Biontech-Pfizer geimpft wurden, zeigten dagegen eine Anti­körper-Antwort wie bei gesunden Probanden. Dialyse-Patienten werden als besonders schutzbedürftig eingestuft, da COVID-19 bei ihnen häufig tödlich verläuft. Gleichzeitig ist ihr Infektionsrisiko hoch, da sie mehrmals die Woche ein Dialysezentrum aufsuchen müssen. In der ersten Welle der Pandemie hatten sich in Großbritannien nicht weniger als 4.666 Dialyse-Patien­ten mit SARS-CoV-2 infiziert, von denen 1.373 an COVID-19 starben, was eine ungewöhnlich hohe Case-Fatality Rate von 29 % bedeutet.


Wie Covid-19-Impfungen bei Organtransplantierten die Immunantwort mobilisieren

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 30.08.2021

 

Wenn schwerkranke Menschen ein Spenderorgan erhalten, müssen sie zeitlebens Medikamente einnehmen, die das Immunsystem unterdrücken. Diese können verhindern, dass eine Impfung die gewünschten Abwehrmechanismen im Körper in Gang setzt. Immunologie-Professorin Martina Sester und ihr Team haben jetzt trotz der abgeschwächten Immunantwort von Organtransplantierten nachgewiesen, dass die verschiedenen Covid-19-Impfstoffe ihre Immunabwehr auf unterschiedliche Weise mobilisieren und sich dabei ergänzen können. Sie konnten auch zeigen, dass Antikörpertests nicht ausreichen, um die Impfwirkung bei dieser Patientengruppe zu bestimmen, sondern auch die T-Zellen analysiert werden müssen.


Zulassung für neues Wirkprinzip bei Anämie

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 23.08.2021

 

Die Europäische Kommission hat ein neues Wirkprinzip zur Anämie-Behandlung bei chronischer Nierenerkrankung zugelassen. Roxadustat (Evrenzo®, Astellas Pharma) ist der erste Vertreter der sogenannten HIF-PH-Inhibitoren und wird oral verabreicht. Die chronische Nierenerkrankung (CKD) ist eine fortschreitende Erkrankung, die durch einen allmählichen Verlust der Nierenfunktion gekennzeichnet ist. Weltweit leidet jeder zehnte Mensch daran und wiederum jeder fünfte davon ist von einer Anämie betroffen. Letztere geht bei CKD mit einem erhöhten Risiko für Krankenhauseinweisungen und kardiovaskuläre Komplikationen sowie mit einem erhöhten Sterberisiko einher und kann zudem zu Fatigue, kognitiver Funktionsstörung und verringerter Lebensqualität führen. Zur Behandlung schwerer Formen werden Bluttransfusionen eingesetzt. Diese können jedoch die Chance auf eine Nierentransplantation verringern und das Infektions- und/oder Komplikationsrisiko, zum Beispiel für Herzinsuffizienz und allergische Reaktionen, erhöhen.


CAR-T-Zell-Therapie hilft bei schwerem Lupus erythematodes

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 11.08.2021

 

Ein systemischer Lupus erythematodes ist eine schwere Autoimmunerkrankung, die die Lebensqualität der Patienten teils deutlich eingeschränkt. Ist die Krankheit schwer behandelbar oder gar refraktär, leiden die Patienten extrem. Für diese Fälle zeichnet sich jetzt eine neue Therapieoption ab: eine zielgerichtete Immuntherapie mithilfe von CAR-T-Zellen. Ein systemischer Lupus erythematodes (SLE) wird unter anderem durch die Bildung von Autoantikörpern und durch Immunkomplexe verursacht, die zu systemischen Entzündungen und Organschäden führen. Trotz der Schlüsselrolle, die autoreaktive B-Zellen in Rahmen der Pathologie spielen, erweist sich eine Antikörper-vermittelte Depletion von B-Zellen nicht in jedem Fall als wirksam. Der Grund könnte darin liegen, dass sich persistierende autoreaktive B-Zellen in Kompartimenten befinden, die für das Therapeutikum schlecht zugänglich sind. Alternativ könnten auch CD20-negative Plasmazellen, die von einer Anti-CD20-Therapie nicht erreicht werden, bei SLE-Patienten als zusätzliche Quelle für Autoantikörper fungieren.


Anita- und Friedrich-Reutner-Preis für Dr. Maria Bartosova

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 23.07.2021

 

Wissenschaftlerin am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin Heidelberg ist für ihre Forschungsarbeiten zu Gefäßschäden bei dialysepflichtigen Kindern mit dem Nachwuchspreis der Medizinischen Fakultät Heidelberg ausgezeichnet worden Bei Kindern, die aufgrund von chronischen Nierenfunktionsstörungen auf regelmäßige Dialyse angewiesen sind, leiden auch Herz und Gefäße: Sie haben ein 40-fach erhöhtes Risiko, früh Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu entwickeln. Die molekularen Hintergründe dieser Gefäßveränderungen erforscht die Biotechnologin Dr. Maria Bartosova in der wissenschaftlichen Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Claus P. Schmitt am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD). So konnte sie Glukose als Bestandteil der meisten Dialyselösungen sowie deren Abbauprodukte als Treiber der Gefäßschäden identifizieren. Für ihre hervorragende Arbeit ist sie nun mit dem Anita- und Friedrich-Reutner-Preis der Medizinischen Fakultät Heidelberg ausgezeichnet worden. „Die Forschungsarbeiten von Dr. Bartosova haben eine hohe Relevanz für die Versorgung betroffener Kinder, denn sie beleuchten nicht nur die bisher wenig verstandenen Nebenwirkungen der Bauchfelldialyse, sondern haben bereits konkrete Verbesserungen angestoßen“, lobt Prof. Dr. Hans-Georg Kräusslich, Dekan der Medizinischen Fakultät Heidelberg. „Ich hoffe, dass die Auszeichnung Dr. Bartosova in ihrem wissenschaftlichen Engagement bekräftigt und motiviert.“