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Letzte aktuallisierung des des Pressespiegel 23.12.2019

Der Pressespiegel wird ab dem 13.01.2020 wieder weitergeführt!


Heparintherapie - Gefährliche Nebenwirkungen stoppen

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft 20.12.2019

 

Paradoxerweise kann der viel verwendete Gerinnungshemmer Heparin bei einigen Patienten zur Bildung von Blutgerinnseln führen. LMU-Mediziner haben nun gezeigt, dass die Hemmung eines bestimmten Enzyms dieses Risiko vermindern könnte. Der Gerinnungshemmer Heparin wird häufig verwendet zur postoperativen Prophylaxe von Beinvenenthrombosen, zur Therapie von venösen Thrombosen und zur Prävention arterieller Thrombosen bei drohendem Herzinfarkt. Als Nebenwirkung kann dabei allerdings die sogenannte Heparin-induzierte Thrombozytopenie (HIT) auftreten. Bis zu drei Prozent der mit Heparin behandelten Patienten entwickeln eine immunologisch bedingte Unterform von HIT (HIT Typ II), die aufgrund von Thrombosen in den Blutgefäßen potenziell lebensbedrohlich ist. Der durch die Thrombosen bedingte Thrombozytenverbrauch erklärt die Abnahme der Thrombozytenzahl (Thrombozytopenie) bei der Erkrankung. LMU-Mediziner um Wolfgang Siess, Professor für Kardiovaskuläre Pathobiochemie am Institut für Prophylaxe und Epidemiologie der Kreislaufkrankheiten (IPEK), haben nun gezeigt, dass bestimmte Hemmstoffe diese gefährliche Nebenwirkung in vitro vollständig unterbinden können. Damit eröffnen sie eine neue Therapie-Option für HIT Typ II, wie die Wissenschaftler im Fachmagazin Blood Advances berichten. Die Studie wurde in Kooperation mit den Gruppen von Professor Michael Spannagl (Hämostaseologie, Klinikum der LMU), Professor Christian Weber und Dr. Philipp von Hundelshausen (beide IPEK) durchgeführt.

 


Änderungsanträge zur Organspende eingebracht

Quelle: Deutsches Ärzteblatt, 18.12.2019

Der Bundestag will sich im Januar des kommenden Jahres mit einer Novelle der Organspende befassen. Im Gesundheitsausschuss wurden heute noch Änderungsanträge zur Widerspruchslösung eingebracht, die dem Deutschen Ärzteblatt vorliegen. Es geht unter anderem um Klarstellungen und Korrekturen beim geplanten Register und eine Werbekampagne für die Organspende. Eine Gruppe von Abgeordneten um Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) und den SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach strebt mit ihrem Entwurf eine sogenannte doppelte Widerspruchslösung an. Demnach gilt jeder Bürger als möglicher Organspender, der zu Lebzeiten keinen Widerspruch erklärt hat.


Bayern startet Kampagne zu Organ- und Gewebespenden

Quelle: Deutsches Ärzteblatt, 16.12.2019

Mit Infokampagnen und einem Kunstwettbewerb für Schüler will das bayeri­sche Ge­sund­heits­mi­nis­terium weiter für Organspenden werben. „Obwohl eine große Mehrheit der Bevölkerung der Organspende grundsätzlich positiv gegenübersteht, besitzt nur rund ein Drittel der Deutschen einen Organspende-Ausweis“, sagte Ministerin Melanie Huml. Die Menschen sollten sich mit dem Thema befassen. „Denn wer zu Lebzeiten für Klarheit sorgt, nimmt seinen Angehörigen die Last einer Entscheidung in schweren Stun­den“, sagte die CSU-Politikerin. Zuletzt war die Zahl der Organspender im Freistaat leicht gestiegen. Von Januar bis Ende November gab es nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation 126 Or­gan­spender – sechs mehr als im gleichen Zeitraum 2018. „Allerdings warten aktuell etwa 1.350 Menschen in Bayern auf ein lebenswichtiges Spenderorgan“, machte Huml deutlich.


Ermittlungen wegen Verdachts auf Manipulation bei Transplantationen

Quelle: Deutsches Ärzteblatt, 13.12.2019

Wegen möglicher Unregelmäßigkeiten bei Herztransplantationen an der Bad Nauheimer Kerckhoff-Klinik laufen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Es werde gegen Unbekannt ermittelt, unter anderem wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Transplantationsgesetz, sagte ein Justizsprecher heute in Gießen. Die Untersuchungen seien nach einer Anzeige im April dieses Jahres in Gang gekommen. Man stehe im Austausch mit der Klinik, die heute das Gutachten eines externen Sachver­ständigen vorgelegt habe. Dieses werde nun geprüft, teilte der Sprecher weiter mit.


Entscheidung über neue Organspende-Regeln voraussichtlich im Januar

Quelle: Deutsches Ärzteblatt, 12.12.2019

Die Entscheidung über neue Regeln für Organspenden in Deutschland soll vo­raus­sichtlich Anfang nächsten Jahres fallen. Ziel ist, dass es im Januar zu einer abschlie­ßenden Abstimmung über die beiden eingebrachten Gesetzentwürfe im Bundestag kommt, wie Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) heute in Berlin sagte. Es sei wichtig für das Vertrauen, dass nach der guten Debatte der vergangene Monate im Parlament, in Anhörungen und in der Gesellschaft auch eine Entscheidung folge, sagte Spahn. Der Bundestag kommt vom 13. bis 17. Januar 2020 zur ersten Sitzungswoche des neuen Jahres zusammen, eine weitere Sitzungswoche ist vom 27. bis 31. Januar 2020.


Keine Beanstandungen an Arbeit der Transplantations­zentren seit 2016

Quelle: Deutsches Ärzteblatt, 12.12.2019

Die für die Prüfung der Transplantationszentren in Deutschland zuständigen Kon­­trollgremien von Bundes­ärzte­kammer, Deutscher Krankenhausgesellschaft und Spit­zenverband der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) haben bei ihren Prüfungen der Jahre 2016 bis 2018 keine Anhaltspunkte für systematische Richtlinienverstöße oder Ma­nipulationen festgestellt. Das geht aus dem neuen Tätigkeitsbericht der Prüfungs- und Überwachungskommission hervor. „Damit setzt sich die positive Entwicklung der vergangenen Jahre weiter fort“, sagte des­sen Vorsitzender, Oberstaatsanwalt Thomas Schwarz. Prüfgegenstand waren die Pro­gram­me der Herz-, Lungen-, Leber-, Nieren- und Pankreastransplantationen der Jahre 2016 bis 2018. Die Kommissionen nahmen im vergangenen Jahr 16 Prüfungen vor Ort sowie 14 Prüfungen im schriftlichen Verfahren vor.


„Nature Immunology“: Wie erhöhte Blutfette Entzündungen auslösen und Nieren und Gefäße schädigen

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 09.12.2019

 

Entzündungen im Körper werden nicht nur von Bakterien und Viren ausgelöst. Schon seit längerem ist bekannt, dass auch bestimmte Blutfette Entzündungen verursachen können. Patienten, bei denen diese Blutfettwerte erhöht sind, haben ein größeres Risiko, durch Nierenschäden oder Gefäßerkrankungen frühzeitig zu versterben. Dies hat ein internationales Forscherteam um Dr. Timo Speer von der Universität des Saarlandes nachgewiesen. Auf molekularer Ebene konnte die Forschergruppe aufzeigen, wie Blutfette in Körperzellen wirken und die körpereigene Abwehr auf schädliche Weise mobilisieren. Die Forschungsergebnisse wurden im renommierten Fachmagazin „Nature Immunology“ veröffentlicht. Die Cholesterin-Werte haben Ärzte schon länger im Blick, wenn es um die Frage geht, wie das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen minimiert werden kann. Doch es gibt auch noch andere Blutfette, denen eine schädliche Wirkung zugesprochen wird. „Wir haben uns mit einer bestimmten Gruppe, den so genannten Triglyzeriden, beschäftigt. Wir konnten zeigen, dass diese körpereigene Substanz in einer erhöhten Konzentration die Abwehrzellen so verändert, dass der Körper ähnlich wie bei einer bakteriellen Infektion reagiert. Es entstehen Entzündungen, die im chronischen Verlauf die Nieren schädigen können oder zu einer Arterienverkalkung führen. Diese wiederum ist eine der Hauptursachen für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall“, erklärt Timo Speer, promovierter Mediziner und Biologe an der Universität des Saarlandes und verantwortlicher Autor der Nature Immunology-Publikation.


Rockröhre mit Nierenversagen

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 06.12.2019

 

Die Sängerin Tina Turner steht in diesem Jahr im Fokus der Weihnachtsvorlesung der Pharmazeuten an der Goethe-Universität. Auch in diesem Jahr laden die Pharmazeuten Prof. Theo Dingermann und Prof. Dieter Steinhilber wieder zu einer Weihnachtsvorlesung auf den Campus Riedberg ein. In ihrem Vortrag geht es diesmal um Tina Turner, die Rocksängerin mit der rauchigen Stimme. „Nierenversagen – wenn die Entgiftung des Körpers versagt“ lautet der Titel der Vorlesung, die am Dienstag, 17. Dezember, um 11 Uhr c.t. im Biozentrum, Raum B1 (Campus Riedberg) stattfindet. Dingermann und Steinhilber werden in Rahmen der Traditionsreihe, bei der die gesundheitlichen Leiden prominenter Musiker im Mittelpunkt stehen, auf das Leben und Leiden, aber auch auf das künstlerische Schaffen der Sängerin eingehen.

 


Intensivmediziner für Widerspruchsregelung bei Organspende

 Quelle: Deutsches Ärzteblatt, 04.12.2019

Intensiv- und Notfallmediziner sprechen sich für eine Widerspruchsregelung bei der Organspende aus. Das teilte die Deutsche Interdisziplinäre Verei­nigung für In­ten­siv- und Notfallmedizin (DIVI) gestern zum Auftakt eines Kongresses in Hamburg mit. Demnach ergab eine Befragung unter DIVI-Mitgliedern eine Zustimmung von fast zwei Dritteln unter den rund 1.300 Ärzten, Pflegern, Therapeuten und Seelsorgern, die teilnah­men. Das Ergebnis sei eine „solide Entscheidungsgrundlage für das Gesetzgebungsver­fah­ren", sagte der DIVI-Sprecher für Organspende und Organtransplantation, Klaus Hah­nen­kamp.


Seltenen Nierenerkrankungen auf der Spur

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 28.11.2019

 

Wissenschaftler der Universitäten Bayreuth und Erlangen sowie der Hochschule Coburg forschen gemeinsam daran, seltene Nierenerkrankungen besser diagnostizieren zu können und so die Therapie zu verbessern. Dazu bringen sie ihre unterschiedlichen Kompetenzen ein. Um die Ursachen von Nierenerkrankungen erkennen und behandeln zu können, lassen die Ärzte zunächst die Blut- oder Urinproben ihrer Patienten im Labor untersuchen. Sind die Ergebnisse nicht aussagekräftig, wird eine sog. Biopsie durchgeführt. D.h., es wird invasiv etwas Gewebe entnommen, das in ein Analysezentrum, beispielsweise an das Uniklinikum Erlangen geschickt und dort mit Hilfe von klassischen Färbemethoden charakterisiert wird.  Diagnose schwieriger Nierenerkrankungen Es gibt jedoch auch Nierenerkrankungen, deren Ursachen derzeit mit den vorhandenen Routineverfahren noch nicht diagnostiziert werden können. Mögliche Ursachen sind Tumore oder Immunreaktionen infolge von Krebsbehandlungen. Um bestimmen zu können was die Erkrankung auslöst, muss die Wissenschaft mit neuen diagnostischen Analyseverfahren arbeiten. Hier wollen die Wissenschaftler der Universität Bayreuth und der Hochschule Coburg anset-zen und gemeinsam neue Analyseverfahren entwickeln.

 


Würzburg randomisiert 100. Patienten für Studie zum Herz- und Nierenschutz

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 27.11.2019

 

Am 14. Februar dieses Jahres hat das EMPA-KIDNEY-Studienteam der Uniklinik Würzburg (UKW) den ersten Patienten für die Studie zum Herz- und Nierenschutz randomisiert. Heute haben die Ärztinnen den hundertsten Patienten auf eine Kontroll- oder Vergleichsgruppe verteilt. Er ist einer von 5.000 Studienteilnehmern, an denen weltweit untersucht wird, ob die tägliche Einnahme einer Empagliflozin-Tablette eine Verschlechterung der Nierenerkrankung oder den Tod infolge einer Herzerkrankung bei Patienten mit einer Nierenerkrankung verhindern kann. Die internationale EMPA-KIDNEY-Studie wird von der Universität Oxford in Kooperation mit der Medizinischen Klinik und Poliklinik I des UKW koordiniert. Ob er die Tablette mit dem SGLT-2-Hemmer Empagliflozin bekommt oder ein Placebo, ein Scheinmedikament ohne Wirkung, weiß weder der Patient noch das Studienteam des Uniklinikums Würzburg. Doch die Hoffnung ist groß, dass die Studie künftig vielen Patienten mit einer chronischen Nierenerkrankung hilft. Ernst Sawitsch (73) ist der hundertste Teilnehmer, der heute am Uniklinikum Würzburg für die internationale klinische EMPA-KIDNEY Studie randomisiert wurde, also auf eine Kontroll- oder Vergleichsgruppe verteilt wurde. Er ist einer von 5.000, an denen weltweit untersucht wird, ob die tägliche Einnahme einer Empagliflozin-Tablette eine Verschlechterung der Nierenerkrankung oder den Tod infolge einer Herzerkrankung bei Patienten mit einer Nierenerkrankung verhindern kann. Die internationale Studie wird von der Universität Oxford in Kooperation mit der Medizinischen Klinik und Poliklinik I des Uniklinikums Würzburg (UKW) koordiniert.

 


App hilft beim Lernen des Nieren-Ultraschalls

Quelle: deutsches Ärzteblatt, 27.11.2019

Medizinstudierende können die Anwendung des Ultraschalls jetzt ohne realen Patienten mit einer neuen Smartphone-App trainieren. „Der Ultraschall-Trainer ist darauf ausgelegt, Studierenden schnell und effektiv die feinmotorischen Fähigkeiten beizubrin­gen, die für den klinischen Ultraschall wichtig sind“, sagte der Entwickler der App, Florian Ebner. Er ist Gynäkologie-Chefarzt am Helios Amper-Klinikum Dachau. Die App arbeitet mit einem Tracker. Dies ist ein Muster, das die Nutzer ausdrucken. Bei der Verwendung der App halten die Anwender den Tracker vor die Handykamera. Nähert sich die Kamera der „Haut“ des virtuellen Patienten – denn dafür steht der Tracker – wechselt das Bild in den Ultraschall-Modus: Der Nutzer kann sich die Nieren ansehen und mit dem Schallen beginnen.


Karpaltunnelsyndrom: Operieren oder nicht?! Ultraschall gibt Antwort

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 26.11.2019

 

Wer morgens häufig taube und eingeschlafene Hände hat, leidet wahrscheinlich am Karpaltunnelsyndrom. Etwa jeder zehnte Erwachsene ist davon betroffen. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) fordern auf einer Pressekonferenz am Mittwoch, den 11. Dezember 2019 in Berlin, dass Patienten mit diesen Beschwerden möglichst immer per Ultraschall untersucht werden. Sie erläutern wie Sonografie-Geräte den betroffenen Nerv sehr detailliert abbilden. Obwohl das Verfahren schon lange etabliert ist, wird es aktuell in Deutschland noch nicht häufig angewendet. Das Problem: Viele Untersucher sind nicht ausreichend qualifiziert. Die DEGUM fordert, dass sich mehr Ärzte gezielt schulen lassen – etwa in Kursen nach dem bewährten Drei-Stufen-Konzept der Fachgesellschaft. Zudem müsse die Methode möglichst bald in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen werden.

 


Neue S3-Leitlinie zu chronischer nicht-dialyse­pflichtiger Nierenerkrankung

Quelle: Deutsches Ärzteblatt, 26.11.2019

Eine neue Leitlinie zur Betreuung von Patienten mit chronischer nicht-dialysepflichtiger Nierenerkrankung in der Hausarztpraxis hat die Deutsche Ge­sell­schaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) erarbeitet. In Deutschland weisen Schätzungen zufolge rund zehn Prozent der Bevölkerung eine chronische Nierenkrankheit auf. Bei vielen liegt aber laut den Fachgesellschaften nur eine leichtgradige, oft altersbedingte Nierenschwäche vor, die in der Regel nicht schnell voranschreitet und daher auch keiner intensiven Therapie und fachärztlichen Versorgung bedarf.


Großer Erfolg für Nierenforscher im UKE: Sonderforschungsbereich wird fortgesetzt

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 25.11.2019

 

Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert SFB 1192 mit weiteren elf Millionen Euro. Der Sonderforschungsbereich (SFB) 1192 „Immune-Mediated Glomerular Diseases“ des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) wird weitere vier Jahre gefördert. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat hierfür jetzt elf Millionen Euro bewilligt. Ziel des SFBs ist es, mehr über Entstehen und Fortschreiten entzündlicher Nierenerkrankungen zu erfahren sowie die Entwicklung neuer Therapien auf den Weg zu bringen. Der Sonderforschungsbereich 1192 steht unter Federführung der UKE-Wissenschaftler Prof. Dr. Ulf Panzer und Prof. Dr. Tobias B. Huber aus der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik des UKE. Gemeinsam mit etwa 25 Ärzten und Grundlagenforschern aus dem UKE arbeiten sie in dem SFB daran, die Mechanismen von entzündlichen Nierenerkrankungen durch Anwendung und Etablierung modernster Techniken besser zu verstehen. Im Fokus ihrer Anstrengungen steht, neue Behandlungskonzepte für autoimmune Nierenerkrankungen zu entwickeln, um langfristig das Auftreten einer dialysepflichtigen Niereninsuffizienz effektiver verhindern zu können.

 


Projekt über Herztransplantation ausgezeichnet

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 13.11.2019

 

Der diesjährige Johanna Dürmüller-Bol DBMR Forschungspreis des Department for BioMedical Research (DBMR) der Universität Bern geht an Maria-Nieves Sanz. Sie wird für ihre Forschung zu Entzündungsprozessen bei Herztransplantationen ausgezeichnet. Der mit CHF 30'000.- dotierte Nachwuchs-Forschungspreis wird heute Mittwoch am «Day of BioMedical Research» verliehen. Herzinsuffizienz ist eine der häufigsten Krankheits- und Todesursachen weltweit. In schweren Fällen ist eine Herztransplantation die einzige Möglichkeit, die Lebensqualität von Patientinnen und Patienten zu verbessern oder ihr Überleben zu sichern. Obwohl die Wartelisten für Herztransplantationen jedes Jahr länger werden, stagniert jedoch die Zahl der Spenderherzen. Um dem Organmangel entgegenzuwirken, kommen nebst den Spenden nach einem Hirntod, bei dem alle Hirnfunktionen unumkehrbar ausfallen, der Körper aber künstlich weiter beatmet werden kann, auch Spenden nach Herz- und Kreislauftod in Frage (engl. donation after circulatory death, DCD). Dabei tritt der Tod durch Versagen des Herz-Kreislaufsystems ein (sogenannter klinischer Tod). Hier schliesst die Organspende Spenderinnen und Spender ein, deren Prognosen aussichtslos und irreversibel sind. In solchen Fällen wird auf der Intensivstation meist entschieden, die medizinische Behandlung abzubrechen und sie sterben zu lassen gemäss den Richtlinien der FMH (Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte). Diese Entscheidung wird unabhängig von der potenziellen Organspende getroffen.

 


Komplexe Organmodelle aus dem Labor

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 13.11.2019

 

Wissenschaftlern der Universität Würzburg ist es gelungen, aus Alleskönner-Stammzellen im Labor menschliche Gewebe zu erzeugen, die in ihrer Komplexität dem normalen Gewebe sehr nahe kommen und die damit bisherigen Konstrukten überlegen sind. In Zukunft könnten solche Organoide helfen, die Vorgänge bei der Entstehung von Krankheiten besser zu untersuchen und die Wirkung von therapeutischen Substanzen genauer zu analysieren, bevor sie bei Tier und Mensch eingesetzt werden. Außerdem können damit künstliche Gewebe erzeugt werden, die mit einem funktionierenden Blutgefäßsystem ausgestattet sind und somit erfolgreicher in Patienten transplantiert werden könnten. Seit es japanischen Forschern im Jahr 2006 erstmals gelungen ist, Alleskönner-Stammzellen durch eine epigenetische Umprogrammierung von Bindegewebszellen künstlich herzustellen, steht der Wissenschaft ein unvergleichlich wertvoller Zelltyp zur Verfügung, mit dessen Hilfe sich alle Zellen des menschlichen Körpers in der Kulturschale erzeugen lassen.

 


Hälfte der Dialysepatienten sind Diabetiker

Quelle: Deutsches Ärzteblatt, 11.11.2019

 

Rund die Hälfte aller Dialysepatienten in Deutschland ist zuckerkrank. Darauf hat die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) hingewiesen. Für Diabetespatien­ten sei es „besonders wichtig, regelmäßig ihre Arzttermine wahrzunehmen“, sagte DGfN-Pressesprecherin Julia Weinmann-Menke von der Universitätsmedizin Mainz im Vorfeld des Welt-Diabetestages am 14. November. Außerdem müssten Therapie- und Lebensstil­maßnahmen von diesen Patienten besonders gut eingehalten werden. Wichtig sei auch die Kontrolle und bei Bedarf die Einstellung des Blutdrucks, der bei älteren und übergewichtigen Menschen oft erhöht sei. „Je weniger Patienten mit Diabetes ihre Gefäße durch erhöhte Zucker- oder Blutdruckwerte belasten, desto niedriger ist das Risiko für eine chronische Nierenkrankheit“, erinnerte sie.



Krankenhäuser engagieren sich stärker für Organspende

Quelle: Deutsches Ärzteblatt, 07.11.2019

 

Die Krankenhäuser in Deutschland engagieren sich stärker bei der Suche nach potenziellen Organspendern. Die organspendebezogenen Kontakte der Kliniken mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) seien in den ersten zehn Monaten deutlich angestiegen, teilte die DSO heute in Frankfurt mit. Sie erhöhten sich von 2.341 in den ersten zehn Monaten des Jahres 2018 auf 2.522 in diesem Jahr. Allerdings sind zugleich die Zahlen der Spender und der gespendeten Or­gane gegenüber 2018 erneut leicht zurückgegangen: Die DSO zählte bundesweit bis Oktober 775 postmortale Organspender, im Vorjahreszeitraum waren es 787.

Entscheidung über Organspendereform erst im kommenden Jahr

Quelle: Deutsches Ärzteblatt, 07.11.2019

Der Bundestag wird nicht mehr in diesem Jahr über eine Reform in der Organ­spende entscheiden. Darauf haben sich die beiden Abgeordnetengruppen im Bundestag verständigt, wie die SPD heute auf Nachfrage des Deutschen Ärzteblattes bestätigte. Demnach soll eine Entschei­dung des Parlaments in der ersten Sitzungswoche Mitte Janu­ar angestrebt werden. Einen genauen Termin gebe es aber noch nicht, hieß es weiter. Ei­gent­lich waren Abschlussdebatte und Beschluss des Bundestages noch für dieses Jahr vorge­sehen.


Forschungsförderung: 2 Mio. Euro für Forschungskollegs zu seltenen Erkrankungen der Nieren und der endokrinen Organe

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 31.10.2019

 

Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) und die Eva Luise und Horst Köhler Stiftung für Menschen mit Seltenen Erkrankungen (ELHKS) fördern die Einrichtung zweier Forschungskollegs. Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der TU Dresden und das Universitätsklinikum Erlangen konnten sich im Rahmen der Ausschreibung mit ihren Konzepten für die Ausbildung von Clinician Scientists durchsetzen und erhalten für deren Umsetzung jeweils 1 Mio. Euro. Insgesamt haben sich mehr als die Hälfte aller medizinischen Fakultäten auf die Ausschreibung beworben. Schwerpunkt in Dresden ist die Erforschung seltener endokriner Erkrankungen, in Erlangen wird der Fokus auf seltenen Nierenerkrankungen liegen.