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Letzte aktuallisierung der Presseschau: 31.07.2021


Archiv


Patienten mit Vorhofflimmern und Herzschwäche profitieren von einer frühen rhythmuserhaltenden Behandlung

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 30.07.2021

 

Eine Subgruppen-Analyse der EAST – AFNET 4 Studienpopulation hat gezeigt: Eine frühzeitig begonnene rhythmuserhaltende Behandlung ist vorteilhaft für Patienten mit Herzschwäche und kürzlich diagnostiziertem Vorhofflimmern. Dr. Andreas Rillig, Universitäres Herz- und Gefäßzentrum UKE Hamburg, präsentierte die Ergebnisse am 30.07.2021 beim Kongress der US-amerikanischen Heart Rhythm Society (HRS) [1], [2]. Vorhofflimmern und Herzschwäche sind zwei kardiovaskuläre Volkskrankheiten, die häufig gemeinsam auftreten. Ungefähr 30 Prozent aller Patienten mit Vorhofflimmern leiden an Herzschwäche. Patienten mit beiden Erkrankungen tragen ein hohes Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen wie Tod, Schlaganfall oder Verschlechterung einer bestehenden Herzschwäche. Aktuelle Studien legen nahe: Bei Patienten mit Vorhofflimmern und Herzschwäche kann eine rhythmuserhaltende Therapie mittels Katheterablation die linksventrikuläre Ejektionsfraktion (LVEF), ein Maß für die Pumpfunktion des Herzens, verbessern. Allerdings sind weitere wissenschaftliche Daten notwendig, um diese Effekte für unterschiedliche Schweregrade der Herzschwäche zu klären.


Erstes künstliches Gewebemodell entwickelt, in dem Blutgefäße wachsen

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 27.07.2021

 

Forscher um die Biomedizin-Ingenieurin Dr. Britta Trappmann vom Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin in Münster haben ein Zellkultursystem entwickelt, in dem sich erstmals in einem Gerüst aus künstlichen Materialien ein funktionsfähiges Blutgefäßsystem bildet. Das Team untersucht, welche Materialeigenschaften einzelne Parameter der Gefäßbildung fördern – ein Schritt auf dem Weg zur Zukunftsvision implantierbarer künstlicher Gewebe. Die Studie ist in der Fachzeitschrift „Nature Communications“ erschienen. Im Labor Gewebe herzustellen, mit denen sich geschädigte Organe heilen oder ersetzen lassen, ist eine der großen Zukunftsvisionen der Medizin. Künstliche Materialien könnten sich als Gewebegerüste eignen, denn anders als natürliches Gewebe bleiben sie im Organismus lange genug stabil, so dass der Körper neue natürliche Strukturen ausbilden kann. Eine grundlegende Voraussetzung für funktionsfähige Gewebe ist, dass in ihnen Blutgefäße wachsen und sich mit dem Gefäßsystem des Organismus verbinden können, so dass das Gewebe durchblutet und mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird. Bisher ist allerdings fast nichts darüber bekannt, welche Materialeigenschaften das Wachstum von Blutgefäßen fördern.


Weitere genetische Ursachen gefunden: 73. Urologen-Kongress diskutiert unerfüllten Kinderwunsch beim Mann

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 21.07.2021

 

Ein Kind zeugen, Vater werden: Nicht immer geht der Kinderwunsch des Mannes in Erfüllung. Diagnostik und Therapie der männlichen Unfruchtbarkeit stellen eine große Herausforderung für andrologisch ausgebildete Urologen dar. Neue Erkenntnisse bei der Suche nach genetischen Ursachen für die männliche Infertilität diskutiert die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) auf ihrer 73. Jahrestagung im kommenden Herbst im Internationalen Congresscenter Stuttgart. „Wenn aktuelle Forschungsergebnisse im klinischen Alltag Relevanz bekommen und neue individualisierte Therapieansätze ermöglichen, dann sind das sehr gute Nachrichten für die behandelnden Urologinnen und Urologen und ihre Kinderwunschpatienten“, sagt DGU-Präsident Prof. Dr. Dr. h.c. Arnulf Stenzl. Der Ärztliche Direktor der Klinik für Urologie, Tübingen, leitet die weltweit drittgrößte urologische Fachtagung vom 15. bis 18. September 2021 in Stuttgart.

 


GLP-1-Analogon mit Herzschutz

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 20.07.2021

Längst können Antidiabetika mehr als nur den Blutzucker senken. SGLT2-Inhibitoren (Gliflozine) und GLP-1-Rezeptoragonisten können Patienten vor kardiovaskulären Schäden bewahren. In diese Reihe fügt sich der Wirkstoff Efpeglenatid ein. Zu den zugelassenen, kurz- und langwirksamen GLP-1-Rezeptoragonisten (Inkretin-Mimetika) gehören Exenatid, Liraglutid, Dulaglutid und Semaglutid. Sie sind – oft in Kombination mit Metforminindiziert bei Patienten mit Typ-2-Diabetes und kardiovaskulären Erkrankungen. Alle Wirkstoffe ähneln strukturell dem natürlichen Glucagon-like-Peptide 1 (GLP-1). Das Inkretin-Hormon wird innerhalb weniger Minuten nach einer Mahlzeit freigesetzt, hemmt die Glucagonsekretion und stimuliert die Insulinsekretion.


Ohne B-Zellen zum Impferfolg

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 13.07.2021

Immunsupprimierte Patienten können nach einer Impfung oft keinen guten Schutz aufbauen, weil bei Ihnen die notwendigen Zellen des Immunsystems schlechter funktionieren oder gar nicht vorhanden sind. Dies ist besonders bei der medikamentösen Therapie der rheumatoiden Arthritis untersucht worden. Unter welchen Umständen für diese Personengruppe trotzdem erfolgreich geimpft werden kann, haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom TWINCORE und der Medizinischen Hochschule Hannover nun im Journal Annals of the Rheumatic Diseases veröffentlicht. Auf Basis ihrer Daten empfehlen sie eine vielversprechende Strategie für die COVID-19-Impfung von Rheumapatientinnen und -patienten, die mit dem Medikament Rituximab behandelt werden.


Durchbruch für die Behandlung der Zöliakie

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 13.07.2021

 

Wissenschaftler der Universitätsmedizin Mainz federführend bei der Entwicklung und klinischen Testung des ersten wirksamen Medikaments - Ein Forscherteam hat unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Dr. Detlef Schuppan, Direktor des Instituts für Translationale Immunologie der Universitätsmedizin Mainz, einen neuartigen medikamentösen Wirkstoff zur Behandlung der Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) entwickelt: den Transglutaminase-Hemmer ZED1227. Das Medikament basiert auf einem erkrankungsspezifischen Wirkmechanismus. Die bisher einzige wirksame Therapieoption für Betroffene ist eine streng glutenfreie Diät. Im Rahmen einer klinischen Phase 2a-Studie haben die Mainzer Wissenschaftler gemeinsam mit internationalen Kollegen gezeigt, dass ZED1227 eine starke schützende Wirkung auf die Dünndarmschleimhaut hat und die Entzündung, Erkrankungssymptome sowie die Lebensqualität der Betroffenen verbessert. Damit ist ZED1227 das erste Zöliakie-Medikament, für das eine klinische Wirksamkeit belegt werden konnte. Die Studienergebnisse wurden jetzt in der international renommierten Fachzeitschrift New England Journal of Medicine veröffentlicht.