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Letzte aktualiesierung 13.05.2021



Virologe Drosten

Wahl zwischen Coronaimpfung und Infektion

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 12.05.2021

Wer sich gegen eine Covid-19-Impfung entscheidet, entscheidet sich aktiv für eine Coronavirus-Infektion. Das macht Professor Dr. Christian Drosten im NDR-Podcast deutlich. In den nächsten 18 Monaten werde die Bevölkerung durchimmunsiert sein. Der Virologe Professor Dr. Christian Drosten schätzt, dass die Bevölkerung in Deutschland ungefähr in den kommenden eineinhalb Jahren immun gegen das Coronavirus wird. Dies werde durch die Impfung oder durch natürliche Infektion geschehen, sagte der Wissenschaftler der Charité Berlin im Podcast »Coronavirus-Update« (NDR-Info) am Dienstag. »Dieses Virus wird endemisch werden, das wird nicht weggehen. Und wer sich jetzt beispielsweise aktiv dagegen entscheidet, sich impfen zu lassen, der wird sich unweigerlich infizieren.« Dagegen könne man nichts tun, da die Maßnahmen mit der Zeit immer weiter zurückgefahren würden.


Aktuelle COVID-19-Studienergebnisse: Impfung für Rheumapatienten auch unter der Behandlung sicher und wirksam

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 12.05.2021

 

Menschen mit rheumatischen Erkrankungen können und sollten sich gegen COVID-19 impfen lassen. Zwei in Deutschland durchgeführte Studien zeigen, dass die Impfung mit einer mRNA-Vakzine für Menschen mit Rheuma sicher ist und in der Regel gut vertragen wird. Auch kann nach Einschätzung der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh) von einer guten Schutzwirkung ausgegangen werden. Jedenfalls legen das die Messungen der schützenden Antikörper nahe, die nach der Impfung von fast allen Rheumapatienten gebildet werden. Viele Menschen mit rheumatischen Erkrankungen haben ein erhöhtes Infektionsrisiko. Dies betrifft insbesondere Patienten mit einer durch sogenannte Basistherapeutika nicht ausreichend kontrollierten Erkrankung und bei längerfristiger und höher dosierter Behandlung mit Kortisonpräparaten. Bei einer Infektion mit SARS-CoV-2 tragen diese Rheumapatienten ein erhöhtes Risiko, schwer an COVID-19 zu erkranken. Deshalb wurden Patienten mit rheumatischen Erkrankungen in der Impfreihenfolge der Gruppe 3 zugeordnet und können sich priorisiert impfen lassen. Unter Patienten und Ärzten gibt es jedoch Bedenken, berichtet DGRh-Präsident Professor Dr. med. Andreas Krause. „Viele sind in Sorge, dass die mit der Impfung verbundene Immunreaktion einen Krankheitsschub auslösen könnte“, erklärt der Experte, der als ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin am Immanuel Krankenhaus Berlin tätig ist. Verbreitet sei auch die Befürchtung, dass die das Immunsystem beeinflussenden Medikamente, die viele Rheumapatienten erhalten, die Bildung von schützenden Antikörpern gegen SARS-CoV-2 verhindern. Die bisherigen Erfahrungen mit mRNA-Impfstoffen widersprechen dem jedoch, betont Prof. Krause.

 



Welche Auswirkungen hat COVID-19 auf die Herzgesundheit?

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 11.05.2021

 

Kardiologen des Universitätsklinikums Heidelberg starten Studie / 192 Patienten werden eingeschlossen / Dank mobilem Magnetresonanztomographen zusätzliche MRT-Kapazitäten / Spezielle EKG-Diagnostik gekoppelt mit Künstlicher Intelligenz Wie wirkt sich eine COVID-19-Erkrankung im Langzeitverlauf auf die Herzgesundheit aus? Dieser Frage gehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitätsklinik für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie Heidelberg in Kooperation mit der Klinik für Gastroenterologie jetzt im Rahmen einer klinischen Studie nach. 192 Patientinnen und Patienten, deren Erkrankung mindestens vier Monate zurückliegt, werden eingeschlossen. Die Teilnehmer werden mittels kontrastmittelfreier kardialer Magnetresonanztomographie (MRT) sowie einer 3D-Elektrokardiographie untersucht und ihre Krankheitsgeschichte sowie der Gesundheitszustand systematisch erfasst.  „Mögliche Spät- und Langzeitfolgen von COVID-19 sind noch unzureichend verstanden, die Datenlage ist bislang noch zu gering “, sagt Studienleiter Prof. Dr. Norbert Frey, Ärztlicher Direktor der Klinik. „Betroffene haben ein großes Interesse an gezielten Nachuntersuchungen, die Untersuchungstermine für die Studie waren innerhalb kurzer Zeit ausgebucht.“ Dank einer Studien-Kooperation mit den Unternehmen medneo und Philips ist es gelungen, zusätzliche MRT-Kapazitäten zu schaffen – und zwar mithilfe eines hochmodernen mobilen MRT. In einem MRT-Trailer vor der Klinik wurden die Studienteilnehmer untersucht.

 


Präklinische Studie: Mediziner finden vielversprechenden Ansatz für Covid-19-Therapie mit bekanntem Lungenmedikament

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 11.05.2021

 

Inzwischen gibt es eine Vielzahl wirksamer Impfstoffe gegen das Sars-CoV-2-Virus. Eine wirksame Therapie hingegen gibt es nach wie vor nicht. Ist die Krankheit einmal ausgebrochen, können Mediziner nur noch wenig ausrichten. Einem Team der Universität des Saarlandes und des Universitätsklinikums hat nun einen vielversprechenden Ansatz für eine medikamentöse Behandlung der Krankheit gefunden. Ihre Studie haben sie im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine veröffentlicht. Die große Zahl wirksamer Impfstoffe, die in Rekordzeit gegen das Sars-CoV-2-Virus entwickelt wurden, lässt hoffen, dass die Welt das Virus bald einigermaßen in den Griff bekommen wird. Zumindest in den Industrieländern zeigen die großen Impfkampagnen inzwischen Wirkung.  Das ist eine gute Nachricht für all jene, die noch nicht an Covid-19 erkrankt sind. Wer jedoch noch nicht geimpft ist – und das ist der Großteil der Weltbevölkerung – bzw. akut erkrankt ist, hat von den Erfolgen der Impfstoffentwicklung wenig. Eine wirksame medikamentöse Behandlung gibt es bisher nicht. Nun deutet eine präklinische Studie der Universität des Saarlandes und des Universitätsklinikums darauf hin, dass das Protein Alpha-1-Antitrypsin (AAT) gegen das Coronavirus wirksam sein könnte. AAT ist bereits zur Behandlung des Alpha-1-Antitrypsin-Mangels zugelassen, einer seltenen angeborenen Erkrankung,

 


Indische Variante B.1.617 als »besorgniserregend« eingestuft

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 11.05.2021

 

Seit Montag ist die SARS-CoV-2-Variante B.1.617, die in Indien immer häufiger auftritt, von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als »besorgniserregende Variante« (VOC) eingestuft. Noch ist nicht viel über diese Variante bekannt, aber sie könnte zum Anstieg der Coronavirus-Infektionen in Indien beitragen, die nach Ansicht von Experten wahrscheinlich unterschätzt wird. Neben den Virusvarianten B.1.1.7 (England), P.1 (Brasilien), B.1.351 (Südafrika), sowie B.1.427 und B.1.429 (Kalifornien) wurde von der WHO nun auch die indische Variante B.1.617 zur »Variant of Concern« erklärt. Das gab die leitende WHO-Wissenschaftlerin Maria Van Kerkhove am Montagabend bekannt. »Vorliegende Informationen weisen auf eine erhöhte Übertragbarkeit« dieser SARS-CoV-2-Variante hin, sagte Van Kerkhove gegenüber dpa. Und sie ergänzte, dass nach vorläufigen Studienergebnissen zudem das menschliche Immunsystem weniger stark auf diese Variante reagiere.


Doppelimpfstoff gegen SARS-CoV-2 und Grippe

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 11.05.2021

 

Das US-Unternehmen Novavax arbeitet an einem Kombiimpfstoff, der gegen das Coronavirus und die saisonale Grippe schützen soll. In Tierversuchen zeigte die Vakzine eine gute Wirksamkeit, heißt es in einer ersten Veröffentlichung. Ausrotten lässt sich das Pandemievirus SARS-CoV-2 wohl nicht mehr. Als wahrscheinlicher gilt, dass es sich zu einem harmloseren saisonalen Erreger entwickelt, der eine Art Erkältung verursacht. Dann könnten auch saisonale Auffrischimpfungen nötig werden. Für diesen Fall arbeitet das US-Unternehmen Novavax vor und entwickelt eine Kombination aus Corona- und Grippeimpfung. Letztere sollte ja in Risikogruppen auch jedes Jahr aufgefrischt werden. In einer Preprint-Publikation auf dem Server »BioRxiv« stellt ein Team um Michael Massare von Novavax die Vakzine und erste Ergebnisse aus Tierversuchen vor. Gegen Grippe entwickelte das Unternehmen eine quadrivalente Hämagglutinin (HA)-Nanopartikel-Vakzine (qNIV), die mit dem firmeneigenen Matrix-M™-Adjuvans auf Saponin-Basis adjuvantiert ist. Hergestellt wird das Antigen in rekombinanten Insektenzellen-Expressionssystemen. Der Grippeimpfstoff hat in Phase-I- bis -III-Studien gute Ergebnisse gezeigt, ist aber noch nicht zugelassen.


Hirudin-Derivat bei Hirnvenenthrombose erfolgreich

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 11.05.2021

 

Als Vakzin-induzierte immunthrombotische Thrombozytopenie (VITT) bezeichnen Ärzte das Krankheitsbild rund um die Hirnvenenthrombosen, die in extrem seltenen Fällen nach Gabe von Covid-19-Vektorimpfstoffen auftreten können. Wie behandeln? In einem Fallbericht aus den USA war das Hirudin-Analogon Bivalirudin erfolgreich. Die Mechanismen, die zu Hirnvenenthrombosen nach der Impfung führen können, ähneln den Mechanismen, die einer Heparin-induzierten Thrombozytopenie (HIT) zugrundeliegen. Mediziner raten bei der Behandlung einer VITT vom Einsatz von Heparinen sicherheitshalber ab, obwohl Heparine in diesem Fall als Auslöser der VITT gar nicht in Betracht kommen. Theoretisch denkbar ist aber, dass Heparine mit dem Plättchenfaktor 4 reagieren und diese Komplexe dann von den Autoantikörpern im Zuge der VITT erkannt werden. Nachdem im Fachjournal »Blood« zuletzt Fallberichte zum erfolgreichen Einsatz des direkten Thrombin-Inhibitors Argatroban veröffentlicht wurden, gibt es nun in »Annals of Emergency Medicine« eine Fallstudie zum erfolgreichen Einsatz von Bivalirudin bei einer VITT-Patientin. Wie ein Team um Professor Dr. R. Todd Clark von der University of Colorado School of Medicine in Denver berichtet, gelang es bei der 40-jährigen VITT-Patientin mithilfe von Bivalirudin, Thromben in den Hirnvenen innerhalb von wenigen Tagen aufzulösen. Die Frau konnte bereits nach sechs Tagen das Krankenhaus wieder verlassen. Zwar seien weitere Untersuchungen zur Wirksamkeit von Bivalirduin erforderlich, doch könnten die Ergebnisse dieses Falls die Entscheidungsfindung anderer Ärzte beeinflussen, die möglicherweise Heparin-Alternativen für Betroffene mit einer VITT auswählen müssen, so die Autoren in einer Pressemeldung.


USA lassen Comirnaty für Kinder ab zwölf Jahren zu

Quelle: pharmarzeutische Zeitung, 11.05.2021

 

Die Corona-Impfung von Kindern und Jugendlichen gilt als immens wichtig – für ihren Schutz und das Erreichen der Herdenimmunität. Jetzt haben die USA den Impfstoff von Biontech und Pfizer für Zwölfjährige zugelassen. Die EU wird wohl bald folgen. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat den Covid-19-Impfstoff des deutschen Herstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer auch für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren zugelassen. Die bereits bestehende Notfallzulassung zur Verabreichung ab 16 Jahren sei entsprechend angepasst und erweitert worden, teilte die FDA am Montag mit. Anfang April hatten Biontech und Pfizer einen entsprechenden Antrag bei der Behörde eingereicht. FDA-Chefin Janet Woodcock sprach von einem wichtigen Schritt im Kampf gegen die Pandemie. »Die heutige Aktion ermöglicht es, eine jüngere Bevölkerung vor Covid-19 zu schützen, was uns der Rückkehr zu einem Gefühl der Normalität und der Beendigung der Pandemie näherbringt.« Eltern und Erziehungsberechtigte könnten sicher sein, dass die Behörde alle verfügbaren Daten streng und gründlich geprüft habe.

 


Wie gefährlich ist Covid-19 für Schwangere und Neugeborene?

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 10.05.2021

 

Vor einem Jahr etablierten Mitarbeitende des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein und Dresden unter der Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin (DGPM) das CRONOS-Register, um Auswirkungen von Covid-19 auf Schwangere und deren Neugeborene zu erfassen. Mittlerweile wurden von mehr als 2.000 Schwangeren in Deutschland Daten erhoben. Die gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen wissenschaftliche Empfehlungen für die Betreuung der Schwangeren, die auf das deutsche Gesundheitssystem abgestimmt sind. Mehr als 2.000 während der Schwangerschaft positiv auf SARS-CoV-2 getestete Frauen wurden in dem CRONOS-Register der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin (DGPM) erfasst. Bereits sehr frühzeitig haben die Mediziner erkannt, dass für wissenschaftlich fundierte Behandlungsempfehlungen zum Umgang mit einer SARS-CoV-2-Infektion Daten aus Deutschland eine wichtige Voraussetzung sind. Das wenige Monate vorher von Prof. Dr. Ulrich Pecks und Prof. Dr. Mario Rüdiger etablierte Forschungsnetzwerk der DGPM bildete die optimale Voraussetzung. Innerhalb kürzester Zeit wurden ehrenamtlich die Voraussetzungen für das Register geschaffen, in dem mittlerweile mehr als 150 Kliniken in Deutschland registriert sind. In diesen Kliniken kamen 2020 insgesamt mehr als 180.000 Kinder und damit über 25 Prozent aller Neugeborenen in Deutschland zur Welt.

 


SARS-CoV-2-Forschung: Zweiter möglicher Wirkmechanismus von Remdesivir entdeckt

Quelle; Informationsdienst Wissenschaft, 10.05.2021

 

Bei der Infektion einer Zelle sorgt SARS-CoV-2 nicht nur dafür, dass die Wirtszelle neue Viruspartikel herstellt. Das Virus unterdrückt auch Abwehrmechanismen der Wirtszelle. Dabei spielt das Virenprotein nsP3 eine zentrale Rolle. Durch Strukturanalysen haben Forscher:innen der Goethe-Universität jetzt in Kooperation mit dem schweizerischen Paul-Scherrer-Institut herausgefunden, dass ein Abbauprodukt des Virostatikums Remdesivir an nsP3 bindet. Dies deutet auf einen weiteren, bislang unbekannten Wirkmechanismus von Remdesivir hin, der wichtig für die Entwicklung neuer Medikamente gegen SARS-CoV-2 und andere RNA-Viren sein könnte. Das Virostatikum Remdesivir wurde zur Störung eines wichtigen Schritts in der Vermehrung von RNA-Viren entwickelt, zu denen auch SARS-CoV-2 gehört: die Vervielfältigung des viruseigenen Erbguts. Es liegt als RNA-Matrize vor, mit der die Wirtszelle direkt Virenproteinen herstellt. Um die Produktion der eigenen Proteine jedoch zu beschleunigen, sorgen RNA-Viren für die Vervielfältigung der RNA-Matrize. Dazu nutzen sie ein bestimmtes, eigenes Protein (eine RNA-Polymerase), die von Remdesivir blockiert wird. Genau genommen erledigt das nicht Remdesivir selber, sondern eine Substanz, die in fünf Schritten aus Remdesivir gebildet wird, wenn Remdesivir in eine Zelle eindringt.

 


Gute Impfwirkung trotz Immunerkrankung

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 07.05.2021

 

Rheuma, Darmentzündung und Schuppenflechte sind Beispiele für Erkrankungen, bei denen das Immunsystem falsch und überschießend reagiert und Betroffene einer intensiven Behandlung mit entzündungshemmenden Medikamenten bedürfen. Wie gut solche Patientinnen und Patienten auf eine Corona-Impfung ansprechen, wurde nun von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums Immuntherapie (DZI; Sprecher: Prof. Dr. Markus F. Neurath und Prof. Dr. med. univ. Georg Schett) am Universitätsklinikum Erlangen untersucht. Ihre Studie zählt zu den weltweit ersten Forschungsarbeiten, die sich mit dieser Thematik befassen und Ergebnisse erbracht haben. Die Studie wurde nun in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift „Annals of the Rheumatic Diseases“ veröffentlicht. Die gute Nachricht zuerst: Die Corona-Impfung ist für Patienten mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen sogar verträglicher als für Gesunde. So kamen Reaktionen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, Schüttelfrost oder Gelenkschmerzen bei Patienten mit Immuntherapien deutlich seltener vor als bei Gesunden. Mit diesem Studienergebnis können die Erlanger Experten das Gerücht entkräften, dass Patienten mit Rheuma, Darmentzündung und Schuppenflechte aufgrund ihres veränderten Immunsystems vielleicht eine überschießende Reaktion auf die Corona-Impfung erleiden. Fazit: Bei Menschen mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen spricht nichts gegen eine Corona-Impfung.


Antikörper-Antwort trotz Immunsuppression

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 07.05.2021

 

Auch Patienten, die infolge einer Organtransplantation mit Immunsuppressiva behandelt werden, können infolge einer Covid-19-Impfung mit einem mRNA-Impfstoff schützende Antikörper entwickeln. Das zeigt jetzt eine Studie im Fachjournal »JAMA«. Nach wie vor sind längst nicht alle Fragen hinsichtlich des Einsatzes der Corona-Impfstoffe geklärt. Noch offen ist beispielsweise, wie Patienten, die nach einer Organtransplantation aggressiv mit Immunsuppressiva behandelt werden müssen, auf die Impfung reagieren. Jetzt liegen hierzu Daten vor. Die Autoren der aktuellen Publikation im »JAMA« um Brian J. Boyarsky von der Johns Hopkins University School of Medicine in Baltimore untersuchten 658 Transplantatempfänger, die zwei Dosen eines mRNA-Impfstoffs gegen SARS-CoV-2 erhalten hatten. Über Daten zur Immunantwort nach der ersten Dosis von 396 Patienten war schon kürzlich ebenfalls im »JAMA« berichtet worden. Danach ließen sich 18 bis 25 Tage nach der ersten Dosis bei 98 Patienten (15 Prozent) Antikörpertiter nachweisen.


Biomarker sagt schwere Verläufe voraus

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 07.05.2021

 

Die Zahl der natürlichen Killer-T-Zellen (NKT) im Blut eines Covid-19-Patienten gibt bereits früh im Krankheitsverlauf Aufschluss darüber, ob der Betroffene schwer erkranken wird. Dieser Biomarker könnte dabei helfen, die Therapie zu optimieren.  Alter und bestimmte Vorerkrankungen sind bekanntlich Risikofaktoren für einen schweren Covid-19-Verlauf. Allerdings lassen sich daraus nur Wahrscheinlichkeiten ableiten: Nicht alle Patienten, bei denen das aufgrund von Risikofaktoren zu erwarten wäre, erkranken schwer und umgekehrt gibt es auch bei denjenigen, bei denen eigentlich mit einem milden Verlauf zu rechnen wäre, immer wieder schwere Verläufe. Um die Therapie zu optimieren, also beispielsweise Anti-SARS-CoV-2-Antikörperpräparate gezielt einsetzen zu können, bräuchte es einen Biomarker, der die Schwere des Verlaufs verlässlich vorhersagt.


Novavax-Impfstoff schützt vor B.1.351-Variante

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 08.05.2021

 

Noch sind keine Spaltimpfstoffe zum Schutz vor Covid-19 zugelassen. Allerdings laufen etliche klinische Studien, um die Wirksamkeit und Verträglichkeit dieser Vakzintypen zu ermitteln. Ein Kandidat ist NVX-CoV2373 der Firma Novavax. Zu diesem Impfstoff wurden nun Wirksamkeitsdaten für die südafrikanische SARS-CoV-2-Variante B.1.351 publiziert. Viele warten auf die Zulassung von Spaltimpfstoffen zum Schutz vor Covid-19. Ein Kandidat ist NVX-CoV2373 der Firma Novavax. Dabei handelt es sich um einen Nanopartikel-Impfstoff, der gentechnisch hergestelltes Spike-Protein als Antigen enthält. Die Zulassung wird derzeit in der EU im Rahmen eines Rolling-Review-Verfahrens geprüft. Nachdem für den Impfstoff bereits eine gute Wirksamkeit gegen die britische SARS-CoV-2-Variante B.1.1.7 gezeigt worden war, stellte sich nun die Frage, wie dieser Impfstoff vor eine Infektion durch die südafrikanische SARS-CoV-2-Variante B.1.351 schützt.


 

EMA überprüft Nebenwirkungen für alle Corona-Impfstoffe

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 07.05.2021

 

Thrombosen, Gesichtsschwellungen, Herzentzündungen: Die Arzneimittelbehörden gehen gerade einigen Verdachtsfällen seltener, aber schwerer Nebenwirkungen nach. Heute gab es ein Update der EMA für alle vier zugelassenen Covid-19-Impfstoffe. Das Nutzen-Risiko-Verhältnis bleibt positiv. Normalerweise tagt der Pharmakovigilanz-Ausschuss (PRAC) der Europäischen Arzneimittelagentur EMA einmal im Monat, in letzter Zeit jedoch durchaus öfter. Grund sind die gemeldeten Verdachtsfälle schwerer Nebenwirkungen im zeitlichen Zusammenhang mit den Covid-19-Impfungen. Diese Woche stand ein reguläres Treffen an, doch ging es offensichtlich wieder nur um die Vakzinen. Die gute Nachricht: Das Nutzen-Risiko-Verhältnis bleibt für alle Corona-Impfstoffe positiv. Allerdings gibt es zum Teil Ergänzungen in den Produktinformationen.


Biomarker erkennt frühzeitig schwere COVID-19-Verläufe

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 06.05.2021

 

Schwere Verläufe von COVID-19 können nun frühzeitig entdeckt werden. Forschende der Universität Zürich haben den ersten Biomarker identifiziert, der zuverlässige Voraussagen ermöglicht. Patienten mit schweren Krankheitsverläufen können so bestmöglich versorgt werden. Die meisten Menschen, die sich mit SARS-CoV-2 infizieren, erkranken nicht oder nicht gravierend. Ein Teil der Patientinnen und Patienten hingegen entwickelt einen sehr schweren, lebensgefährlichen COVID-19-Krankheitsverlauf. Sie müssen medizinisch intensiv betreut und künstlich beatmet werden. Für Betroffene endet die Infektion oft tödlich oder führt zu erheblichen gesundheitlichen Langzeitfolgen. Um solche Patienten frühzeitig zu erkennen und rasch zu behandeln, braucht es messbare Anhaltspunkte: prädiktive Biomarker, mit denen sich das Risiko für einen schweren Verlauf vorhersagen lässt.

 


Comirnaty sehr wirksam gegen B.1.1.7 und B.1.351

Quelle: Pharmazeutische Zeitung, 06.05.2021

Real-World-Daten aus Katar zeigen: Der Covid-19-Impfstoff Comirnaty® von Biontech/Pfizer bietet auch vor den beiden als »Variants of Concern (VOC)« eingestuften SARS-CoV-2-Varianten B.1.1.7 und B.1.351 einen sehr guten Schutz. Zur Beurteilung der Wirksamkeit von Covid-19-Impfstoffen werden Real-World-Daten immer wichtiger. Solche Daten wurden jetzt aus Katar verfügbar, wo als Reaktion auf zwei schwere Infektionswellen die Massenimmunisierung stark vorangetrieben wurde. Sie sind besonders wertvoll, da zu diesem Zeitpunkt die kritischen Virusvarianten B.1.1.7 (britische Variante) und B.1.351 (südafrikanische Variante) in dem Land dominierten. Die beruhigende Nachricht aus Katar lautet, dass Tozinameran (Comirnaty®) von Biontech/Pfizer erstaunlich gut auch vor diesen zwei Varianten schützt.


Gute Daten für variantenspezifischen mRNA-Impfstoff

Quelle: Pharmazeutische Zeitung, 06.05.2021

 

Das US-Unternehmen Moderna legt als erstes Daten für eine Impfstoffanpassung vor: Die auf die südafrikanische Virusvariante angepasste Covid-19-Vakzinen mRNA-1273.351 ist effektiv und gut verträglich. Ende Februar gaben die beiden mRNA-Impfstoffhersteller Moderna und Biontech/Pfizer bekannt, dass sie Studien mit B.1.351-spezifischen Versionen ihrer Impfstoffe gestartet haben. Der Grund: Das Pandemievirus hatte Mutationen im Spike-Protein entwickelt, die die Impfwirkung herabsetzen können. Gerade die in Südafrika identifizierte Variante B.1.351 hat das Potenzial, sich der Immunantwort nach Impfung und nach vorheriger Infektion zu entziehen. Einige Impfstoffhersteller arbeiten daher an Anpassungen ihrer Covid-19-Impfstoffe.


Corona-Impfung zum Schlucken

Quelle: Pharmazeutische Zeitung, 06.05.2021

 

Wissenschaftler der Universität Würzburg arbeiten an einem neuen Ansatz für eine Schluckimpfung gegen das SARS-Coronavirus-2. Sie basiert auf einem oralen Typhus-Impfstoff. In der klinischen Prüfung ist sie aber noch nicht.  Schluckimpfungen haben theoretisch einige Vorteile gegenüber anderen Impfstoffen: Sie kommen ohne Spritze aus, sind entsprechend einfach zu applizieren und induzieren eine Immunschutz dort, wo er benötigt wird – nämlich auf den Schleimhäuten. Dort treffen Krankheitserreger als erstes auf den menschlichen Körper. Wenn sie dort erfolgreich bekämpft werden, kommt es erst gar nicht zu einer Infektion. Einige Arbeitsgruppen weltweit forschen daher an Vakzinen gegen SARS-CoV-2, die eine Schleimhautimmunität induzieren.


Schwachstellen des Virus nutzen, um Immunabwehr zu stärken - SARS-CoV-2-Proteine manipulieren Immunsignalwege

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, 05.05.2021

 

Forschende der Universität Ulm haben untersucht, wie das neue Coronavirus das menschliche Immunsystem unter seine Kontrolle bringt. In der Studie, die im Fachmagazin Cell Reports veröffentlicht wurde, zeigte sich aber auch, dass die Virusproteine nicht alle antiviral wirkenden Immunsignalwege komplett abschalten können. Die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen vom Institut für Molekulare Virologie arbeiten nun daran, solche Schwachstellen von SARS-CoV-2 zu identifizieren, um das Virus durch gezielte Immunaktivierung zu bekämpfen. Das menschliche Immunsystem ist eigentlich gut gerüstet, um Angriffe von Krankheitserregern wie Viren und Bakterien erfolgreich abzuwehren. Trotzdem zwingt SARS-CoV-2 die Immunabwehr in die Knie. „Dafür sorgt ein ganzes Bataillon an Proteinen, dessen Auftrag darin besteht, anti-virale Signalwege zu blockieren, um so unser Immunsystem zu schwächen“, erklärt Dr. Konstantin Sparrer von der Universität Ulm. Der Wissenschaftler, der am Institut für Molekulare Virologie eine sogenannte BMBF-Nachwuchsgruppe leitet, widmet sich in seiner Forschung dem hochkomplexen Wechselspiel zwischen Virus und Wirt. Die Ulmer Forscher vom Institut für Molekulare Virologie um Dr. Konstantin Sparrer, Professor Frank Kirchhoff und Professor Jan Münch haben nun Proteine von SARS-CoV-2 systematisch auf ihre Wirkung auf das angeborene Immunsystem untersucht.

 


Hirnvenenthrombosen nach Impfung auch bei älteren Frauen

Quelle: Pharmarzeutische Zeitung, 05.05.2021

 

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie hat die Fälle von Sinus- und Hirnvenenthrombosen nach Covid-19-Impfung in Deutschland neu ausgewertet. Ihr Fazit: Das Risiko sei insgesamt sehr gering, aber Personen aller Altersklassen sollten umfassend darüber aufgeklärt werden, vor allem Frauen.  Anfang April hatte die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) alle neurologischen Kliniken in Deutschland angeschrieben und gebeten, alle Fälle von zerebralen Sinus- und Hirnvenenthrombosen (CVT) sowie ischämischen und hämorrhagischen Schlaganfällen, die innerhalb eines Monats nach einer Covid-19-Impfung aufgetreten waren, mittels eines webbasierten Fragebogens zu melden. Die Ergebnisse der Auswertung wurden am Dienstag auf einem Preprintserver veröffentlicht.



Die ersten Thrombosefälle im Detail

Quelle:  Pharmarzeutische Zeitung, 04.05.2021

 

Auch nach der Impfung mit dem Covid-19-Impfstoff von Janssen (Johnson & Johnson) sind in seltenen Fällen ungewöhnliche Thrombosen mit Thrombozytopenie aufgetreten. Die klinischen Merkmale der ersten Patientinnen aus den USA stellt ein Forscherteam nun im Journal »JAMA« vor. Es zeigen sich viele Parallelen zu den Impfkomplikationen von Vaxzevria® von Astra-Zeneca.  Zerebrale Sinusthrombosen (CSVT) in Kombination mit Thrombozytopenie wurden in Europa nach der Gabe des Vektorimpfstoffs Vaxzevria® von Astra-Zeneca beobachtet. Die ungewöhnlichen Gerinnungsstörungen treten ausgesprochen selten auf, sind aber gefährlich. Ein ursächlicher Zusammenhang mit der Impfung gilt als wahrscheinlich. Zugrunde liegt der Impfkomplikationeiner Hypothese zufolge eine Immunreaktion, die einer Heparin-induzierten Thrombozytopenie (HIT) ähnelt. Dabei reagieren Antikörper auf das körpereigenen Signalmolekül Plättchenfaktor 4 (PF4), wodurch Thrombozyten aktiviert und die Gerinnungskaskade angestoßen wird.


Covid-19-Impfempfehlung für alle Schwangeren

Quelle: Pharmazeutische Zeitung, 03.05.2021

 

Die deutschen gynäkologischen Fachgesellschaften haben sich heute dafür ausgesprochen, allen Schwangeren und Stillenden ein Impfangebot mit einem mRNA-basierten Corona-Impfstoff zu machen. Sie sollten aufgrund des erhöhten Covid-19-Risikos priorisiert werden. Bislang empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) nur Schwangeren mit Vorerkrankungen, das Risiko für eine schwere Covid-19-Erkrankung abzuwägen und sich im Einzelfall impfen zu lassen. Eine Schwangerschaft war von Anfang an nicht unter den Kontraindikationen gelistet. Angesichts der Erfahrungen anderer Länder mit der Impfung sowie der stärker werdenden Evidenz zu den Gefahren einer SARS-CoV-2-Infektion für Mutter und Kind haben nun die verschiedenen deutschen gynäkologischen Fachgesellschaften und Arbeitsgemeinschaften heute eine eigene Empfehlung veröffentlicht, die der Pharmazeutischen Zeitung vorliegt. Beteiligt sind unter anderem die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) und der Berufsverband der Frauenärzte (BVF).

 


Ärzte können Covid-Patienten Kliniken empfehlen

Quelle: Pharmazeutische Zeitung, 03.05.2021

Monoklonale Antikörper sollen schweren Covid-19-Verläufen entgegenwirken. Den Rahmen für den Einsatz dieser Arzneimittel hatte das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) im April festgezurrt. Arztpraxen können vor Ort mit den Präparaten behandeln. Sehr viel häufiger dürften sie ihren Patienten allerdings ein spezielles Krankenhaus empfehlen. Im Januar hatte die Bundesregierung viel Geld auf den Tisch gelegt und damit monoklonale Antikörper für die Behandlung von Covid-19-Patienten beschafft. 200.000 Dosen Bamlanivimab und eine Kombination aus Casirivimab plus Imdevimab standen damit für Deutschland bereit. Vor Kurzem gab das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) zudem bekannt, dass mit Etesivimab noch ein drittes Antikörper-Präparat dazukommen soll.


Wie behandelt man Hirnvenenthrombosen am besten?

Quelle: Pharmazeutische Zeitung, 03.05.2021

 

Die ungewöhnlichen Fälle von Hirnvenenthrombosen im Zusammenhang mit einer Impfung mit Vaxzevria® haben für viel Unsicherheit gesorgt. Eine Assoziation mit der Impfung wird allgemein anerkannt. Allerdings ist eine solche Komplikation extrem selten. Spezialisten aus Hannover haben heute vorgestellt, wie sie fünf Patientinnen erfolgreich behandelt haben. Seit Mitte März 2021 werden aus Deutschland und anderen Ländern insgesamt sehr selten, aber immer wieder Fälle ungewöhnlicher Hirnvenenthrombosen nach einer Impfung mit dem Covid-19-Impfstoff von Astra-Zeneca (Vaxzevria®) gemeldet. Erstaunlich schnell fanden Forscher aus Greifswald eine mögliche Ursache für die lebensbedrohliche Komplikation. Offensichtlich ähneln die Mechanismen, die zu Hirnvenenthrombosen führen, den Mechanismen, die einer Heparin-induzierten Thrombozytopenie (HIT) zugrunde liegen. In Anlehnung an dieses Krankheitsbild wird die Impfnebenwirkung auch Vakzin-induzierte immunthrombotische Thrombozytopenie (VITT) genannt. Ein Team um Professor Dr. Andreas Tiede von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) veröffentlichte jetzt im Fachjournal »Blood« seine detaillierten Erfahrungen in Diagnostik, Krankheitsverlauf und Therapie der gefährlichen Komplikation. Hierzu werteten sie fünf Fälle von VITT nach Exposition mit dem ChAdOx1-Impfstoff von Astra-Zeneca (AZD1222, Vaxzevria®) aus. Die Patientinnen kamen fünf bis elf Tage nach der ersten Impfung in die Klinik der Medizinische Hochschule Hannover. Das Spektrum der klinischen Manifestationen umfasste zerebrale Sinusthrombosen (CVST), splanchnische Venenthrombosen (SVT), arterielle zerebrale Thromboembolien und thrombotische Mikroangiopathien (TMA). Alle Patienten hatten eine Thrombozytopenie und deutlich erhöhte D-Dimer-Werte.


Impfung auch ohne Nebenwirkungen erfolgreich

Quelle: Pharmerzeutische Zeitung, 30.04.2021

 

Fieber, Abgeschlagenheit oder ein »dicker Arm« sind als Folgen einer Covid-19-Impfung häufig. Betroffene können sich damit trösten, dass dies ein Zeichen für die gewünschte Immunreaktion ist. Der Umkehrschluss – ohne Nebenwirkung kein Impferfolg – stimmt aber nicht. Mögliche Nebenwirkungen der Covid-19-Impfstoffe sind in der gerade laufenden gigantischen Impfkampagne selbstverständlich immer ein Thema. Sofern es sich nicht gerade um schwerwiegende Reaktionen wie die potenziell tödlich verlaufenden Gerinnungsstörungen handelt, die nach der Gabe der Vektorimpfstoffe von Astra-Zeneca (Vaxzevria®) oder Janssen (Johnson & Johnson) beschrieben wurden, wertet so mancher Betroffene sie durchaus positiv. Leichtes Fieber, Abgeschlagenheit und Schmerzen an der Injektionsstelle gelten gemeinhin als Zeichen dafür, dass die mit der Impfung bezweckte Immunreaktion stattfindet und der Körper Antikörper bildet. Das stimme so jedoch nicht, betont Dr. Veenu Manoharan, Dozentin für Immunologie an der Cardiff Metropolitan University, in einem Beitrag auf der Plattform »The Conversation«. Sie erklärt darin den Unterschied zwischen angeborener und adaptiver Immunantwort und entkräftet damit die Befürchtung, dass ohne eine spürbare Impfreaktion auch keine Immunschutz infolge einer Impfung aufgebaut werde.


Biontech und Pfizer beantragen Zulassung für Kinder

Quelle: Pharmazeutische Zeitung, 30.04.2021

 

Schon bald werden auch Kinder ab zwölf Jahren mit dem Covid-19-Impfstoff Tozinameran (Comirnaty®) geimpft werden können. Einen entsprechenden Antrag auf Änderung der Zulassung in der EU haben die beiden Herstellerunternehmen heute eingereicht. Die Unternehmen Biontech und Pfizer melden, dass sie für ihren Impfstoff Comirnaty (BNT162b2) eine Anpassung der bedingten Marktzulassung bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) beantragt haben. Die Indikation für die Anwendung der Vakzine soll auf Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren erweitert werden. Bislang ist der mRNA-Impfstoff für Personen ab 16 Jahren zugelassen. Sobald die EMA die Änderung genehmigt, wird die angepasste bedingte Zulassung in allen 27 Mitgliedsstaaten der EU gültig sein, heißt es in der Mitteilung der Unternehmen. Die Prüfung eines Zulassungsantrags für Corona-Impfstoffe bei der EMA dauert in der Regel wenige Wochen. Ein entsprechender Antrag auf eine Änderung der Notfallzulassung in den USA sei bei der dortigen Arzneimittelbehörde FDA bereits Mitte April gestellt worden. Die Einreichung weiterer Änderungsanträge bei Zulassungsbehörden auf der ganzen Welt sei geplant.